Am Samstag hatte sich Sebastian Vettel (34) nach Aston Martins Horror-Qualifying und Startplatz 17 noch ein ereignisreiches Rennen gewünscht: Worte, die der Deutsche 24 Stunden bereuen sollte. Zwar profitiert Vettel in der Startphase des Saudi-Arabien GP mehrfach von den vielen Vorfällen, Safety-Car-Phasen und Rennunterbrechungen. Dann holt aber auch den Heppenheimer das Chaos in Jeddah ein.
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"Es lief in unsere Richtung und wir lagen gut im Rennen, auch wenn klar war, dass wir über unseren Möglichkeiten sind und da eigentlich nicht hingehören. Aber ich war von Platz 17 aus schon in den Top-10, habe bei den Starts alles rausgeholt und immer wieder Plätze gutmachen können: Also alles richtig gemacht", resümiert Vettel. "Dann hat es aber leider auch uns erwischt."
Zum Haare raufen: Vettel bleibt in Jeddah ohne Punkte
In Runde 23 wird Vettel im Zweikampf von AlphaTauri-Pilot Yuki Tsunoda abgeräumt und dreht sich. "Das hat unser Rennen natürlich komplett verhauen. Es war einfach Pech, da von Yuki so aus dem Rennen geworfen zu werden. Natürlich halte ich in der Situation dagegen und dachte auch, ich hätte genug Platz gelassen. Auf einmal trifft's mich dann von hinten. Da war das Rennen natürlich schon futsch."
Tsunoda bekommt für die Attacke von der Rennleitung fünf Strafsekunden aufgebrummt. "Er hat sich entschuldigt und das ist in Ordnung, sowas passiert", sagt Vettel zur Kollision. "Aber es ist schade und einfach bitter für mich und für ihn, weil er sowieso schneller war. Er wäre ein paar Runden später sicher vorbeigekommen."
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Nach dem Vorfall mit Tsunoda ist Vettels Auto "stark beschädigt", der Deutsche fällt weiter zurück und gerät dadurch drei Runden später ausgerechnet mit Ex-Teamkollege Kimi Räikkönen aneinander. "Ohne den ersten Zwischenfall wäre es nie zum zweiten gekommen, weil ich ja weit voraus war. Hätte, wenn und aber ist jetzt aber auch nicht mehr so wichtig", sagt der Heppenheimer, der in Bezug auf Kumpel Kimi schmunzeln muss: "Ich weiß nicht, wo er hinwollte. Die Kurve geht nach links. Vielleicht wollte er nach rechts."
Das Jahr 2021 ist nicht unbedingt Sebastian Vettels Saison
Ein Scherz, der einen ernsten Hintergrund hat: "Ich weiß nicht wirklich, was passiert ist. Mir gehörte die Kurve und es gibt dort keinen Platz für zwei Autos, deswegen hätte er da zurückstecken müssen", findet der Deutsche, der seinen Aston Martin drei Runden vor dem Ziel ohne Aussicht auf Punkte an der Box abstellt. "Wir hatten gehofft, in der Runde zu bleiben und vielleicht auf ein Safety-Car, aber es kam ja nix mehr", so Vettel.
Das Fazit des vierfachen Weltmeisters in Jeddah fällt entsprechend ernüchternd aus: "So wie heute ging es uns öfter dieses Jahr. Es gab einfach viele Rennen, die irgendwie nicht so zusammenliefen. Das ist schade, aber bringt nichts. Wir müssen weitermachen und uns in erster Linie darum kümmern, dass wir gar nicht dort (im Hinterfeld; d. Red.) anzutreffen sind sondern weiter vorne."

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Von

Frederik Hackbarth