Gebrauchtwagen: Kombis bis 5000 Euro
Das sind die Gewinner beim TÜV

Kofferträger unter der Lupe: Welche Kombis in der Preisklasse bis 5000 Euro schneiden beim TÜV-Termin am besten ab? Wir stellen sie vor und sagen, worauf beim Kauf zu achten ist.
Bild: Thomas Ruddies

Das Klischee ist klar: Es kündigt sich Nachwuchs an. Deshalb kauft sich Mann oder Frau einen Kombi. Tatsächlich ist ein Kombi das ideale Familienauto, bietet oft mehr Platz als ein SUV. Doch nicht nur für Familien sind die Lademeister attraktiv: Womit transportieren Hundehalter ihre Lieblinge zum Beispiel am bequemsten? Richtig. Wahrscheinlich mit einem Kombi. Oder Menschen mit einem Hobby wie Kitesurfen oder Paragliding? Sie schaffen sich am besten ein Fahrzeug an, in dessen Kofferraum sie ihre sperrigen Sportgeräte verstauen können. Ganz zu schweigen von all denen, die beruflich auf das Platzangebot eines Kombis angewiesen sind. Wir haben uns einmal angesehen, welche empfehlenswerten Modelle der Gebrauchtwagenmarkt im unteren Preissegment bietet.
Für Luxus-Fans: Gebrauchte Edel-Kombis
Zuverlässigkeit für kleines Geld

Der Golf V Variant ist eine Empfehlung. Ärger machen kann aber die Steuerkette des 1.4 TSI.
Bild: Sven Krieger
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Autos bis maximal 5.000 Euro
Wem der Sinn eher nach einem deutschen Fabrikat steht, dem sei der VW Golf V Variant ans Herz gelegt. Die Liste seiner potentiellen Zipperlein ist zwar deutlich länger. Insgesamt ist der Wolfsburger bei der Hauptuntersuchung aber richtig gut. Nach welchen Kombis lohnt es sich außerdem, Ausschau zu halten? Wir haben uns den TÜV-Report 2015 vorgenommen und alle Kombis zusammengestellt, die für 5000 Euro zu haben sind und beim TÜV gut und sehr gut abschneiden. In der Bildergalerie finden Sie alle Modelle mit Stärken und Schwächen!
Die besten Kombis bis 5000 Euro

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Damit Sie beim Gebrauchtwagenkauf keine böse Überraschung erleben, haben wir hier die besten Kombis bis 7500 Euro aus dem TÜV-Report 2017 für Sie zusammengestellt. Alle Modelle mit Stärken und Schwächen!

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Audi A4 (2001 bis 2007): 100 PS (1.9 TDI) bis 420 PS (RS4); ab 2500 Euro • 8 bis 9 Jahre: EM-Quote: 18,2 Prozent (Ø 20,9); durchschnittliche Laufleistung: 143.000 km (Ø 116.000 km) • 10 bis 11 Jahre: EM-Quote: 23,8 Prozent (Ø 27,1); durchschnittliche Laufleistung: 162.000 km (Ø 130.000 km).

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Als Raumwunder geht der A4 nicht durch, aber seine Verarbeitungsqualität lehrt die Konkurrenz das Fürchten. ESP, Front-, Seiten- und Kopfairbags sind Serie. Schon Ende 2004 folgt ein Facelift, das Audi als neue Baureihe B7 verkauft. Markanteste Änderung: der riesige Singleframe-Kühlergrill.

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B6 und B7 federn deutlich straffer als der kommode Vorgänger, fahren sich dafür aber auch exakter. Wichtigste Motorisierungen: zwei 130-PS-Aggregate, die entweder Super oder Diesel verbrauchen. Wichtig zu wissen: Im B6 hatten die Diesel noch keinen Rußfilter, es gibt aber Nachrüstlösungen. Und im B7 war er auch 2005 noch nicht obligatorisch, selbst in den großen 2,7- und 3,0-Liter-V6-Common-Rail-Dieseln nicht.

