Heute gilt Sebastian Vettel (34) als „Mister Vernunft“ der Formel 1. Er setzt sich für Klima- und Umweltschutz ein, für Gleichberechtigung und Diversität. Bei Aston Martin soll er das Team in eine erfolgreiche Zukunft führen. Der Heppenheimer ist erwachsen geworden und kämpft für mehr als nur den eigenen Erfolg.
„Ich bin kein Lehrer, aber ich mag es, mit den Leuten über das Leben auf unserem Planeten zu sprechen, über unsere Zukunft und die Umwelt. Und darüber, warum es meiner Ansicht nach wichtig ist, dass wir etwas tun“, verrät er in einem Video der Formel 1, in dem er gemeinsam mit Mick Schumacher (22) „Yenga“ spielt.
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Doch es gab auch den Rock´n´Roller Sebastian, den Bruder im Geiste seines besten Rennfahrerkumpels Kimi Räikkönen. Vettel überrascht im Video gegenüber Mick Schumacher mit folgender Aussage: „Die beste Party hatte ich beim 30. Geburtstag.“ Soweit, so normal. Doch das, was danach kam, ist kurios.
„Normalerweise feiere ich das nicht so groß, aber ich dachte mir, dass 30 etwas Spezielles ist. Ich war in bester Laune, wenn du weißt, was ich meine“, erklärt Vettel Schumi junior augenzwinkernd, und deutet mit einer unmissverständlichen Geste an, dass er dabei auch tief ins Glas geschaut hat.
Das Problem: „Am nächsten Tag musste ich zur FIA wegen des Zwischenfalls in Baku, als ich sauer auf Lewis Hamilton war, weil er fast anhielt und ich ihm reingefahren bin.“
2017 brannten bei Vettel in Baku die Sicherungen durch.
Vettel mit Restalkohol in der Mangel von FIA-Präsident Jean Todt? Hintergrund: In Baku verlor der damalige Ferrari-Star 2017 die Nerven, weil Mercedes-Gegner Lewis Hamilton kurz vor Schluss einer Safetycar-Phase Vettels Meinung nach zu stark verlangsamt hatte. Der Deutsche übte anschließend Selbstjustiz und fuhr Hamilton mit seinem Ferrari seitlich ins Auto – mit voller Absicht!
Die Konsequenz für den Ungehorsam auf der Rennstrecke von Aserbaidschan: Vettel wurde vor die FIA-Richter nach Paris zitiert, kassierte nach einer öffentlichen Entschuldigung für die Szene drei Strafpunkte. Zeugen der Anhörung indes sprachen von einem locker aufgelegten Vettel, dessen Verteidigungsargumente leicht und flüssig aus seinem Mund kamen.
Fest steht: Mick Schumacher sollte sich in diesem Fall kein Vorbild an Vettel nehmen. Ansonsten ist der Hesse derzeit Schumachers engster Vertrauter im Fahrerlager.
Die väterlich-freundschaftliche Beziehung der beiden begann 2011. Damals lernte Schumi junior den frischgebackenen Weltmeister Vettel im Flieger kennen. Mick: „Meine erste Erinnerung an Sebastian war, als ich mit meiner Familie in Urlaub geflogen bin. Er und seine Freundin haben uns damals im Flugzeug begleitet, weil wir dasselbe Ziel hatten. Wir haben ,Angry Birds‘ auf seinem iPad gespielt.“
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Mittlerweile fahren beide gemeinsam in der Formel 1. Und Vettel lobt seinen Schützling. „Jeder weiß, dass der Haas das schwächste Auto im Feld ist. Und trotzdem Ruhe zu bewahren, Konstanz zu zeigen und auch die Motivation zu behalten. Wir sind öfter im Austausch, und ich glaube, er hat das ganze Team vorangetrieben, auch wenn die Ausgangslage nicht einfach ist.“

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Von

Bianca Garloff