Der erste Sieger der neuen Formel-E-Generation kommt aus Deutschland: BMW holt in Riad (Saudi-Arabien) im ersten Werkseinsatz auch gleich den ersten Erfolg. Dank Antonio Felix da Costa, der seinen zweiten Sieg nach Buenos Aires 2015 (damals für das Aguri-Team) feiert.
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„Erstes Rennen für unseren BMW i Antriebsstrang, erste Poleposition, erster Sieg – einfach nur Wahnsinn!", freut sich BWM-Motorsportchef Jens Marquardt. "Besser kann man kaum in ein neues Projekt und eine neue Saison starten.“

Die Höhepunkte vom Auftakt hier im Video:

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Formel E
BMW-Pilot Antonio Felix da Costa gewann den Auftakt
Dabei hatte das BMW i Andretti-Team gar nicht das schnellste Auto. DS Techeetah mit Meister Jean-Eric Vergne dominierte das Rennen. Vergne und sein deutscher Teamkollege André Lotterer machten Platz für Platz gut. Als der Franzose die Führung übernahm, kam der Rückschlag: Durchfahrtsstrafe wegen eines technischen Vergehens. Grund ist offenbar, dass Vergne und einige andere Fahrer, die ebenfalls einmal durch die Box fahren mussten und somit viele Plätze verloren, kurzzeitig mehr Leistung als erlaubt abgerufen haben. Die ist im Rennen auf 200 Kilowatt (272 PS) begrenzt. Am Ende wurde Vergne sogar noch Zweiter vor Jerome d‘Ambrosio, Lotterer immerhin Fünfter.
Kritik am Rennen in Saudi-Arabien: Hier klicken
Sieger da Costa: „Es fühlt sich gut an, wieder hier oben zu stehen – nach einer so langen Zeit.Danke an BMW! Das war toller Sport. Die Techeetahs waren sehr schnell. Da müssen wir uns noch was einfallen lassen.“
Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler) kam Rang acht ins Ziel, Maximilian Günther (Dragon) auf Platz 16. Die beiden HWAs müssen noch zulegen. Gary Paffett fiel mit technischen Problemen aus, Stoffel Vandoorne wurde nur 17. Audi Abt Schaefflers zweiter Fahrer Lucas di Grassi kam auf Platz neun, BMWs zweiter Fahrer Alexander Sims wurde 18.
Beim Auftakt der fünften Saison probierte die Formel E übrigens erstmals ein Rennformat aus, das es in über 120 Jahren Rennsport noch nie gegeben hat: Wie bei der Stern-Funktion im Computerspiel „Mario Kart“ mussten die Fahrer einen Attacke-Modus nutzen, der kurzfristig mehr Leistung brachte und so mehr Überholmanöver ermöglichte.
Ergebnis
1. Antônio Felix da Costa (BMW Andretti)
2. Jean-Eric Vergne (DS Techeetah)
3. Jérôme D’Ambrosio (Mahindra)
4. Mitch Evans (Jaguar)
5. André Lotterer (DS Techeetah)
6. Sébastien Buemi (Nissan e.dams)
7. Oliver Rowland (Nissan e.dams)
8. Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler)
9. Lucas di Grassi (Audi Sport Abt Schaeffler)
10. Nelson Piquet jr. (Jaguar)
Fahrerwertung
1. Antônio Felix da Costa (P) 28
2. Jean-Eric Vergne (F) 18
3. Jérôme D’Ambrosio (B) 15
4. Mitch Evans (NZ) 12
5. André Lotterer (D) 11
6. Sébastien Buemi (CH) 8
7. Oliver Rowland (GB) 6
8. Daniel Abt (D) 4
9. Lucas di Grassi (BR) 2
10. Nelson Piquet jr. (BR) 1
11. Sam Bird (GB) 0
12. Robin Frijns (NL) 0
13. Oliver Turvey (GB) 0
14. Felipe Massa (BR) 0
15. Tom Dillmann (F) 0
16. Maximilian Günther (D) 0
17. Stoffel Vandoorne (B) 0
18. Alexander Sims (GB) 0
19. Edoardo Mortara (CH) 0
20. José María López (ARG) 0
21. Gary Paffett (GB) 0
22. Felix Rosenqvist (S) 0
Teamwertung
1. DS Techeetah 29
2. BMW-Andretti 28
3. Mahindra 15
4. Nissan e.dams 14
5. Jaguar 13
6. Audi Sport Abt Schaeffler 6
7. Virgin-Audi 0
8. Nio 0
9. Venturi 0
10. Dragon 0
11. HWA 0

So lief das Qualifying

In keinem der bisher ausgetragenen 45 Formel-E-Rennen hat es geregnet. Und eigentlich war das auch nicht für das Auftaktrennen zur fünften Saison in Riad anzunehmen. Immerhin regnet es in der Wüste Saudi-Arabiens kaum, im Dezember eigentlich nur elf Liter. Doch vor dem heutigen Renntag wurde die Formel E von einem Sturzregen überrascht. Die ersten beiden Trainings mussten daher abgesagt werden – zu nass war die Strecke.
Auch das Qualifying wurde umgebaut. Statt vier Gruppen plus Super Pole wurde das Zeittraining in zwei Gruppen à elf Fahrer ausgefahren. Ohne großes Training davor war ein turbulentes Qualifying sicher: Felix Rosenqvist setzte seinen Mahindra beim Blitz-Comeback als Ersatz für Pascal Wehrlein in die Wand. Maximilian Günther rollte mit seinem Dragon ohne Strom aus.
Formel E
BMW-Pilot Antonio Felix da Costa gewann den Auftakt
Und auf Pole steht Antonio Felix da Costa, im ersten Werkseinsatz von BMW. Die Münchner überzeugten schon bei den Testfahrten mit schnellen Rundenzeiten. Allerdings gibt es noch Zweifel, dass BMW das Tempo auch mit Energiemanagement über das gesamte Rennen halten kann.
Neben da Costa startet wohl José María López aus der ersten Reihe. Tom Dillmann qualifizierte sich zwar für Platz zwei, bestritt aber zu viele Runden.
Bester Deutscher ist André Lotterer (DS Techeetah) auf Rang zehn (wahrscheinlich Startplatz neun). Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler) kam nicht über Rang 18 hinaus, Maximilian Günther (Dragon) wurde 21.