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Das macht Ärger: Viele Zahnriemenrisse und undichte Förderpumpen beim TDI, defekte Turbolader besonders bei den V6-TDI, verschlissene Kupplungen wegen Schmutz und Wasser im Gehäuse, einfrierende Handbremsseile, defekte Zündspulen beim Vierzylinder-Benziner, undichte Mikroschalter. Und schließlich gibt’s noch die CVT-Automatik namens Multitronic: komfortabel, aber anfällig in Mechanik und Elektronik.
Bild: Toni Bader

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Fahrwerk: Selbst nach elf Jahren wird nur jeder eintausendste Audi A4 wegen Rost von den TÜV-Prüfern gerügt. Auffällig wird der A4 nur in den Bereichen Achsaufhängung und Federn/Dämpfung ab dem neunten Jahr: Ausgeschlagene Querlenkerbuchsen und undichte Stoßdämpfer kommen etwas häufiger vor als beim Durchschnitt der geprüften Fahrzeuge. Allerdings sind die Kilometerlaufleistungen des Mittelklasse-Audi überdurchschnittlich hoch.
Bild: Toni Bader

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Licht: Die Beleuchtung funktioniert vorn wie hinten sehr gut. Bei neun- und elfjährigen A4 ist aber überdurschnittlich häufig das Abblendlicht defekt. Bremsen: Bis auf eine Sache ist der A4 top, selbst nach elf Jahren kommen Mängel an der Bremsanlage nur im Promillebereich vor. Einzige Schwachstelle sind poröse Bremsschläuche, welche bei neun- und elfjährigen doppelt so häufig vorkommen, wie beim Durchschnitt.
Bild: Toni Bader

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Umwelt: Der A4 ist auch im Alter gut zur Umwelt, seine Abgasanlagen sind überdurchschnittlich häufig dicht, er hält die Emissionsgrenzwerte bei der Abgasuntersuchung fast immer ein, zudem verlieren Motor und Getriebe selten Öl.
Bild: Toni Bader

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Fazit: Trotz der hohen Laufleistungen, die typisch für als Dienstwagen genutzte A4 sind, schneidet der Mittelklasse-Audi besser ab als der Durchschnitt. Einzig ausgeschlagene Achsgelenke und undichte Stoßdämpfer kommen ab dem neunten Jahr etwas häufiger vor, B6/B7 haben auch oft poröse Bremsschläuche.
Bild: Thomas Ruddies

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Mercdes C-Klasse (2007 – 2014): 120 PS (180 CDI) bis 507 PS (C63 AMG); ab 7500 Euro • 2 bis 3 Jahre: EM-Quote: 2,9 Prozent (Ø 5,7); durchschnittliche Laufleistung: 57.000 km (Ø 49.000 km) • 4 bis 5 Jahre: EM-Quote: 7,2 Prozent (Ø 10,1); durchschnittliche Laufleistung: 82.000 km (Ø 74.000 km) • 6 bis 7 Jahre: EM-Quote: 12,2 Prozent (Ø 15,2); durchschnittliche Laufleistung: 103.000 km (Ø 92.000 km) • 8 bis 9 Jahre: EM-Quote: 14,7 Prozent (Ø 20,9); durchschnittliche Laufleistung: 112.000 km (Ø 116.000 km).
Bild: Toni Bader

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Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist der S204 qualitativ ein deutlich besseres Auto mit hohem Fahrkomfort und bester Zuverlässigkeit. Die Ausstattungslinien Avantgarde und der AMG tragen den Mercedes-Stern nicht mehr stolz auf der Motorhaube, sondern integriert im Grill. Nur Basis- und Elegance-Fahrer dürfen weiterhin mit Stern auf der Kühlermaske reisen.
Bild: Toni Bader

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Gut gleiten kann die C-Klasse. Das Fahrwerk stellt einen guten Kompromiss zwischen Sport und Komfort dar. Schon die kleinen Motoren sind drehwillig, agil und genügen im Alltag vollauf. Dazu gibt es eine direkte Lenkung und die Übersichtlichkeit stimmt auch. Die Modellpflege kam Anfang 2011. Ergebnis: spürbar verbesserter Qualitätseindruck. Besonders im Innenraum haben Materialien und Anmutung zuvor vermisste Wertigkeit gewonnen.
Bild: Toni Bader

