WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton lässt sich auch von seiner Hypothek nicht aus der Ruhe bringen: In der Startaufstellung zum Türkei GP muss der Brite nach dem Tausch seines Verbrennungsmotors um zehn Startplätze zurück. Mit der Bestzeit im Qualifying minimiert er den Schaden seiner Rückversetzung aber maximal, startet als Elfter in den Grand Prix.
Die Pole erbt unterdessen Teamkollege Valtteri Bottas, der sich hinter Hamilton im Qualifying um zwei Zehntel gegen Max Verstappen durchsetzt. "Ein gutes Teamresultat", kommentiert der Finne.
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Auch Hamilton zeigt sich zufrieden: "Ich bin sehr happy mit der Performance. Es war eine kniffelige Session, gab noch nasse Stellen auf der Strecke und war schwer, die Reifen auf Temperatur zu bringen." Über seine Aufholjagd am Sonntag sagt der Brite: "Ich werde alles geben. Es ist nicht die beste Strecke zum Überholen, wird also schwer morgen, vor allem weil alle auf den gleichen Reifen sind. Aber vielleicht geht was auf der langen Gegengeraden."
Max Verstappen startet von der zweiten Position in den Türkei Grand Prix
WM-Widersacher Max Verstappen, der aktuell zwei Zähler hinter Hamilton liegt, gibt sich nach dem schwachen Freitag erleichtert. "Im Vergleich zu Gestern haben wir gut die Wende geschafft. Die Runden waren ganz gut, nur auf der letzten haben wir auf den Geraden vielleicht etwas liegen lassen", sagt Verstappen. "Die Zeit für die Pole war aber nicht drin, insofern haben wir das Maximum rausgeholt heute. Morgen starte ich als Zweiter und im Rennen sollte unsere Pace etwas besser sein. Dann will ich so viele Punkte holen wie möglich."
Platz vier im Qualifying geht an Charles Leclerc, der Ferraris starkes Tempo im Instanbul Park unterstreicht. Pierre Gasly im AlphaTauri und Alpine-Altmeister Fernando Alonso runden die Top-6 ab.
Gemischte Gefühle gibt es bei den deutschen F1-Stars: Sebastian Vettel verpasst als Elfter knapp die Top-10, muss sich außerdem hinter Aston-Martin-Teamkollege Lance Stroll einsortieren - zwei Zehntel fehlen ihm auf den Kanadier. Durch die Hamilton-Strafe startet er immerhin als Zehnter.
Eine starke Leistung zeigt Mick Schumacher. Der Deutsche qualifiziert sich im Haas zum zweiten Mal nach Le Castellet für Q2 - damals konnte er nach einem Crash aber nicht am zweiten Quali-Segment teilnehmen. In Istanbul rast Schumi Jr. auf den 14. Startplatz.
Zunächst profitiert er davon, dass McLaren auf abtrocknender Strecke bei Daniel Ricciardo das Timing für den letzten Run verpatzt, der Aussie scheidet als 16. vorzeitig aus. In Q2 landet Schumacher dann auch vor Ferrari-Pilot Carlos Sainz. Weil beim Spanier der Motor gewechselt wird und er von hinten losfahren muss, verzichtet er auf eine schnelle Runde. Kurios: Auch vor zwei Wochen in Sotschi startete Schumacher als 14. von der besten Startposition seiner F1-Karriere, damals aber bedingt durch diverse Strafversetzungen für die Konkurrenz.
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Für die Mega-Runde in Q1 bekommt Schumi Jr. sogar ein weltmeisterliches Lob: "Er sollte wirklich sehr stolz auf sich sein. Wir haben das ganze Jahr über gesehen wie schwer dieses Auto zu fahren ist, vor allem bei diesen Bedingungen. Da hat Mick echt ganz schön einen aus dem Hut gezaubert", lobt Ex-Champion Jenson Button.

Formel 1 Grand Prix der Türkei
Qualifying

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 1:22,868 Min.
2. Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes +0,130 Sek.
3. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull +0,328
4. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +0,397
5. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri +0,458
6. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine +0,609
7. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +0,838
8. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +1,086
9. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +1,437
10. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri +1,500
11. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin 1:24,795
12. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine 1:24,842
13. George Russell (Großbritannien) – Williams 1:25,007
14. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas 1:25,200
15. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 1:25,177
16. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren 1:25,881
17. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams 1:26,086
18. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo 1:26,430
19. Kimi Räikkönen (Finnland) – Alfa Romeo 1:27,525
20. Nikita Masepin (Russland) – Haas 1:28,449

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Von

Frederik Hackbarth