Überraschung im Qualifying zum Großen Preis von Mexiko! Nicht das nach den Trainings favorisierte Red Bull-Team, sondern Mercedes-Pilot Valtteri Bottas holt die Pole Position im Autodromo Hermanos Rodriguez vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton. Max Verstappen folgt mit einem Respektabstand von vier Zehntelsekunden auf Platz drei knapp vor Lokalmatador und Stallgefährte Sergio Perez.
Verstappen verliert auch deshalb wichtige Zehntelsekunden, weil Yuki Tsunoda (AlphaTauri) und Perez in der letzten Runde direkt vor ihm von der Strecke abkommen. „Dummer Idiot“, schimpft der Holländer am Funk.
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Später erklärt Verstappen, der mit einem übersteuernden Red Bull zu kämpfen hatte: „Es sieht so aus, als wäre uns die Balance etwas abhanden gekommen.“ Er kündigt aber an: „Es wird noch einen großen Kampf geben.“
Valtteri Bottas
Lewis Hamilton lobt: „Valtteri hat einen super Job gemacht, ich bin so stolz auf ihn. Das erhöht unsere Chancen für morgen. Ich bin genauso überrascht über unsere Pace wie jeder andere, aber das nehme ich gerne mit. „Hut ab, wie Mercedes das gedreht hat“, analysiert Sky-Experte Timo Glock.
„Sport hört einfach nie auf zu faszinieren, wie sich die Dinge drehen können“, freut sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Das Auto ist durch die Sessions immer besser geworden, die Temperaturen auf Vorder- und Hinterachse haben plötzlich gestimmt. Das war das Geheimnis.“ Die steigenden Asphalttemperaturen helfen also Mercedes und schaden Red Bull.
Red Bull-Berater Helmut Marko ist entsprechend missgelaunt: "Das war ein sehr guter Bluff von Mercedes. Auf der anderen Seite ist es uns nicht gelungen, die Reifen ins richtige Temperaturfenster zu bringen. Und dann noch dieser Zwischenfall mit Tsunoda, der beide unserer Autos rausgeholt hat."
Die beiden deutschen Piloten absolvieren ihren Dienst nach Vorschrift. Mick Schumacher landet auf Platz 18 einen Rang und drei Zehntelsekunden vor seinem Haas-Teamkollegen Nikita Mazepin. Der Sohn von Michael Schumacher zeigte sich enttäuscht. „Ich hatte Probleme mit dem Set-up, mal Untersteuern, mal Übersteuern.“
Sebastian Vettel verpasst knapp den Einzug in die finale Quali-Runde und belegt Platz elf. Damit hat er am Start zum GP am Sonntag immerhin freie Reifenwahl. „Es war alles in allem in Ordnung“, lautet der schnelle Kommentar des Hessen.
Vettels Teamkollege Lance Stroll sorgt für die erste und einzige Unterbrechung des Qualifyings. Nur wenige Minuten nach Beginn der Session kommt er mit seinem Aston Martin ausgangs der letzten Kurve in den Schmutz und verliert die Kontrolle über den Rennwagen. Der Kanadier kracht erst mit dem Heck in die Bande, dann mit dem Rest des Autos. Der grüne Renner ist Schrott, Stroll kann aber unverletzt aussteigen. Später twittert Aston Martin: Bei seinem Einschlag wirkten 12g.
Lance Stroll zerlegt seinen Aston Martin.
Der Aston Martin-Pilot startet am Sonntag damit vom letzten Startplatz, denn sein Team hat auch einen neuen Mercedes-Motor eingebaut. „Ich bin zu weit nach draußen gekommen und habe das Auto verloren. Schade für die Mechaniker, denn es ist viel Zusatzarbeit.“
Eine Startplatzstrafe wegen Antriebswechsels bekommen außerdem Esteban Ocon, Yuki Tsunoda und Lando Norris. George Russell muss nach einem Getriebewechsel fünf Plätze zurück. Von den Strafversetzungen profitieren sowohl Vettel als auch Schumacher. Der Heppenheimer rückt zwei Plätze vor auf Platz neun, Schumacher sogar drei.
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Enttäuschendes Ergebnis für Doppelweltmeister Fernando Alonso: Der Spanier scheidet auf Rang 16 schon im ersten Quali-Abschnitt aus.

Formel 1 Grand Prix von Mexiko
Qualifying:

1. Valtteri Bottas (Finnland) - Mercedes 1:15,875 Min.
2. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,145 Sek.
3. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,350
4. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,467
5. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpha Tauri +0,581
6. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,886
7. Daniel Ricciardo (Australien) - McLaren +0,888
8. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +0,962
9. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri +1,283
10. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +20,955
11. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Aston Martin 1:17,746
12. Kimi Räikkönen (Finnland) - Alfa Romeo 1:17,958
13. George Russell (Großbritannien) - Williams 1:18,172
14. Antonio Giovinazzi (Italien) - Alfa Romeo 1:18,290
15. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 1:18,405
16. Fernando Alonso (Spanien) - Alpine 1:18,452
17. Nicholas Latifi (Kanada) - Williams 1:18,756
18. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) - Haas 1:18,858
19. Nikita Masepin (Russland) - Haas 1:19,303
20. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin 1:20,873

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Von

Bianca Garloff