Formel 1: Mercedes verteidigt Strategie
Wolff haut auf den Tisch

Ferrari drehte Mercedes beim Auftakt die kalte Dusche auf - über die Pace, nicht nur die Strategie: Die Silberpfeile sind alarmiert, aber nicht beunruhigt.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Seit Beginn der Hybrid-Ära in der Formel 1 Anfang 2014 hat immer ein Mercedes die WM-Wertung angeführt. Bis zu Sebastian Vettels Auftaktsieg am Sonntag in Melbourne. „Wir haben viel gewonnen (51 Siege in 59 Rennen; d. Red.) in den letzten drei Jahren und hatten einen außergewöhnlichen Lauf“, erklärte Mercedes-Sportchef Toto Wolff nach dem Rennen. „Wir wussten aber auch, dass der Moment kommen würde, wo jemand anders einen besseren Job gemacht hat. Dieser Moment ist heute gekommen.“ Wolff strich die Gründe dafür heraus: „Wir waren einfach nicht schnell genug, die Reifen haben zu schnell abgebaut und unser Stopp war zu früh.“

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Als „Weckruf“ wollte der 45-Jährige Ferraris Triumph mit etwas Abstand dennoch einordnen. „Der wichtigste Weckruf ist immer der in der Früh. Beim ersten Rennen ist der Früh. Deswegen bin ich froh, dass er jetzt schon kommt“, urteilte auch F1-Aufsichtsrat Niki Lauda. Mercedes' Strategie - die Experten hatten den einzigen Boxenstopp der Silberpfeile im Rennens deutlich später erwartet - verteidigte Lauda aber: „Es hätte keinen Unterschied gemacht. Wenn wir Lewis später reinbringen, macht Ferrari eben einen Undercut und ist auch vorbei.“ Lauda: „Sie hatten heute das schnellere Paket, deshalb haben sie gewonnen.“
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Ferrari und Red Bull habe man schon immer als „ebenbürtige Gegner“ gesehen, versicherte Wolff. Niki Lauda wollte Mercedes noch nicht ganz so schnell wie sein Landsmann in die Rolle des neuen Herausforderers schieben. „Viel hängt auch mit dem Albert Park hier zusammen“, meinte Lauda über die in ihrer Charakteristik sehr eigene Stadtstrecke im Herzen Melbournes. „Am interessantesten ist deswegen, was nun bei den nächsten beiden Rennen in China und Bahrain passiert. Wenn Ferrari da auch vorne ist, dann werde ich unruhig.“ Aber erst dann. Lauda: „Sollte das Pendel dort zurückschwingen in unsere Richtung, dann verstehe ich den heutigen Tag schon besser.“
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