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Formel 1: Training zum USA GP in Austin

Hamilton Schnellster, Ferrari in Nöten

Lewis Hamilton hat bei seiner Trainingsbestzeit Schützenhilfe - der Longrun des Mercedes-Stars schockt vor allem Ferrari, die mit den Reifen kämpfen.
Der Titelgewinn in Austin ist für Lewis Hamilton reine Formsache. Nur vier Punkte fehlen dem Mercedes-Star zum sechsten WM-Triumph. Die Chancen, diesen mit einem Sieg gebührend zu feiern, stehen nach den ersten Freitagstrainings auf dem Circuit of the Americas gut.
Mit einer Zeit von 1:33,232 Minuten ist Hamilton im zweiten Freien Training Schnellster, 0,301 Sekunden vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und Max Verstappen im Red Bull, der sich nur weitere 14 Tausendstel dahinter einsortiert.
Alle Zeiten und Zahlen hier: Ergebnisse im Überblick
Die anderen Fahrer der Top-Teams können mit dem Top-Trio nicht mithalten: Sebastian Vettel hat als Vierter schon 0,658 Sekunden Rückstand, Hamiltons letztem WM-Rivalen und Teamkollegen Valtteri Bottas fehlen gar 0,813 Sekunden. Alex Albon rundet die Top-6 im zweiten Red Bull ab, allerdings mit über einer Sekunde Rückstand.
Sorge wegen Bodenwellen: Fahrer kritisieren Streckenbelag
Kleiner Bonus für Hamilton: Auf seiner schnellsten Runde mit weichen Reifen hat der Brite Windschatten von Robert Kubicas Williams, gewinnt so ein paar Zehntel. Doch: Nicht nur auf dieser einen Runde war der Silberpfeil pfeilschnell. Die starken Longruns bereiten vor allem Ferrari Sorge.
Nachdem ihm sein Ingenieur am Funk Hamiltons durchschnittliche Zeiten auf Soft-Reifen mitteilt, antwortet Leclerc ernüchtert: "Keine Chance, dass ich das auch schaffe." Der Blick auf die Zahlen stützt diesen Eindruck. Während Hamilton über acht Runden auf durchschnittliche 1:39,8-er Zeiten kommt, pendelt sich Leclerc über die gleiche Distanz bei 1:40,2 ein.
Verstappen teilt gegen Hamilton/Vettel aus: "Dumm und respektlos"

Nur Verstappen konnte mit Hamiltons Pace mithalten

Mitreden kann im Kampf um die Spitze aber Red Bull. Verstappen ist im Schnitt mit 1:39,7 sogar noch eine Zehntel schneller als Hamilton, allerdings über einen Umlauf weniger.
"Red Bulls Problem wird aber sein, dass sie im Qualifying nicht mit der Extra-Power von Ferrari und Mercedes mithalten können", urteilt Experte Anthony Davidson. Der Ex-F1-Pilot glaubt auch: "Je mehr mittelschnelle Kurven es gibt, wo es um die Downforce des Autos geht, desto besser für Mercedes."
Hier offenbart sich Ferraris Problem: "Ferrari hat hier größeren Reifenverschleiß wegen ihres Downforce-Konzepts", erklärt TV-Experte Karun Chandhok.
Vettel, der sich kurz vor Ende der Session einen Dreher in Kurve 14 leistet, bestätigt: Ferrari kämpft mit der "schwierigen" Streckencharakteristik, auf der alle Kurventypen vertreten sind: "Zu Beginn der Runde die schnellen, nach der langen Geraden die langsamen und am Schluss die mittelschnellen. Es ist nicht ganz einfach, hier die perfekte Balance zu finden", sagt der Deutsche.
Für den Samstag macht sich Vettel weniger Sorgen: "Im Qualifying sind wir mittlerweile auf jeder Strecke bei der Musik. Aber im Rennen tun wir uns noch schwerer, da verlieren wir zu viel Zeit in den Kurven und nehmen die Reifen zu hart ran."
Der zweite Deutsche im Feld, Nico Hülkenberg, beendet das Training im Renault als 13., zwei Plätze hinter Teamkollege Daniel Ricciardo. Schlecht läuft die Session beim Heimspiel seines Haas-Rennstalls für Romain Grosjean. Der Franzose versenkt sein Auto schon nach einer Viertelstunde in Kurve fünf in der Bande (s. Video unten), sorgt für eine rote Flagge und hat vorzeitig Feierabend.
Noch schlimmer erwischt es Sergio Perez: der Racing-Point-Pilot muss den Grand Prix am Sonntag zur Strafe aus der Box starten, weil er im zweiten Training einer Aufforderung der Stewards zum Wiegen nicht nachkommt.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / F1 TV

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