Schon beim letzten Formel-1-Grand-Prix in den USA spielte Mick Schumacher (22) am Ende eine gewichtige Rolle im Kampf um den Sieg, als er den Führenden Max Verstappen bei einer Überrundung zunächst einbremste, ihm dann aber die Möglichkeit zur DRS-Nutzung verschaffte.
Beim GP in Mexiko an diesem Wochenende (Sonntag, 20 Uhr, Sky) erscheint er erneut unübersehbar groß in den Augen der Kollegen. Grund: Im Fahrerlager hängt ein riesiges Plakat des Sohnes von Michael Schumacher, dem das Foto die Schamesröte ins Gesicht treibt. Schumi junior: „An das Bild da draußen werde ich mich auch bis ans Ende des Wochenendes nicht gewöhnen, das ist schon sehr groß…“
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Gewöhnt hat er sich mittlerweile allerdings an die Formel 1 – und dabei auch an die schönen Seiten. Statt zwischen den Rennen in Austin und Mexiko City zurück nach Europa zu jetten, vergnügte er sich mit Fahrerkumpel Esteban Ocon (Alpine) und Schwester Gina-Maria an der Küste Mexikos, fuhr Jetski und Quad.
Im Fahrerlager hängt ein riesiges Plakat des Sohnes von Michael Schumacher.
Und auch im Job läuft’s. „Ich finde, alles liegt im Plan“, resümiert er seine erste Formel-1-Saison. „Ich habe hohe Erwartungen an mich gehabt und die Ziele hoch gelegt. Ein paar Dinge habe ich erreicht, ein paar noch nicht.“
Immerhin: Zweimal hat er es mit dem schlechtesten Auto im Feld in den zweiten Qualifying-Abschnitt geschafft, 15:2 steht es im Teamduell gegen Nikita Mazepin. Schumacher erklärt: „Man entwickelt sich, macht neue Erfahrungen und verändert sich. Ich fühle mich in vielen Punkten wohler als beim ersten Rennen. Ich steige jetzt ein und weiß genau, was ich tun muss, um mein Leben beim Fahren einfacher zu machen, mir während des Rennens im Kopf Strategien zurechtzulegen und ohne Überraschungen ins Wochenende zu gehen.“
Fürs kommende Jahr mit ganz neuen Technik-Regeln ist der Haas-Pilot damit gut vorbereitet, immerhin stehen 2021 nur noch fünf Rennen auf dem Programm. „Das Jahr ging echt schnell vorbei“, sagt er. „Das ist erschreckend, denn es fühlt sich an, als ob wir letzte Woche erst angefangen hätten.“
Sein Wunsch für 2022: „Am liebsten würde ich ein Auto haben, das um die Meisterschaft fahren kann. Das wird aber schwierig nächstes Jahr. Insofern wünsche ich mir das bestmögliche Paket.“
Mick Schumacher
Nach Platz 16 in den USA ist Schumacher auch für Mexiko optimistisch. „Die Strecke lag mir im Simulator gut“, räumt er ein. „Die Höhe wird uns aber ein anderes Gefühl beim Fahren geben. Daran muss ich mich wohl gewöhnen.“ Hintergrund: Der 4,3 Kilometer lange Kurs in Mexiko City liegt rund 2000 Meter über dem Meeresspiegel. Die dünne Höhenluft klaut den Motoren PS und senkt das Abtriebslevel des Autos, obwohl die Teams mit maximal steilem Flügelwerk fahren. Heißt: Die Autos haben weniger Bodenhaftung, rutschen mehr. Mick: „Damit habe ich kein Problem.“
In Austin konnte er nach diversen Motorstrafen der Konkurrenz von Platz 16 losfahren. Auch diesmal hofft der Deutsche hinsichtlich des engen und kurvigen Abschnitts durch ein Baseball-Stadion: „Die Strecke ist prädestiniert dafür, dass viele Leute Fehler machen. Wenn wir davon profitieren und in Q2 kämen, wäre das toll.“
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Aus dem WM-Duell zwischen Verstappen und Hamilton will er sich dagegen lieber weiter raushalten – auch verbal. „Ich bin in dem Kampf nicht drin, drücke allen Fahrern die Daumen. Es wird spannend sein zu sehen, wer gewinnt.“ Damit drückt sich Schumi junior auch um die Aussage, dass er Verstappen anfeuert, damit der einen achten Hamilton-Titel verhindert. Der britische Mercedes-Star würde so seinen Vater übertrumpfen, der auf sieben WM-Titel kommt.
Fest steht: Mick Schumacher hat nicht nur im Cockpit gelernt, wie er mit den Anforderungen der Formel 1 umgeht, sondern auch in seinen Presserunden…

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Von

Bianca Garloff