Herzschlagfinale im Qualifying zum Großen Preis von Saudi-Arabien! Red Bull-Pilot Sergio Perez holt die Pole auf dem Stadtkurs in Jeddah. Der Mexikaner verdrängt die beiden Ferrari von Charles Leclerc und Carlos Sainz in letzter Sekunde auf die Plätze zwei und drei.
Perez: „Ich könnte tausend Rennen fahren, aber ich glaube nicht, dass ich diese Runde schlagen würde. Unglaublich!“ Für den Red Bull-Piloten ist es die erste Pole im 215. Anlauf. „Wir waren schon etwas überrascht“, gibt Red Bull-Berater Helmut Marko zu. „Sergio hat die Reifen super aufgewärmt. Er war das ganze Wochenende stark, nah an Max dran. Wir haben vorher noch gescherzt, dass es für die Pole einen Bonus gibt. Er war absolut fehlerfrei und am Limit.“
WM-Spitzenreiter Charles Leclerc sagt: „Ich habe alles gegeben, aber ich habe nicht erwartet, dass Checo so eine Rundenzeit hinlegt. Morgen ist ein neuer Tag.“
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Weltmeister Max Verstappen schafft es nur auf Rang vier vor Esteban Ocon (Alpine), George Russell (Mercedes) und Fernando Alonso (Alpine). „Mein erster Run in Q3 war schrecklich“, so der Holländer. „Die Reifen waren ganz anders zu fahren. Ich habe mich einfach nicht wohl gefühlt. Das ist das erste Mal, dass mir sowas passiert ist.“ Dann verrät er: „Ich habe etwas anders gemacht beim Aufwärmen der Reifen. Vielleicht war das nicht gut. Das Potenzial ist da. Ich freue mich für Sergio.“ Starker Job erneut von Valtteri Bottas im Alfa Romeo, der Achter wird. Kevin Magnussen landet im Haas auf Rang zehn.
In Q2 sorgt ein schwerer Unfall von Mick Schumacher für rote Flaggen und eine lange Unterbrechung. Der Deutsche verliert seinen Haas in Kurve elf auf einem Randstein, dreht sich und schlägt seitlich voll in die Mauer ein. Die Regie zeigt Mick zunächst nicht. Überall sorgenvolle Blicke. Unpassend: Während der Krankenwagen neben dem Haas parkt, ballert laute Partymusik über die Streckenlautsprecher. Nach rund fünf Minuten gibt Haas erste Entwarnung: Schumi junior ist bei Bewusstsein und auf dem Weg ins Streckenhospital. Offenbar ist er seitlich mit dem Kopf an den Headrest geknallt. Der Haas ist völlig zerstört, das Heck mit dem Motor abgebrochen.
In Q2 sorgt ein schwerer Unfall von Mick Schumacher für rote Flaggen und eine lange Unterbrechung.

Nach rund einer halben Stunde twittert Haas: Mick geht es den Umständen entsprechend gut, er hat auch schon mit Mama Corinna telefoniert. Per Hubschrauber geht es zu weiteren Kontrollen ins Krankenhaus King Fahd Armed Forces Hospital.
Am Ende wird Mick Schumacher 14. Raus sind auch die beiden McLaren auf den Plätzen elf und zwölf.
Schwere Niederlage auch für Lewis Hamilton: Der Mercedes-Star scheidet in der ersten Quali-Runde aus, wird mit 0,6 sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen George Russell nur 16. „Sorry Jungs“, entschuldigt er sich am Funk, nachdem Lance Stroll ihn aus den Top 15 gekegelt hat. Es ist das erste Q1-Aus für den Briten seit Brasilien 2017. Damals hatte er einen Unfall und war schon Weltmeister. Aus der Garage gibt es Kritik: Laut seinem Renningenieur Peter Bonnington hat Hamilton am Kurveneingang „zu sehr gepusht“.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist sauer: „Auf Lewis‘ Seite haben sie ein Experiment versucht, das ins Auge gegangen ist. Er hatte keinen Grip im Heck, das hätten wir uns sparen können. Jetzt kommt der Punkt, wo wir uns zusammenreißen müssen. Das haben wir uns so nicht vorgestellt. Es ist Zeit aufzuwachen.“
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Nico Hülkenberg wird bei seinem zweiten Aston Martin-Einsatz in diesem Jahr als Ersatz für Sebastian Vettel 18. Ihm fehlen 0,28 Sekunden auf den Teamkollegen. „Meine Runde war nicht optimal, ich hab den Nagel nicht auf den Kopf getroffen“, sagt der Emmericher. „Generell ist es auf dieser Highspeed-Strecke nicht so einfach, mit den Balanceproblemen unseres Autos ans Limit zu gehen. Aber ich bin ja in guter Gesellschaft mit Lewis auf Platz 16.“ Am Sonntag wäre er mit der Zielflagge zufrieden: „Das ist eine heftige Strecke hier, die sich anfühlt wie mit Tempo 300 durch den Tunnel.“
Das bekommt auch Nicholas Latifi in den ersten Minuten von Q1 zu spüren: Er verliert seinen Williams in Kurve 13 und kracht nach einem Dreher seitlich in die Mauer. Der Kanadier muss kräftig durchschnaufen, bleibt aber unverletzt.

Formel 1 Grand Prix von Saudi-Arabien
Qualifying

1. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 1:28,200 Min.
2. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +0,025 Sek.
3. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +0,202
4. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull +0,261
5. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +0,868
6. George Russell (Großbritannien) – Mercedes +0,904
7. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine +0,947
8. Valtteri Bottas (Finnland) – Alfa Romeo +0,983
9. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri +1,054
10. Kevin Magnussen (Dänemark) – Haas +1,388
11. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 1:29,651
12. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren 1:29,773 (+ 3 Plätze Strafe, Ocon geblockt)
13. Zhou Guanyu (China) – Alfa Romeo 1:29,819
14. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas 1:29,920 (Startverzicht nach Unfall)
15. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 1:31,009
16. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 1:30,343
17. Alexander Albon (Thailand) – Williams 1:30,492
18. Nico Hülkenberg (Emmerich) – Aston Martin 1:30,543
19. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams 1:31,817
20. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri ausgeschieden

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Von

Bianca Garloff