Charles Leclerc hat das erste Training der Formel 1 auf dem nagelneuen Kurs in Miami mit der Bestzeit beendet. Der Ferrari-Star hat den 5,41 Kilometer langen Kurs rund um das Stadion der Miami Dolphins um 0,071 Sekunden schneller umrundet als George Russell (Mercedes) und 0,179 Sekunden schneller als Weltmeister Max Verstappen.
Die Strecke auf dem Parkplatz der Football-Arena stellt die Piloten dabei vor einige Herausforderungen. In Kurve sieben setzt beispielsweise Valtteri Bottas seinen Alfa Romeo rückwärts in die Bande. Die langgezogene Linkskurve macht immer weiter zu und ist deshalb schwer einzusehen und anzubremsen.
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Im letzten Streckendrittel kommen die F1-Stars den Mauern in einer engen Passage mit einer Schikane, hohen Curbs und einer Brückendurchfahrt ebenfalls extrem nahe. „Der Kurs ist technisch schwierig“, sagt Sky-Experte Ralf Schumacher. „Überholmanöver sind möglich, aber die Reifen und Temperaturen werden eine Herausforderung.“ Bei Außentemperaturen von teils mehr als 30 Grad müssen die Teams ihre Karosserien weit öffnen. Außerhalb der Ideallinie bietet der für eine Rennstrecke ungewöhnliche Asphalt kaum Grip.
Mick Schumacher war in einen Schreckmoment mit Daniel Ricciardo verwickelt.

Für einen Schreckmoment sorgt indes ein Zwischenfall, in dem Mick Schumacher (Haas) und Daniel Ricciardo (McLaren) die Hauptrollen spielten. Schumacher fährt auf einer langen Geraden auf der linken Spur hinter dem McLaren mit dem Ziel, ein anderes Auto zu überholen. Da geht der Australier plötzlich vom Gas. Schumacher kann gerade noch rechtzeitig ausweichen. Onkel Ralf: „Das war verdammt gefährlich.“
Mick Schumacher landet am Ende 2,4 Sekunden hinter Teamkollege Kevin Magnussen auf Platz 19. Der Däne belegt einen starken neunten Rang. Haas-Teamchef Günther Steiner erhöht vorm US-Heimrennen den Druck auf den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher. „Wir warten auch auf die Punkte”, antwortet er auf die Feststellung, dass Schumi junior immer noch auf seine erste Platzierung innerhalb der Top Ten hinarbeite. Immerhin, so der Südtiroler: „Mick bleibt ruhig, was er auch muss, sonst wird es nicht klappen. Die Luft wird nach oben immer dünner. Er braucht jetzt halt mal einen Punkterang, damit der Knoten sich löst.“
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Positiv läuft das Training für Mercedes. Russell auf Platz zwei und Hamilton auf Rang sieben profitieren von einem neuen Heckflügel. Chefingenieur Andrew Shovlin bei Sky: „Das Auto hat sehr gut funktioniert. Das ist ermutigend.“ Neben den neuen Teilen versuche man „auch immer mehr Gewicht zu sparen. Wir glauben nicht, dass die Fortschritte an einer großen Änderung liegen, sondern an vielen Details.“ Der Brite verrät zudem: „George fühlt sich einfach wohl, aber beide Autos nicht dieselbe Spezifikation.“
Sebastian Vettel viel mehr neben als auf der Strecke auf.

Sebastian Vettel wird mit 1,9 Sekunden Rückstand nur 14. Sein Aston Martin-Teamkollege Lance Stroll belegt mit 2,5 Sekunden Rückstand sogar nur Platz 16. Stark: Williams-Pilot Alex Albon als Sechster.

Formel 1 Grand Prix von Miami
1. Freies Training

1. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 1:31,098 Min.
2. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +0,071 Sek.
3. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,179
4. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,203
5. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpha Tauri +0,400
6. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,430
7. Alexander Albon (Thailand) - Williams +0,756
8. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,858
9. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +1,461
10. Daniel Ricciardo (Australien) - McLaren +1,494
11. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +1,517
12. Fernando Alonso (Spanien) - Alpine +1,786
13. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo +1,922
14. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Aston Martin +1,926
15. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine +2,319
16. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +2,478
17. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo +2,675
18. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri +2,945
19. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) - Haas +3,847
20. Nicholas Latifi (Kanada) - Williams +4,639

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Von

Bianca Garloff