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Das macht Ärger: Lediglich dem Turbo der V6-Diesel wird es mitunter zu warm, und die Feststellbremse löst manchmal etwas träge. Und sonst: Der AUTO BILD-Dauertestwagen, ein fast nackter C 180 Kompressor, hat mittlerweile die übliche Testdistanz viermal erreicht. Probleme? Er schluckt etwas Öl und benötigte eine neue Steuerkette samt Antriebsrädern, aber er fährt tapfer immer weiter im Redaktionsfuhrpark.
Bild: Toni Bader

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Fahrwerk: Der S204 legt eine beeindruckende Bilanz im Bereich Fahrwerk hin: Die Mängelquoten liegen fast allesamt im statistischen Niemandsland. Aber: Kleiner Ausrutscher bei Siebenjährigen, bei 1,9 Prozent sind die Achsgelenke ausgeschlagen (Durchschnitt 1,6 Prozent). Licht: Bei der Beleuchtungsanlage ist meistens alles in Ordnung.
Bild: Toni Bader

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Bremsen: Die einzige Enttäuschung am S204: Bei sieben- und neunjährigen beanstandet der TÜV die Bremsleitungen überdurchschnittlich oft. Aber sonst? Die Fußbremse arbeitet wirkungsvoll, die Bremsschläuche halten länger durch als bei manchem Wettbewerber. Umwelt: Hier kann der S204 glänzen, seine Umweltbilanz ist gut bis sehr gut. Ab sieben Jahren gibt es allerdings teilweise Mängel bei der AU. Selten liegt es am Kat, eher scheitert es an einer defekten Lamdasonde.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Fazit: Es ist ganz klar erkennbar, wie positiv sich Mercedes in Sachen Langzeitqualität entwickelt hat. Die Mängelarmut und Rostresistenz des S204 zeigen eindeutig den Fortschritt gegenüber dem bis Baujahr 2004 rostanfälligen Vorgänger. Typische Mängel sind verschlissene Achsgelenke,gebrochene Federn, rostende Bremsleitungen und einseitig wirkende Parkbremsen.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Mini Clubman (2007 - 2014): 95 PS (One) bis 211 PS (JCW); ab 5500 Euro • 2 bis 3 Jahre: EM-Quote: 4,3 Prozent (Ø 5,7); durchschnittliche Laufleistung: 33.000 km (Ø 49.000 km) • 4 bis 5 Jahre: EM-Quote: 7,1 Prozent (Ø 10,1); durchschnittliche Laufleistung: 54.000 km (Ø 74.000 km) • 6 bis 7 Jahre: EM-Quote: 11,3 Prozent (Ø 15,2); durchschnittliche Laufleistung: 76.000 km (Ø 92.000 km) • 8 bis 9 Jahre: EM-Quote: 14,9 Prozent (Ø 20,9); durchschnittliche Laufleistung: 92.000 km (Ø 116.000 km).
Bild: Christian Bittmann

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Der Clubman ist 24 Zentimeter länger und hat acht Zentimeter mehr Radstand als sein dreitüriger Bruder. Dadurch wächst der Kofferraum, welcher über 2 Türen erreicht wird, um 100 Liter auf nun 260 Liter Kofferraumvolumen an. Und die Passagiere hinten können durch die Portaltür auf der Beifahrerseite nach hinten klettern.
Bild: Christian Bittmann

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Dank Mehrlenker-Hinterachse präzise im Lenkverhalten. Abruptes Gaswegnehmen pariert er mit einem gutmütigen Schwenk nach außen. Wer es übertreibt, den fängt das ESP wieder ein. Doch Achtung: Das elektronische Stabilitätsprogramm gab es anfangs nur gegen Aufpreis. Zum Fahrspaß braucht es natürlich Leistung. Hier empfehlen sich besonders der 120-PS-Benziner und der 110-PS-Diesel. Nach oben ist erst bei 211 PS im John Cooper Works eine Grenze erreicht.
Bild: Christian Bittmann

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Das macht Ärger: Ölverlust. Obwohl die Jungen besser werden, ist er immer noch ein Thema. Kunden klagen über klappernde Panoramadächer und Wassereinbrüche. Bei den PSA-Dieseln und dem Cooper S macht die Steuerkette Ärger.
Bild: Christian Bittmann

