Formel 1: erster Test in Barcelona 2020

Formel 1: Testauftakt in Barcelona

Mercedes schon wieder vorn

Das neue Jahrzehnt startet wie das alte aufgehört hat: Mit einer Bestzeit von Lewis Hamilton und Mercedes. Die Analyse vom ersten Testtag.
Die Letzten werden die Ersten sein. George Russell war 2019 der einzige Fahrer ohne WM-Punkt. 2020 war er in seinem Williams-Mercedes aber der erste Pilot, der die Testfahrten in Barcelona eingeläutet hat.
Doch die Messlatte ist nach wie vor Mercedes. Lewis Hamilton umrundete den 4,655 Kilometer langen Kurs als einziger Fahrer unter 1:17 Minuten. Und das mit der zweithärtesten Reifenmischung. Mehr noch: Die Rundenzeiten des Weltmeisterteams waren am konstantesten.
Dass Hamilton-Teamkollege Valtteri Bottas auf Rang zwei fuhr, versteht sich von selbst. Entsprechend entspannt zeigten sich Teamchef Toto Wolff und Technikboss James Allison an der Boxenmauer...
„Alle scheinen gut aus den Startlöchern gekommen zu sein“, kommentiert der Österreicher den ersten Testtag. „So, als wären die neuen Autos schon Tage lang gefahren. Im Vergleich zum Vorjahr lief alles glatt. Zu glatt. Das macht mir fast schon Sorgen.“ Im Vorjahr war Ferrari bei den Tests zunächst am Schnellsten, während Mercedes einen Stolper-Start erwischte. Heute drehte Mercedes mit 174 Runden (über 810 Kilometer) mehr Umläufe als alle anderen Teams.
Eine kleine Überraschung gab es auf Rang drei. Dieser Platz ging nämlich an das Mercedes-Kundenteam Racing Point mit Sergio Pérez am Steuer. Der neue Racing Point-Mercedes wurde erst heute auf der Strecke vorgeführt – und wirkt wie eine 1:1-Kopie des Mercedes. Mehr dazu in unserer Hintergrundgeschichte HIER.

Max Verstappen drehte sich drei Mal

Wie sieht es bei den anderen Topteams aus? Red Bull kam mit Max Verstappen immerhin auf Rang vier. Allerdings drehte sich der Niederländer gleich drei Mal. Entweder muss Verstappen noch etwas Winterrost abschütteln. Oder aber der Red Bull ist nicht unbedingt gutmütig zu fahren.
Für Belustigung sorgten die Ferrari-Mechaniker, die sich vor der Box wie eine Stellwand positionierten. Denn richtige Abdeckwände, damit die Konkurrenten keine Details mehr erhaschen kann, sind nicht mehr erlaubt. Aber ob die Konkurrenz überhaupt bei Ferrari abschauen will? Charles Leclerc landete heute nur auf Rang elf.
Der Monegasse sprang für den erkrankten Sebastian Vettel ein, der eigentlich für heute an der Reihe war. Leclerc kopierte Vettel und schrieb sich allerhand Infos über den Ferrari SF1000 in sein Notizbuch. Zumindest von den Zeiten her wahrscheinlich nicht nur Positives...
Insgesamt rückte das Feld zusammen und präsentiert sich erstaunlich zuverlässig. Alle Teams drehten über 100 Runden. Renault hatte ein Leck in der Antriebswelle zu verzeichnen, konnte das nach der Mittagspause aber rasch beheben. Nur eine kleine Kinderkrankheit.
Viele Teams zeigten komplett neue Entwicklungen, die bei den Präsentations-Fahrzeugen noch nicht zu sehen waren. Ferrari brachte zum Beispiel einen neuen Frontflügel mit anders geformten Blättern, Red Bull eine riesige Finne am Unterboden.
Der erste Fahrer auf der Strecke, George Russell, landete am Ende übrigens auf Rang neun. Für Williams ist das ein Fortschritt: Im Vorjahr verpassten sie noch die ersten 2,5 Testtage, weil ihr Fahrzeug noch nicht fertig war.
Ergebnis erster Testtag in Barcelona
1. Lewis Hamilton (Mercedes): 1:16.976 Minuten (C2 Reifenmischung)
2. Valtteri Bottas (Mercedes): 1:17.313 (C3)
3. Sergio Perez (Racing Point-Mercedes): 1:17.375 (C3)
4. Max Verstappen (Red Bull-Honda): 1:17.516 (C3)
5. Daniil Kvyat (Alpha Tauri-Honda): 1:17.698 (C2)
6. Carlos Sainz (McLaren-Renault): 1:18.001 (C2)
7. Daniel Ricciardo (Renault): 1:17.873 (C3)
8. Esteban Ocon (Renault): 1:18.004 (C3)
9. George Russell (Williams-Mercedes): 1:18.168 (C3)
10. Lance Stroll (Racing Point-Mercedes): 1:18.282 (C2)
11. Charles Leclerc (Ferrari): 1: 18.289 (C3)
12. Nicholas Latifi (Williams-Mercedes): 1:18.382 (C4)
13. Robert Kubica (Alfa Romeo-Ferrari): 1:18.386 (C3)
14. Kevin Magnussen (Haas-Ferrari): 1:18.466 (C3)
15. Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo-Ferrari): 1:20.096 (C3)

Formel 1: erster Test in Barcelona 2020

Fotos: Picture Alliance; F1

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