Die Formel 1 feiert am Freitag Premiere in Jeddah, Mercedes-Pilot Valtteri Bottas bringt den ersten Eindruck vom neuen Highspeed-Kurs danach am besten auf den Punkt: "Diese Strecke ist ziemlich hardcore! Sie macht aber Spaß und sorgt für einen schönen Adrenalinkick."
Besonders zu spüren bekommt das Ferrari-Pilot Charles Leclerc. Der Monegasse ist der Erste, den die kurvenreiche Hochgeschwindigkeitsbahn vom deutschen Architektenbüro Tilke unsanft abwirft: In der schnellen Kurve 22 verliert Leclerc beim Einlenken das Heck und zerlegt seinen Ferrari in der Bande. Der Schaden am Auto ist immens, Leclerc aber wohlauf und nach einem Check im Medical Center schnell zurück in der Ferrari-Box, um den Mechanikern sein Missgeschick zu erklären.
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"Dieser Kurs verzeiht keine Fehler, das haben wir heute schon mal gesehen", erklärt Mercedes' leitender Renningenieur Andrew Shovlin nach dem ersten Trainingstag. Mit Blick auf die wegen des hohen Vollgasanteils von 83 Prozent favorisierten Schwarzpfeile, sagt der Brite: "Tagsüber war es besser für uns, als die Strecke noch wärmer war. In der Nachtsession hatten wir definitiv mehr Probleme, vor allem auf den weichen Reifen. Unser Longrun war aber stark, die Basisperformance stimmt also schon mal."
Lewis Hamilton war am Freitag der schnellste Mann
Für Weltmeister Lewis Hamilton reicht es in beiden Trainings zur Bestzeit. Nachdem Titelrivale Max Verstappen Hamilton zum Auftakt noch auf 56 Tausendstel nahekommt, muss der Niederländer sich unter Flutlicht um zwei Zehntel geschlagen geben, wird hinter Bottas im zweiten Mercedes und AlphaTauri-Mann Pierre Gasly nur Vierter - und das, obwohl beide Mercedes-Piloten ihre schnellste Runde auf den theoretisch langsameren Medium-Reifen drehen.
Hamilton erklärt nach der Session jedoch: "Mit dem Medium und auch harten Reifen lief es besser. Der weiche ist hier vielleicht etwas zu weich für die vielen Highspeed-Passagen." Weil der Mercedes-Star seinen schnellsten Versuch zudem im dichten Verkehr abbrechen muss, zeichnet sich für ihn noch kein klares Bild: "Über eine Runde waren wir nicht so schnell, aber die Longrun-Pace sah nicht schlecht aus."
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Die Problematik mit dem Verkehr bereitet Hamilton allerdings Sorgen. Gleich mehrfach kommt es am Freitag zu haarsträubenden Szenen, weil langsame Autos auf der Strecke rumbummeln, während von hinten die Konkurrenten mit über 300 km/h angeschossen kommen. "Die Strecke ist unglaublich schnell und bietet viel Grip. Wenn man erstmal in den Rhythmus kommt, ist sie sehr schön. Der Verkehr ist hier aber viel schlimmer als woanders. Es ist wie in Monaco, nur sorgt der Speed, mit dem man hier aufläuft, dafür, dass es ein bisschen gefährlich wird", sagt Hamilton.
Bei Red Bull sorgt der enge Leitplankenkanal von Jeddah aber auch für Hoffnung. "Die Strecke und auch die Kurven sind insgesamt etwas enger, als wir das nach den Simulationen gedacht haben. Dadurch geht es nicht nur um die Pferdestärken, wie im Vorfeld befürchtet. Für uns ist das wirklich ermutigend, denn die ein oder zwei Zehntel, die zwischen den Autos liegen, kann man auf so einer Art Strecke finden", erklärt Red-Bull-Teamchef Christian Horner.
Was sich Red Bull und Mercedes nach dem Training teilen, sind die Reifensorgen: "Wir haben uns auf den harten Reifen sehr stark gefühlt, je weicher die Mischung aber wurde, desto divenhafter wurde das Auto, sobald wir versucht haben, das Maximum rauszuholen. Das müssen wir heute Nacht analysieren." Horner weiß aber auch: "Wenn man sich die Kommentare der Anderen anhört, sind wir damit definitiv nicht alleine. Alle haben Schwierigkeiten, das richtige Fenster zu treffen. Wenn das gelingt, ist aber viel Performance da."
Stark: Mick Schumacher schlug zweimal einen Williams
Weit weniger vielversprechend läuft der Freitag für Horners Ex-Schützling Sebastian Vettel. Der Aston-Martin-Star wird einen Platz hinter Stallgefährte Lance Stroll nur 16., 1,484 Sekunden hinter der Bestzeit. Landsmann Mick Schumacher liegt als 18. im Haas nur zwei Positionen hinter Vettel, schlägt dabei wie schon im ersten Jeddah-Training nicht nur Teamkollege Nikita Mazepin sondern auch Williams-Pilot Nicholas Latifi.

Formel 1 Grand Prix von Saudi-Arabien
2. Freies Training:

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 1:29,018 Min.
2. Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes +0,061 Sek.
3. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri +0,081
4. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull +0,195
5. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine +0,423
6. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +0,537
7. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +0,571
8. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri +0,579
9. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +0,750
10. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +0,754
11. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren +0,950
12. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +0,986
13. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo +1,092
14. Kimi Räikkönen (Finnland) – Alfa Romeo +1,258
15. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +1,424
16. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin +1,484
17. George Russell (Großbritannien) – Williams +1,488
18. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas +1,634
19. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams +2,021
20. Nikita Masepin (Russland) – Haas +2,611

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Von

Frederik Hackbarth