Auf dieses Missgeschick hätte Mick Schumacher gerne verzichtet: “Ich bin okay. Es tut mir leid”, sagt der Deutsche am Funk zu seinem Ingenieur, nachdem er den Haas 17 Minuten vor Ende des dritten Trainings auf dem Hungaroring in Kurve elf unsanft in den Reifenstapeln versenkt. Mit zerknirschter Stimme fügt Schumacher an: “Ich weiß schon, was das heißt.”
Was der Rookie meint: Eine Teilnahme am Qualifying zum Ungarn GP (live ab 15 Uhr auf Sky) ist für Schumacher fast ausgeschlossen. Nur zwei Stunden liegen zwischen dem dritten Training und dem Zeittraining – zu wenig Zeit für die Mechaniker, den stark beschädigten Haas zu reparieren. Ein Szenario, das Schumacher bereits vom Monaco GP kennt. Auch da kostete ihn ein Unfall im Abschlusstraining die Teilnahme am Qualifying.
Hinweis
Formel 1 mit dem SKY Supersport Ticket erleben
Ex-Weltmeister Nico Rosberg analysiert bei Sky den Schumacher-Crash: “Schon der Weg hin zum Crash war unsauber. Zwei Kurven davor ist er mit den Rädern neben die Strecke gekommen, dann sind die Reifen schmutzig. Selbst in der leichten Linkskurve hat er dann Untersteuern.” Anschließend folgt der schnelle Rechtsknick in Turn elf. “Da verliert er das Heck komplett, der Einschlag war schon heftig. Die Kurve geht hier fast voll, im Haas allerdings weniger”, so Rosberg.
Mick Schumachers Haas ist nach dem Crash kaputt
Die Session auf dem Hungaroring wird nach dem Schumacher-Unfall mit der roten Flagge unterbrochen. Zehn Minuten vor dem Ablauf der Uhr erfolgt die Freigabe: Mercedes-Mann Valtteri Bottas, der bis zu diesem Zeitpunkt an der Spitze liegt, wird dann noch von den beiden WM-Rivalen überflügelt: Lewis Hamilton hat dabei das bessere Ende für sich, fährt mit einer Zeit von 1:16.826 Minuten auf weichen Reifen die Bestzeit, 88 Tausendstel vor Max Verstappen. Der Holländer ist nur im ersten Sektor schneller, die Sektoren zwei und drei gehören indes Hamilton.
Hinweis
Formel 1 in der Übersicht bei SKY Q
Hinter den Top-3 reihen sich die Ferrari von Carlos Sainz und Charles Leclerc ein, noch vor McLarens WM-Dritten Lando Norris. Sebastian Vettel kommt im Aston Martin nicht über den 13. Rang hinaus. Mick Schumacher wird trotz seines Unfalls am Ende auf der 19. Position gewertet, noch vor Haas-Teamkollege Nikita Mazepin.

Ergebnis, 3. Freies Training zum Ungarn GP, 31.7.2021:

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 1:16,826 Min.
2. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull +0,088 Sek.
3. Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes +0,229
4. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +0,671
5. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +0,694
6. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +0,946
7. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +1,091
8. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren +1,116
9. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine +1,166
10. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +1,224
11. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri +1,289
12. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +1,348
13. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin +1,409
14. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri +1,635
15. Kimi Räikkönen (Finnland) – Alfa Romeo +1,857
16. George Russell (Großbritannien) – Williams +1,968
17. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams +1,995
18. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo +2,287
19. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas +2,580
20. Nikita Masepin (Russland) – Haas +3,107

Formel 1 im TV

2021 läuft die Formel 1 bei Sky. Der Sender richtet für die neue Ära eigens einen TV-Sender ein: Sky Formel 1. Hier gibt es 24 Stunden am Tag Motorsport. Alle Trainingssitzungen, alle Qualifyings, alle Rennen immer live und ohne Werbeunterbrechung. Dazu überträgt Sky auch die Rahmenrennen Formel 2, Formel 3 und den Porsche Supercup. Auf dem Programm stehen zudem historische Rennen und Sondersendungen. Mehr Infos dazu finden Sie HIER

Von

Frederik Hackbarth