Formel E: ePrix in Bern - Die besten Bilder

Formel E: Mega-Duell in Bern

Streckenblockade mit vier Deutschen

Jean-Eric Vergne gewinnt das Formel-E-Rennen in Bern nach einem harten Kampf mit Mitch Evans. Jetzt ist er klarer Titelfavorit. Massencrash am Start.
Chaos in der Formel E! Schon nach wenigen Metern muss das Rennen abgebrochen werden: Massencrash in der ersten Schikane – und alle vier Deutschen sind mitten drin.
In der ersten Schikane schiebt Maximilian Günther (Dragon/Platz fünf) Pascal Wehrlein (Mahindra/Platz vier) so unglücklich an, dass der Ex-Formel-1-Pilot in die Mauer kracht – und mit Günther im Heck die Straße blockiert. Allerdings: Günther ist unschuldig, wurde ebenfalls von hinten gerammt. Auch André Lotterer (DS Techeehtah) und Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler) stehen im Stau, mit lädiertem Auto. Wehrlein: „Es war klar, dass das passieren wird. So eine Schikane nach dem Start ist einfach nicht sinnvoll. Da kann nur ein Fahrer durch, manche versuchen es aber halt doch zu dritt.“
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Nach dem Crash: Abbruch – und hitzige Diskussionen! Denn neu gestartet wird nicht in der Reihenfolge nach dem Unfall, sondern in der ursprünglichen Startsequenz. Das bringt Lucas di Grassi (Audi Sport Abt Schaeffler) auf die Palme: Lautstark diskutiert er mit den Offiziellen. „Das ist falsch! Wir haben die Runde komplettiert!“

Rückschlag für André Lotterer im Titelkampf

Di Grassi regt sich nicht umsonst auf: Von Platz 19 gestartet war er zum Zeitpunkt des Rennabbruchs schon Achter. Wegen des Neustarts kam er nur auf Rang zehn ins Ziel, liegt jetzt 33 Punkte hinter Tabellenführer Jean-Eric Vergne
Damit geht es zwar mit acht Meisterschaftsanwärtern ins Finalwochenende in New York, wo am 13. und 14. Juli noch 58 Punkte vergeben werden. Aber: Mit seinem dritten Saisonsieg in Bern hat Vergne (DS Techeetah) einen entscheidenden Schritt Richtung Titelverteidigung gemacht. Und: Er wäre der erste Fahrer in der Geschichte der Elektro-Rennserie, der zwei Mal Meister wird.
Den Sieg hat er sich hart erarbeitet. „Ich bin jetzt einfach nur sehr müde. Das war eine harte Woche: letztes Wochenende die 24 Stunden von Le Mans, dann die ganzen Testfahrten im Simulator, jetzt dieses harte Rennen“, erklärte Vergne nach dem E-Prix. Denn da musste er einen harten Kampf mit Mitch Evans (Jaguar) überstehen. Zweimal wehrte Vergne erfolgreich Evans Angriffe im PS-stärkeren Attacke-Modus ab. Und auch der einsetzende Regenschauer in den letzten drei Runden konnten ihn nicht mehr stoppen. Evans: „Ich war wirklich schnell. Aber ich habe einfach keinen Weg an ihm vorbeigefunden.“
Vergne hat mit dem Sieg in Bern auch die Voestalpine Trophy bekommen, eine Auszeichnung für den besten Fahrer der Europa-Rennen in Paris, Rom, Monaco, Berlin und Bern.
Als Dritter kam Lokalmatador Sébastien Buemi (Nissan e.dams) aufs Treppchen. Bester Deutscher war André Lotterer (DS Techeetah) auf Rang vier. Er ist jetzt mit 32 Punkten Rückstand auch der Vergne-Verfolger Nummer eins.
Auch Evans hat noch intakte Titelchancen: Er liegt aber schon 43 Punkte zurück. Ebenso noch im Titelrennen: Antonio Felix da Costa (BMW-Andretti/-48 Punkte), Robin Frijns (Virgin-Audi/-49 Punkte), Sébastien Buemi (-54 Punkte) und Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler/-57 Punkte). Maximilian Günther (Dragon) überzeugte in Bern als Sechster, direkt vor Daniel Abt. Pascal Wehrlein schied mit Technikproblemen aus.
Ergebnis Bern ePrix
1. Jean-Eric Vergne (DS Techeetah)
2. Mitch Evans (Jaguar)
3. Sébastien Buemi (Nissan e.dams)
4. André Lotterer (DS Techeetah)
5. Sam Bird (Virgin-Audi)
6. Maximilian Günther (Dragon)
7. Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler)
8. Alex Lynn (Jaguar)
9. Felipe Massa (Venturi)
10. Lucas di Grassi (Audi Sport Abt Schaeffler)
Fahrerwertung
1. Jean-Eric Vergne (FRA) 130 
2. André Lotterer (GER) 98
3. Lucas di Grassi (BRA) 97
4. Mitch Evans (NZL) 87
5. Antonio Felix da Costa (POR) 82
6. Robin Frijns (NED) 81
7. Sébastien Buemi (SUI) 76
8. Daniel Abt (GER) 73
9. Sam Bird (GBR) 66
10. Jérôme D’Ambrosio (BEL) 65
11. Oliver Rowland (GBR) 63
12. Edoardo Mortara (SUI) 52
13. Pascal Wehrlein (GER) 52
14. Felipe Massa (BRA) 34
15. Stoffel Vandoorne (BEL) 30
16. Alexander Sims (GBR) 24
17. Maximilian Günther (GER) 18
18. Gary Paffett (GBR) 8
19. Alex Lynn (GBR) 8
20. Oliver Turvey (GBR) 6
21. José María López (ARG) 3
22. Nelson Piquet jr. (BRA) 1
23. Tom Dillmann (FRA) 0
24. Felipe Nasr (BRA) 0
25. Felix Rosenqvist (SWE) 0
Teamwertung
1. DS Techeetah 228
2. Audi Sport Abt Schaeffler 170
3. Virgin-Audi 147
4. Nissan e.dams 139
5. Mahindra 117
6. BMW Andretti 106
7. Jaguar 96
8. Venturi 86
9. HWA-Venturi 38
10. Dragon 21
11. Nio 6

Formel E: ePrix in Bern - Die besten Bilder

Diese Berichterstattung wurde unterstützt von der Formel E. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhängigkeit.
 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

Stichworte:

Formel E

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