Mercedes-Dominanz im Qualifying zum Großen Preis von Italien in Monza: Edelhelfer Valtteri Bottas sichert sich die Pole-Position fürs Sprintrennen, das am Samstag zum zweiten Mal in der Geschichte der Formel 1 über die Bühne geht. 18 Runden stehen auf dem knapp 5,8 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs in Monza am Samstag (16.30 Uhr) an.
Der Finne verweist seinen Teamkollegen Lewis Hamilton auf Rang zwei. “Gratulation an Valtteri, das war eine Mega-Runde”, lobt Hamilton. Bottas sagt: “Ich bin froh über diese Runde, vor allem, weil ich Windschatten geben sollte.”
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Happy ist auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff. “Wir haben am Funk gesagt: Das ist so schön wie zu alten Zeiten”, lacht der Wiener. “Valtteri ist jetzt frei im Kopf und performt.” Hintergrund: Der Finne hat endlich Klarheit über seine Zukunft, fährt 2022 bei Alfa Romeo.
Auf Rang drei folgt WM-Leader Max Verstappen im Red Bull. “Wir wussten, dass es auf dieser Strecke für uns schwierig werden würde”, räumt Verstappen ein. “Aber ich bin ganz froh mit dem dritten Platz. Morgen müssen wir schauen, dass wir im Longrun schneller werden.” Red Bull-Berater Helmut Marko zeigt sich indes zufrieden. “Wir haben das Optimale rausgeholt. Der Mercedes-Motor ist hier stärker. Gut, dass Bottas vorne ist – Hamilton startet so auf der schmutzigen Seite.”
Valtteri Bottas
Schlechte Nachricht indes für Bottas: Der Mercedes-Wingman hat alle Antriebskomponenten getauscht und wird nach dem Sprintrennen ans Ende des Feldes strafversetzt. Das hat strategische Gründe, teilt das Weltmeisterteam mit.
Die beiden McLaren von Lando Norris und Daniel Ricciardo unterstreichen die Mercedes-Stärke auf den Rängen vier und fünf. Schwach dagegen: der zweite Red Bull-Honda von Sergio Perez auf Platz neun. Allerdings bekommt der Mexikaner Sonderlob von Helmut Marko: “Er wird morgen weiter vorne sein. Er musste Max heute Windschatten geben.”
Die Ferrari von Charles Leclerc und Carlos Sainz schaffen es beim Heimrennen nur auf die Plätze sieben und acht.
Sebastian Vettel schlägt zwar seinen Teamkollegen Lance Stroll (zum neunten Mal in 14 Versuchen), scheidet im zweiten Qualifyingabschnitt aber aus. Der Aston Martin-Star verpasst auf Platz elf nur um 31 Tausendstelsekunden die Top-Ten. Eine Strafe von 5000 Euro wird er dagegen verschmerzen können: Beim Rausfahren aus der Garage schießt der Hesse Lewis Hamilton vors Auto. Passiert ist nichts, aber das Manöver wurde als Unsafe Release gewertet. Fernando Alonso, Esteban Ocon und Georg Russell folgen auf den Plätzen 13 bis 15.
Vettel: “Ich war vielleicht ein bisschen zu konservativ auf meiner Runde, wollte einfach nicht übers Ziel hinausschießen. Schade, dass es so knapp nicht reicht. Trotzdem ist es eine gute Ausgangsposition.”
Mick Schumacher
Starke Vorstellung von Mick Schumacher im Haas-Ferrari: Der Deutsche schlägt sowohl Robert Kubica im Alfa Romeo als auch seinen Teamkollegen Nikita Mazepin und landet auf Rang 18. Der Russe hat eine halbe Sekunde Rückstand. Schumacher erhöht im teaminternen Qualifying-Duell auf 12:2.
Schumacher: “Die Runde war recht schwierig, weil ich die Reifen kaum auf Temperatur hatte. Das ist hier ein Problem, weil jeder auf den Windschatten des anderen wartet.”
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Hintergrund: Bereits im ersten Qualifying-Abschnitt geht es hoch her. Diverse Fahrer müssen ihre schnellen Runden wegen Stau immer wieder abbrechen. Neben Mazepin, Kubica und Schumacher scheiden auch Tsunoda und Latifi aus.

Formel 1 Grand Prix von Italien
Qualifying:

1. Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes 1:19,555 Min.
2. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes +0,096 Sek.
3. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull +0,411
4. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +0,434
5. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren +0,440
6. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri +0,705
7. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +0,907
8. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +0,955
9. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +1,056
10. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo +1,253
11. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin 1:20,913
12. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 1:21,020
13. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine 1:21,069
14. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine 1:21,103
15. George Russell (Großbritannien) – Williams 1:21,392
16. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams 1:21,925
17. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri 1:21,973
18. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas 1:22,248
19. Robert Kubica (Polen) – Alfa Romeo 1:22,530
20. Nikita Masepin (Russland) – Haas 1:22,716

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