Das kommt überraschend: Ford stellt eine weitere Transit-Version vor – ausschließlich mit Elektroantrieb. Damit gibt es nun so viele Transits im Konfigurator, dass man den Überblick verlieren könnte. Darum starten wir mit einem kurzen Überblick der bisherigen Modelle:
  • Kleinster Vertreter ist der Transit Courier auf Puma-Basis. Maximal 4,3 Meter lang gibt es den kompakten Kastenwagen als Benziner, Diesel oder vollelektrisch
  • In der Mitte sortiert sich bislang der Caddy-Zwilling Transit Connect mit zwei Radständen (4,5 oder 4,9 Meter) ein. Den gibt es als Diesel und Plug-in-Hybrid-Benziner.
  • Als typischer Van fährt der Transit Custom mit 5,0 oder 5,45 Meter Länge vor – als Diesel, Benziner mit Plug-in-Hybrid oder Elektroauto.
  • Einfach Transit heißt die Version in Sprintergröße (6,7 Meter). Der lässt sich mit Dieselmotor oder vollelektrisch ordern.

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Zwei Radstände, bis zu 1270 Kilo Zuladung

Mit dem neuen Transit City bekommt die Familie nun ein fünftes Mitglied. Längenmäßig ist er leicht unterhalb des Transit Custom angesiedelt. Die Version mit kurzem Radstand misst 4,9 Meter, mit langem Radstand kommen 30 Zentimeter hinzu.
Neu in diesem Nutzfahrzeugsegment: Erstmals gibt es ein Fahrgestell mit Einzelkabine zum Umbauen. Die sogenannte Chassis-Version misst 5,2 Meter.
Die wichtigste Frage für Nutzfahrzeug-Kunden bleibt: Was geht rein? Die kürzere Version fasst rund sechs Kubikmeter – genug für drei Europaletten. Die maximale Zuladung beträgt 1085 Kilogramm, die Ladelänge liegt bei bis zu 2,77 Metern.
Mit langem Radstand wächst das Ladevolumen auf rund acht Kubikmeter. Bis zu 3,07 Meter Ladelänge und eine maximale Zuladung von 1275 Kilogramm stehen hier im Datenblatt.
Offener Laderaum eines Ford Transit City mit weit geöffneten Hecktüren auf einem Parkplatz.
Ford wirbt damit, dass der Laderaum mit einem strapazierfähigen Boden, halbhohen Seitenwandverkleidungen und Verzurrösen ausgestattet ist.
Bild: The Ford Motor Company

12,3-Zoll-Infotainment ist Serie

Ford scheint den Transit City vor allem für Kurierfahrten konzipiert zu haben. Entsprechend sind Sitzheizung und schlüsselloses Startsystem serienmäßig an Bord. Ansonsten zeigt sich der Innenraum typisch Nutzfahrzeug: schnörkellos und funktional.
Blick in den innenraum des Ford Transit City aus Fahrerperspektive.
Im recht wuchtigen Armaturenbrett befinden sich verschiedene Ablagen.
Bild: The Ford Motor Company
Dennoch spendiert Ford auch hier ein modernes Infotainment mit 12,3 Zoll großem Display. Smartphones lassen sich kabellos koppeln. Annehmlichkeiten wie Rückfahrkamera, Klimaanlage und automatische Scheinwerfer sind ebenfalls serienmäßig.

Mit 150 PS und bis zu 254 Kilometer Reichweite

Für den Transit City ist zunächst nur ein Antrieb angekündigt: ein 150 PS (110 kW) starker Elektroantrieb mit 56-kWh-Akku. Die Reichweite beträgt beim kurzen Radstand bis zu 254 Kilometer nach WLTP, die längere Version kommt auf 223 Kilometer. Mit der One-Pedal-Driving-Funktion rekuperiert der Elektro-Van bis zum Stillstand und lässt sich je nach Fahrsituation weitgehend über das Gaspedal fahren.
Die drei Varianten des Transit City: kurzer und langer Radstand sowie das Fahrgestell für Umbauten, nebeneinander.
Das Design des Transit City ist sehr reduziert und funktional.
Bild: The Ford Motor Company
Die maximale Ladeleistung liegt bei 87 kW. Am Schnelllader soll der Transit City in rund 33 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. An der Wallbox sind bis zu 11 kW möglich, womit derselbe Ladevorgang etwa viereinhalb Stunden dauert.

Preis wohl um 45.000 Euro

Bis zum Marktstart ist es noch etwas hin. Ford will den Transit City ab Ende 2026 in den Verkauf bringen. Einen Preis nennt die Marke noch nicht. Mit Blick auf den wohl schärfsten Konkurrenten, den Kia PV5 Cargo, rechnen wir mit einem Einstiegspreis um 45.000 Euro.