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Formel 1: Aston Martins dritter Anlauf

Aston Martins GP-Geschichte

Aston Martin wird 2021 wieder mit einem Werksteam in der Formel 1 mitmischen. Bisherige Projekte im GP-Sport waren erfolglos.
Lawrence Stroll hat sich für seinen Sohn Lance Stroll nicht nur einen Formel-1-Rennstall zugelegt, sondern sich auch gleich als Großaktionär in eine Traditions-Automarke eingekauft: Aston Martin. Folge: Ab 2021 wird das Formel-1-Team Racing Point zum Aston-Martin-Werksrennstall.
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Es ist der dritte Versuch des britischen Herstellers in der Formel 1 Fuß zu fassen.
In den 1920er Jahren tauchte Aston Martin sporadisch auf – alle Auftritte endeten aber mit Motorschaden. Der erste 1922 beim Großen Preis von Frankreich genauso wie der letzte 1926 beim Großbritannien-GP.
Deutlich intensiver war das Formel-1-Projekt in den 1950er Jahren. Aston Martin war damals in der Sportwagenszene eine große Nummer. 1959 besiegte man die Kontrahenten Ferrari und Jaguar und gewann mit Roy Salvadori und Carroll Shelby die 24 Stunden von Le Mans.

Roy Salvadori beim Zandvoort Grand Prix 1959

Gleichzeitig wollte Aston Martin aber auch in der Formel 1 mitmischen. Le Mans war für Hersteller damals wesentlich wichtiger und so kochte das GP-Projekt auf Sparflamme. Die Einstellung, dass man es mit Garagistenteams wie Lotus und Cooper doch locker aufnehmen können – so ganz nebenbei – erwies sich aber als Fehleinschätzung.
Der erste Fehler war bereits das Aufschieben des Formel-1-Projekts auf 1959. Eigentlich war das Debütfür 1958 geplant. Der Aston Martin DBR4 leitete sich zum größten Teil vom Le-Mans-Rennwagen ab: Die Struktur des Gitterrohrahmens, die Bauart der Radaufhängung – vieles übernahm man einfach.
Frontmotor Grund des Scheiterns
An sich war das keine schlechte Idee. Doch Aston Martin verpasste, dass sich in der Formel 1 gerade eine Revolution abspielte: Die Umstellung vom Frontantrieb zum Mittelmotorkonzept. Plötzlich zogen die Pferde den Karren nicht mehr, sondern schoben ihn an. Aston Martin baute seinen 2,5-Liter-Reihensechszylinder aber noch vorne ein – und war damit hoffnungslos unterlegen. Obwohl die Leistung des Motors mit 250 PS gar nicht so schlecht war.
Doch mit dem Mittelmotorkonzept konnten kleine Teams wie Cooper und Lotus viel kompaktere und leichtere Autos bauen. Der Aston Martin DBR4 brachte 636 Kilogramm auf die Waage – das sind 140 Kilo mehr als beispielsweise der Lotus-Rennwagen.
Das Debüt beim nicht zur WM zählenden Rennen International Trophy in Silverstone 1959 verlief gar nicht so schlecht: Salvadori stand auf Pole-Position und wurde hinter dem späteren Weltmeister Jack Brabham (Cooper-Climax) Zweiter. Aber in der WM tauchte das Team nur vier Mal auf – und kam nie über sechste Plätze hinaus. Damals gab es dafür noch nicht einmal WM-Punkte und schon gar keinen Applaus aus dem Konzern. 1960 wurde das Projekt daher beendet – eine Blamage für Aston Martin.
Teamchef John Wyer, in der Sportwagenszene mit Aston Martin, Ford und Porsche einer der erfolgreichsten Le-Mans-Teambosse aller Zeiten, bilanzierte den Formel-1-Flitzer von Aston Martin so: „1958 hätte er Rennen gewinnen können, 1959 war er eine sterbende Ente, 1960 ein stinkender Fisch.“
Nun soll mit Stroll alles besser werden. Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Aston-Martin-Geschäftsführer Andy Palmer sagt: „Wenn man mit Herrn Stroll redet, merkt man schnell, dass er nicht nur im Fahrerlager ist, um dabei zu sein. Er investiert ins Team, um zu gewinnen.“

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Fotos: Picture Alliance

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