Formel 1: Letzter Sieg gegen Hamilton
Preise für Rosberg und Wehrlein

Nico Rosberg und Pascal Wehrlein räumten am Sonntag Trophäen ab. Während der eine gefeiert wurde, steht der andere in den Startlöchern für die Nachfolge.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Diese Niederlage dürfte Lewis Hamilton vielleicht am allermeisten schmerzen. Nico Rosberg gewann am Sonntagabend in London bei den Autosport-Awards, dem britischen Pendant zu den AUTO-BILD-MOTORSPORT-Awards, den Preis als internationaler Rennfahrer des Jahres. Ausgerechnet in Hamiltons Heimatland wählte die Mehrzahl der Leser des Fachblatts den Deutschen! Dabei hatte die britische Presse Rosberg dieses Jahr teilweise hart kritisiert, vor allem nach dem Crash der Silberfeinde beim Österreich GP.
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Rosberg bemühte sich derweil um Versöhnung mit Hamilton. „Ich kann zwar nicht garantieren, dass ich das auch sagen würde, wenn es anders ausgegangen wäre. Aber wir sind Kämpfer, es ging um den Titel. Daher verstehe ich seine Aktion“, meinte der neue Weltmeister mit Blick auf Hamiltons Bummelzug-Taktik beim Saisonfinale in Abu Dhabi. Zwar sei es für Teamkollegen im Kampf um Siege und Titel nicht möglich „Freunde zu sein“, aber für die Zukunft wollte Rosberg eine Annäherung der Silberfeinde nicht ausschließen. „Auch wenn das vielleicht noch ein bisschen Zeit brauchen wird“, lachte der Deutsche.
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Wer dann in seinem Silberpfeil sitzt, steht noch nicht fest. Als erster Nachfolger wird aber Mercedes-Junior Pascal Wehrlein gehandelt, der am Sonntag in London ebenso einen Award abräumte – als bester Rookie des Jahres. „Vielleicht hilft mir die Trophäe ja ein bisschen“, scherzte der Deutsche mit Blick auf seine Bewerbung fürs Silberpfeil-Cockpit. „Eine Saison in der Formel 1 ist zwar nicht viel, aber ich fühle mich bereit für den Job“, sagte Wehrlein. Der 22-Jährige: „Die Entscheidung liegt jetzt bei den Bossen. Ich respektiere den Prozess, dass sie sich nach der besten Option umschauen wollen.“
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Pascal Wehrlein wurde bester Neuling des Jahres
Der ehemalige Williams-Pilot wurde in London für sein Lebenswerk geehrt. Dabei ließ er es sich jedoch nicht nehmen, in seiner Dankesrede selbst eine Laudatio zu halten: Auf Weltmeister Rosberg. „Ich bin damals mit Nicos Papa Keke gefahren, als Nico 1985 geboren wurde. Es ist unglaublich zu sehen, dass er jetzt selbst Weltmeister ist.“ Was Mansell besonders imponierte: „Die Leute vergessen, wie es ist, Teamkollege eines Weltmeisters zu sein. Lewis ist jetzt Zweiter in der ewigen Bestenliste der Formel 1, hat drei Titel. Und Nico hat ihn dieses Jahr entgegen aller Erwartungen geschlagen. Eine phänomenale Leistung. Nico, wir sind alle sehr stolz auf dich. Du bist ein fantastischer Weltmeister!“
Die ganze Gala aus London können Sie hier im Video sehen:
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