Ford Transit Custom PHEV (2019): Test, Motoren, Preise

Ford Transit: So fährt der Plug-in-Hybrid

Ford hat den Transit Custom überarbeitet. Er kommt mit vielen elektronischen Helfern und jetzt auch als Plug-in-Hybrid. AUTO BILD ist den Transporter gefahren!
Den Ford Transit Custom gibt es jetzt auch als Plug-in-Hybrid. Der Transit PHEV kombiniert einen 92,9 kW (126 PS) starken Elektromotor mit einem Einliter-Dreizylinder-Benziner als Range-Extender. Der Antrieb erfolgt im Transit PHEV stets über einen Elektromotor, der Benziner dient nur zum Aufladen der Batterien. Wie sich der elektrifizierte Transporter fährt, klärt der erste Fahrbericht!

Range-Extender erhöht die Reichweite deutlich

Die Buchse fürs Stromtanken sitzt beim Transit Custom PHEV hinter einer Klappe unter dem linken Scheinwerfer.

Bis zu 56 Kilometer weit soll der frontangetriebene Transit Custom PHEV rein batterieelektrisch und ohne Nutzung des Range-Extenders kommen. Für tägliche Kurzstrecken sollte das reichen. Mit Hilfe des Range-Extenders sollen über 500 Kilometern drin sein. Um die Reichweite zu schonen, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h begrenzt. Die Rekuperation beim Abbremsen sorgt für effektives Nachladen und eine deutliche Verlängerung der Reichweite. Die Kraft wird im PHEV auf die Vorderräder übertragen. Der Transit surrt prompt und verzögerungsfrei los, der Antritt ist flott. Das Umschalten von der rein batterieelektrischen Fahrt auf die stromliefernde Unterstützung durch den Benziner geht auch per Knopfdruck. Bis auf einen leichten Anstieg des Geräuschpegels merkt man davon nichts. Eine Erweiterung des Navis soll künftig erkennen, ob der Transit in eine Umweltzone einfährt und dann sofort auf reinen Elektromodus umschalten. Am Haushaltsstromnetz mit 230 Volt dauert eine komplette Akkuladung laut Ford 4,3 Stunden. An der Wallbox mit Wechselstrom vergehen 2,7 Stunden.

Optional: zahlreiche Assistenzsysteme

Der "EcoGuide" erkennt die Straßenführung und soll dabei helfen, rechtzeitig abzubremsen oder zu schalten.

Ford bietet den Transit Custom PHEV als Kastenwagen und als "Kombi" genannten Familienvan mit 2933 mm Radstand und flachem Dach an. Zugelassen ist der Transit Custom PHEV jeweils für eine Zuladung von bis zu 1130 Kilogramm. Nach der Überarbeitung unterstützen alle Versionen automatische Software-Updates und Erweiterungen des Navigationssystems. Dazu gehört etwa der EcoGuide, der die Straßenführung erkennt und dabei hilft, rechtzeitig abzubremsen oder zu schalten. Optional gibt es jeweils einen Park-, Totwinkel- und Spurhalteassistenten. Alle Transit außer den Allradversionen haben von jetzt an ein Start-Stopp-System an Bord.

Zusätzlich stehen verschiedene Diesel zur Wahl

Die Akkus des E-Transit sitzen im Fahrzeugboden. Dadurch schrumpft der Stauraum gegenüber den normalen Verbrennern nicht.

Weitere Antriebsoptionen für den Ford Transit Custom sind Zweiliter-Diesel in den Leistungsstufen 105, 130, 170 und ab sofort auch 185 PS. Die Versionen mit Schaltgetriebe kommen auf Wunsch als Mildhybrid mit einem Riemen-Startergenerator und 48V-Bordnetz. Geschaltet wird bei den Verbrennern serienmäßig per manuellem Sechsganggetriebe. Für die 130- bis 185-PS-Varianten gibt es optional eine Sechsgang-Wandlerautomatik. Ab Frühjahr 2020 soll es für die hinterradgetriebenen Transit auch eine Zehngang-Automatik geben, die den Gangwechsel dem individuellen Fahrstil und der Verkehrssituation anpasst. Als Kastenwagen startet der Transit Custom bei 28.450 Euro netto, für den Transit Custom Plug-in-Hybrid werden mindestens 47.995 Euro netto fällig. Auf die Hybridbatterie bietet Ford eine Garantie von acht Jahren bzw. 160.000 Kilometer Laufleistung.

Autor: Jürgen Wolff

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