Selbst unter der schwarzen Maske konnte man das Strahlen von Mick Schumacher (22) gut erkennen. Platz 17, den Teamkollegen deklassiert, keine Fehler gemacht und sein erstes Überholmanöver in der Formel 1 absolviert – das steht nach dem Großen Preis von Portugal im Zwischenzeugnis des Sohns von Rekordweltmeister Michael Schumacher.
In Runde 64 war es soweit: Da nutzte der Haas-Pilot einen Fehler seines Williams-Kontrahenten Nicholas Latifi gnadenlos aus. „Wir hatten schon ein gutes Stück mehr Pace als Nicholas, aber man kommt ja hier nicht vorbei“, beschreibt Schumacher die Jagdszenen am Ende des Feldes aus seiner Sicht. „Es war zum Verrücktwerden! Ich habe es schon ein paar Mal fast geschafft, dann ein stehendes Rad gehabt oder bin auf der Geraden nicht vorbeigekommen.“ Bis der Druck sich in einem Fehler des Williams-Piloten entlud.
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Micks Fazit: „Wir können zufrieden sein mit dem was wir geschafft haben. Wir hatten ein gutes Rennen, wenig Fehler und wieder das Ziel gesehen.“ Dabei glaubt Schumacher junior, dass sogar noch mehr drin gewesen wäre. „Ich hatte so viel mehr Pace in mir. Wir hätten George (Russell; d. Red.) auch noch schlagen können, wenn wir früher an Latifi vorbeigekommen wären. Aber hätte, hätte, Fahrradkette…“ Ein Spruch, den Sebastian Vettel übrigens auch gerne nutzt – und der die Freundschaft der beiden deutschen Formel-1-Stars unterstreicht.
Vom anderen deutschen Formel-1-Weltmeister, Nico Rosberg, gab es ebenfalls ein Lob. „Mick macht einen supertollen Job, schlägt seinen Teamkollegen gewaltig. Gegen Latifi macht er im unterlegenen Auto Druck und überholt ihn auch noch. Kompliment.“
Schumachers Überhol-Premiere
Selbst unter der schwarzen Maske konnte man das Strahlen von Mick Schumacher gut erkennen.
Eine Kerbe, in die auch Haas-Teamchef Günther Steiner haut. „Für uns war das Wochenende positiv“, sagt der Südtiroler in seiner Print-Presserunde. „Wir machen Fortschritte. Wir sind erst in Rennen drei und haben trotzdem schon schöne Schritte nach vorn gemacht. Mick war heute besser als die Williams, hat genau gewusst, wann Attackieren notwendig ist und hat zum Schluss so viel Druck ausgeübt, bis Latifi einen Fehler gemacht hat. Das ist ein schöner Fortschritt für uns.“
Mit seinem zweiten Fahrer hat Steiner da schon mehr Sorgen. Nikita Mazepin drehte sich diesmal zwar nicht, aber fast hätte er den zu dem Zeitpunkt Führenden Sergio Perez (Red Bull) beim Überrunden abgeräumt. Dafür gab es die nächste verbale Schelte über Boxenfunk: Perez beschimpfte Mazepin als „Idiot“, Mazepin bekam eine Fünf-Sekunden-Strafe. Steiner nimmt seinen zweiten Fahrer deshalb in Schutz. „Das war keine Absicht und am Ende ist ja auch nichts passiert. Wir wissen alle, dass Nikita mittlerweile als Bad Boy der Formel 1 gesehen wird. Aber solche Funksprüche werden von der Formel 1 auch für mehr Aufmerksamkeit genutzt und deshalb gerne gesendet.“
Den großen Rückstand von einer Minute auf Mick Schumacher relativiert Steiner in guter Teamchef-Manier ebenfalls: „Nach den ersten 20 Runden lag er knapp fünf Sekunden zurück. Danach haben wir entschieden, ihn zweimal an die Box zu holen und so den Überrundungen auszuweichen.“ Deshalb sei das Bild verzerrt.
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Hängen bleibt trotzdem: Mick Schumacher hat einen super Job gemacht – findet auch sein Onkel Ralf. „Das waren null Punkte mit Sternchen. Es macht Freude, ihm zuzuschauen.“

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