Michael und Mick Schumacher im Siegerposen-Vergleich

Formel 3: Schumi jr. nach dem Triumph

"Habe immer an Titel geglaubt"

Mick Schumacher hat es geschafft: In Hockenheim krönt er sich vorzeitig zum Formel-3-Champion. Das erste Interview mit dem neuen Meister:
Mick Schumacher, herzlichen Glückwunsch zum Formel-3-Titel, wie fühlen Sie sich als Meister?
Das beste Gefühl, was man haben kann! Man hat ja auch gesehen: Ich bin zu allen gerannt und habe sie in den Arm genommen. Ein extrem schönes Gefühl und sehr emotional. Dass sich die harte Arbeit jetzt auszahlt, ist exzellent. Und es ist unglaublich zu sehen, dass so viele Fans extra für mich gekommen sind.
Ab wann haben Sie an den Titel geglaubt, immerhin hatten Sie zwischenzeitlich schon mehr als 60 Punkte Rückstand?

Mick Schumacher am Ziel: Meister der Formel 3

Ich habe nie aufgehört daran zu glauben und auch an mir selbst dafür zu arbeiten. Als ich in Spa meinen ersten Sieg holte, wusste ich: Jetzt kann ich Hundertprozent Gas geben und mich in weiteren Punkten verbessern. Bei den Starts zum Beispiel oder im Qualifying. Das haben wir dann auch geschafft. Dann das zu schaffen, was man sich als Ziel gesetzt hat, ist ein schönes Gefühl.
Warum hat es in Spa plötzlich Klick gemacht?
Wir haben vorher extrem hart an uns gearbeitet und die Samen gesät. Ein Schwachpunkt von mir war zum Beispiel das Qualifying. Das habe ich versucht zu verbessern. Die Früchte haben wir dann geerntet und durchgezogen. Das ist, glaube ich, eine ganz gute Leistung.
War der Sieg in Spa der Schönste?
Der erste Sieg ist immer der schönste, die anderen waren aber nicht weniger wichtig oder emotional.
Wie haben Sie sich in dieser Saison als Fahrer unter Druck entwickelt?

Riesenjubel am Podest in Hockenheim: Mick feiert

Es gibt immer neue Situationen. Alles, was man mitnehmen kann, sollte man mitnehmen. Ich hatte zum Beispiel noch nie einen Vorsprung in der Meisterschaft und so ein Punktepolster zu verwalten, war neu für mich. Das habe ich dieses Jahr auf jeden Fall gelernt - und auch gesehen, dass ich in Rennen eins vielleicht etwas übermotiviert war.
Nico Rosberg hat mal gesagt: Von Geburt an war es sein Ziel in die Formel 1 zu kommen. War das bei Dir auch so?
Für mich persönlich war immer das Ziel, dass ich Rennen fahren will. Weil es einfach Spaß macht. Und Ziel jedes Rennfahrers ist die Formel 1. Das ist die Königsklasse und sich da gegen die besten zu behaupten, ist das Optimum.
Wie geht es jetzt weiter?
Das werden wir in den nächsten Wochen entscheiden.
Aufgezeichnet von Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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