Die Formel 1 hat nach Bernie Ecclestone und Chase Carey wieder einen neuen Boss: Stefano Domenicali, einst Teamchef bei Ferrari, führt seit 2021 die Geschicke der Königsklasse. Hätte er je gedacht, der „neue Bernie“ zu werden? Nein. „Ich erinnere mich noch, wie ich in Imola als Abiturient die Trucks im Fahrerlager geparkt habe. Ich war ein leidenschaftlicher Formel-1-Fan, und als solcher waren die Stars und vor allem Bernie Ecclestone unerreichbar für mich. Im Laufe der Jahre wurde ich dann bei Ferrari ein Teil dieser Welt, jetzt bin ich CEO. Das empfinde ich als großes Privileg“, kommentiert Domenicali in der aktuellen AUTO BILD seine neue Rolle.
Doch Domenicali hat eine große Aufgabe vor sich. Er muss die Formel 1 durch eine turbulente Zeit führen. „An erster Stelle ist es ein Sport, der die Fans unterhalten, den Teams eine nachhaltige Plattform und den Fahrern die Möglichkeit bieten soll, ihre heldenhaften Fähigkeiten zu zeigen. Gleichzeitig wollen wir auch Herstellern die Möglichkeit bieten, ihre Technik für die Straße wie in einem Labor weiterzuentwickeln und der Welt zu präsentieren“, beschreibt Domenicali.
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Der 55-Jährige konkretisiert: „Wir dürfen ja nicht vergessen: Unsere Hybridmotoren sind die effizientesten der Welt. In Zukunft wollen wir diese Technik auch mit nachhaltigem Kraftstoff auf das nächste Level heben – um die aktiven Hersteller zu halten und neue anzuziehen.“

Mick wie Michael mit Notizbuch

Darum erinnert ihn Mick an Michael Schumacher
Am Wochenende startet in Bahrain die neue Formel-1-Saison – und die GP-Karriere von Mick Schumacher.
Bild: Haas
Am Wochenende startet in Bahrain die neue Formel-1-Saison – und die GP-Karriere von Mick Schumacher. Domenicali freut sich auf seinen Einstand: „Micks Aufstieg in die Formel 1 ist sehr emotional für mich. Ich kenne Mick, seit er geboren wurde. Er hat den Aufstieg in die Formel 1 verdient, und er wird die Aufgabe auch richtig angehen. So wie bisher. Er hat in seiner Karriere immer einen Schritt nach dem anderen gemacht, ist in jeder Serie gewachsen und dank seiner Erfolge in der Formel 1 gelandet – nicht, weil sein Name Schumacher ist. Und er ist jetzt schon eine Bereicherung für uns.“
Der Italiener hat Papa Michael Schumacher bei seinen fünf WM-Titeln mit Ferrari begleitet. Die Parallelen zwischen den beiden Schumis sind offensichtlich: „Man sieht und hört schon, dass er sein Sohn ist! Ich finde das großartig“, so Domenicali. „Eine Sache, die mir auffiel: Als Michael 1995 zu seinem ersten Ferrari-Test in Fiorano noch im weißen Overall kam, brachte er ein Notizbuch mit, in dem er alles aufschrieb. Als ich Mick mal in der Formel 3 traf, hatte er ein ähnliches Notizbuch mit einem Stift dabei. Da war mir alles klar.“

Was lief bei Vettel und Ferrari schief?

Darum erinnert ihn Mick an Michael Schumacher
Neben Schumacher wird Sebastian Vettel die deutschen Fahnen in der Formel 1 vertreten.
Bild: Aston Martin
Neben Schumacher wird Sebastian Vettel die deutschen Fahnen in der Formel 1 vertreten. Domenicali hat Vettel als Teamchef schon früh für Ferrari im Visier gehabt. Warum hat es mit dem Titel nicht geklappt? Der Italiener zuckt mit den Schultern: „Von außen schwer zu beurteilen. Was wir nicht vergessen sollten: 2018 war er dem Titel mit Ferrari sehr nah. Dann kam eine Situation, die das Team destabilisierte (der Tod von Fiat-Boss Sergio Marchionne; d. Red.). Es war eine verpasste Chance, für die Sebastian nichts konnte.“
Den Wechsel zu Aston Martin bewertet Domenicali positiv: „Für die Formel 1 ist es super, dass Aston Martin zurück ist. Dabei können sie auch von unserer starken Marke profitieren. Sebastian wird die Gelegenheit sicher nutzen, um zu zeigen, warum er viermaliger Weltmeister ist. Denn, das vergessen wir alle manchmal: Davon gibt es nicht so viele …“
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