Grün war die Hoffnung, doch im Großen Preis von Bahrain sah Sebastian Vettel (33) auch im Aston Martin-Mercedes wieder Rot. Sein Fazit nach dem ersten Grand Prix des Jahres in Bahrain: letzter Startplatz, Rang 15 im Rennen, ein selbstverschuldeter Unfall mit Esteban Ocon (Alpine), eine Zeitstrafe von zehn Sekunden und fünf Strafpunkte.
Los ging der schwarze Sonntag schon rund um die Mittagszeit. Da musste der Heppenheimer zu den Rennkommissaren. Hintergrund: Im Qualifying am Samstag blieb er trotz eines Drehers von Nikita Mazepin direkt vor seinen Augen auf dem Gas. Ein Fehler. Die Rennstewards hätten sich gewünscht, dass der Aston Martin-Neuzugang bei einem solchen Vorfall seine schnelle Runde abbricht und urteilen entsprechend hart: Vettel muss fünf Startplätze zurück ans Ende des Feldes und bekommt drei Strafpunkte aufs bis dato leere Konto.
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Der Start verläuft noch vielversprechend. Vettel kämpft sich vor auf Rang 14, ist in spannende Duelle verwickelt. Unter anderem wehrt er sich lange erfolgreich gegen F1-Rückkehrer Fernando Alonso im Alpine, bis ein Verbremser auf abbauenden Reifen den Zweikampf unfreiwillig beendet. Alles nicht so schlimm. Vettel ist als einer der wenigen Fahrer auf einer Einstopp-Strategie unterwegs, schont Gummi und Material und hat zwischenzeitlich Rang zehn im Visier.
Doch die Rundenzeiten sind schlecht. Erst kassiert Alpha Tauri-Neuling Yuki Tsunoda den Hessen und drängt ihn damit vom virtuellen zehnten Platz. Dann greift Esteban Ocon im Alpine an. Der Franzose schnappt Vettel auf Start-Ziel. Vor der ersten Kurve kommt es zum Auffahrunfall. 
Vettel sieht auch bei Aston Martin Rot
Vettel erlebte in Bahrain ein Wochenende zum Vergessen.
Vettel: „Letztlich war es vielleicht mein Fehler. Ich dachte, er bleibt rechts, aber er kam nach links zurück, da hatte ich dann keinen Abtrieb mehr und habe ihn getroffen.“ Die nächste Fehleinschätzung des Deutschen. Denn nicht Ocon hat die Linie gewechselt, sondern Vettel selbst. Der Crash ähnelt den Auffahrunfällen von Silverstone 2019 (gegen Verstappen) und dem Nürburgring 2020 (gegen Antonio Giovinazzi).
Sky-Experte Timo Glock: „Ich habe mich über das sehr gute Racing mit Alonso gefreut, da hat Seb schon paar clevere Dinge gemacht. Leider Gottes kam dann die Fehleinschätzung, denn Ocon bleibt auf seiner Linie. Seb hat sich verschätzt, fährt nach links voll in den Windschatten und bekommt dadurch blockierende Räder.“
Das sehen auch die Rennkommissare so, brummen Vettel zehn Strafsekunden und zwei weitere Punkte im Rüpel-Register auf. Glock: „Die Strafe ist am Ende gerechtfertigt.“ Der DTM-Star glaubt, dass sein hessischer Kumpel den eigenen Fehler nach Sichtung des Videomaterials einsehen wird. Bei Esteban Ocon hat sich Vettel jedenfalls direkt nach dem Rennen entschuldigt. Glock: „Er weiß schon, dass es auf seine Kappe geht. Er muss das jetzt ausblenden und mit dem Team nach besserer Pace suchen.“
Sagt auch der Heppenheimer selbst: „Wir haben viel gelernt, aber es war sehr schwer. Wir haben eine Einstopp-Strategie probiert, aber dadurch waren wir in viele Zweikämpfe verwickelt, die uns zu viel Zeit gekostet haben. Wir wissen, wo wir uns verbessern müssen.“ Teamkollege Lance Stroll landete ebenfalls auf einem enttäuschenden zehnten Platz.
Allein: Vettel muss jetzt aufpassen, dass er nicht wieder in den Abwärtsstrudel gerät, der ihn schon bei Ferrari erfasst hatte. Immerhin: Sein Aston Martin ist grün – wie die Hoffnung.
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