Nach Max Verstappens deutlicher Bestzeit im ersten Katar-Training, meldet sich Mercedes in Person von Valtteri Bottas in der zweiten Freitagssession unter Flutlicht zurück: 1:23.148 Minuten benötigt der Finne für seine schnellste Runde auf der Wüstenpiste, auf der die Formel 1 2021 erstmals fährt - und liegt damit exakt dreieinhalb Zehntel vor WM-Spitzenreiter Verstappen.
Ob er nach der Niederlage von Brasilien im drittletzten Saisonrennen wieder zurückschlagen kann, will der Holländer nach Tag eins noch nicht beantworten: "Dafür ist es noch etwas zu früh. Wir müssen uns jetzt erstmal noch viele Dinge anschauen, weil hier alles so neu ist. Heute war es vor allem einmal wichtig, zu verstehen, wie das Auto reagiert", erklärt Verstappen, der am Ende als Dritter abgewunken wird.
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Eine Position dahinter reiht sich WM-Rivale Lewis Hamilton ein, dem 0,422 Sekunden auf die Bottas-Bestzeit fehlen. "Ich weiß nicht wie groß der Rückstand ist, aber ich liege zurück. Ich bin definitiv nicht nah dran heute", erklärt Hamilton, der bereits im ersten Training Probleme beklagt und sich mit dem neuen Kurs in Losail noch schwer tut - anders als Stallgefährte Bottas: "Das war ein idealer Start ins Wochenende auf einer neuen Strecke. Wir haben gleich mit einem sehr guten Setup losgelegt und danach nur noch wenig ändern müssen", sagt der Finne.
Auch beim Blick auf die Longruns sticht am Freitag vor allem Bottas heraus: Mercedes' Nummer-zwei-Pilot zeigt mit durchschnittlichen Zeiten von 1:27.6 Minuten auf dem Medium-Reifen auch nach neun Runden noch deutlich bessere Pace als Hamilton und Verstappen (jeweils 1:28.2 Min.) auf den roten Softs. Trotz weniger abgespulter Runden (Hamilton: sechs; Verstappen: vier) brechen die Zeiten auf den weichen Pneus deutlich früher ein.
Max Verstappen tastet sich noch an den neuen Kurs ran
Für die Teams vor allem auf Grund der fehlenden Vergleichsdaten bei der Katar-Premiere eine wichtige Information mit Blick auf die Rennstrategie: "Die Reifen überhitzen hier schnell. Es wird im Rennen sehr schwer, dem Vordermann zu folgen", erklärt Ex-Weltmeister Damon Hill, der nach den Trainingseindrücken daraus schlussfolgert: "Ich sehe nicht wirklich, wie man hier überholen will. Das wird deutlich schwerer als zuletzt in Brasilien."
Die große Überraschung am Freitag in Katar ist Pierre Gasly. Der Franzose fährt gleich in beiden Trainings die zweitschnellste Zeit. Mit nur 0,209 Sekunden Rückstand kommt er Bottas am nächsten. AlphaTauris starke Form bestätigt auch Rookie Yuki Tsunoda: Mit knapp einer halben Sekunde Rückstand sortiert sich der Japaner als Siebter ein und damit direkt vor Sergio Perez im zweiten Auto von Hauptteam Red Bull.
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Sebastian Vettel und sein Aston-Martin-Team erleben im zweiten Training ebenfalls einen Aufschwung. Der Deutsche wird Neunter, Teamkollege Lance Stroll schafft es sogar auf die sechste Position. Für Unmut und verärgerte Handzeichen bei Vettel sorgt jedoch der Verkehr: Erst steht dem Heppenheimer Weltmeister Hamilton im engen Infield im Weg, dann Red-Bull-Pilot Perez.
Vettels Landsmann Mick Schumacher ist im zweiten Freitagstraining bei Haas indes ganz auf sich alleine gestellt. Teamkollege Nikita Mazepin kann nicht an der Session teilnehmen, weil nach einem wilden Ausritt über die Kerbs in der ersten Sitzung das komplette Chassis des Russen gewechselt werden muss. Schumacher beendet Tag eins in der Wüste von Katar mit 2,427 Sekunden Rückstand als 19. und Vorletzter.

Formel 1 Grand Prix von Katar - 2. Freies Training:

1. Valtteri Bottas (Finnland) - Mercedes 1:23,148 Min.
2. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpha Tauri +0,209 Sek.
3. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,350
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,422
5. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +0,484
6. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +0,557
7. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri +0,587
8. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,639
9. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Aston Martin +0,872
10. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,885
11. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine +0,893
12. Fernando Alonso (Spanien) - Alpine +0,908
13. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +0,947
14. Daniel Ricciardo (Australien) - McLaren +0,987
15. Kimi Räikkönen (Finnland) - Alfa Romeo +1,483
16. George Russell (Großbritannien) - Williams +1,806
17. Antonio Giovinazzi (Italien) - Alfa Romeo +1,924
18. Nicholas Latifi (Kanada) - Williams +2,061
19. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) - Haas +2,427
20. Nikita Mazepin (Russland) - Haas - keine Zeit

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Von

Frederik Hackbarth