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Fahrwerk: Das Ergebnis überzeugt: Abgesehen von den Antriebswellen bei der ersten HU gibt es überhaupt keinen Grund zur Klage. Im Gegenteil: Alles gut, und Rost ist überhaupt kein Thema. Licht: Die Beleuchtung ist nicht so Sache des Mini. Er schwächelt bei der vorderen Beleuchtung und zeigt auch hinten überdurchschnittlich viele Defekte. Diese Auffälligkeiten betreffen aber nur die Drei- bis Fünfjährigen.
Bild: Toni Bader

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Bremsen: Auch hier ist der Mini vorbildlich, abgesehen von leichten Problemen mit den Bremsschläuchen bei der dritten HU. Umwelt: Pechschwarzes Kapitel für den Mini. Bereits bei der ersten HU fallen doppelt so viele Mini wegen Undichtigkeiten durch wie im Schnitt. Motormanagement und AU werden ab sieben Jahren ein Thema.
Bild: Christian Bittmann

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Fazit: Der Mini ist wirklich gut gelungen – zumindest optisch. Leider kann er technisch das Niveau nicht halten. Die Alten (R50) tropfen - entweder am Motor oder Getriebe, zeigen Mängel an der Beleuchtung, rostige Bremsleitungen, Spiel in der Lenkung und Defekte der Abgasreinigung. Beim Nachfolger hat man vieles besser gemacht, das Problem mit dem Ölverlust ist jedoch geblieben.
Bild: Werk

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Opel Astra (2010 - 2015): 87 PS (1.4) bis 200 PS (1.6 Ecotec Turbo); ab 6500 Euro • 2 bis 3 Jahre: EM-Quote: 4,4 Prozent (Ø 5,7); durchschnittliche Laufleistung: 49.000 km (Ø 49.000 km) • 4 bis 5 Jahre: EM-Quote: 7,2 Prozent (Ø 10,1); durchschnittliche Laufleistung: 68.000 km (Ø 74.000 km).
Bild: Christoph Boerries

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Mit 4,70 Metern ist der Sports Tourer fast so lang wie einst ein Omega. Und ebenso schwer: Schon die schwächeren Ausführungen wiegen 1500 Kilogramm. Und trotzdem geht es im Innenraum nicht großzügig zu. Vorne gibt es zwar viel Freiraum auf gut geformten Sitzen, doch im Fond mangelt es an Beinfreiheit. Gerade einmal 500 Liter passen in den Kofferraum, mit umgeklappter Rückbank immerhin 1550 Liter – 40 weniger als beim Vorgänger.
Bild: Christoph Boerries

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Das Fahrwerk überzeugt. Dank langem Radstand und breiter Spur pfeffert der Astra flink um die Kurven, dennoch federt Opels Kompakter nicht übertrieben hart. Auch die Bremsen sprechen bissig an. Der beste Benziner ist der 1.4 Turbo Ecotec mit 120/140 PS. Auf Gasbefehle reagiert er spontan und ist durchzugsstark. Dieselfahrer greifen am besten zum sparsamen 2.0 CDTI Ecotec mit 160/165 PS.
Bild: Christoph Boerries

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Das macht Ärger: Scheinwerfer beschlagen oft aufgrund von eingedrungener Feuchtigkeit. Eine fehlerhafte Software führte zu entladenen Batterien. Wegen defekter Motorsteuergeräte bei den 2.0-CDTI-Modellen kam es zu klemmenden Injektoren. Ein Software-Update beseitigt das Problem. Die Abgasanlage neigt frühzeitig zu Rostbefall. Für Astra der Jahre 2010/2011 gab es einen Rückruf wegen brechender Rückholfedern des Kupplungspedals. Die elektrische Parkbremse kann nach längeren Standzeiten, vor allem bei Feuchtigkeit, festrosten.
Bild: Christoph Boerries

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Fahrwerk: In Sachen Rostvorsorge hat Opel in den letzten Jahren ganze Arbeit geleistet, hier fällt der Astra nicht auf. Ganz anders sieht es bei der Federung/Dämpfung aus. Achsaufhängungen und Antriebswellen sind aber sehr solide. Licht: Die Mängelquoten bei der HU liegen deutlich unter dem Durchschnitt. Defekte Leuchten vorne wie hinten und falsch eingestellte Scheinwerfer sind nur selten ein Problem.
Bild: Toni Bader

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Bremsen: Hier schlägt sich der Astra recht wacker. Die Feststellbremse ist über alle Kritik erhaben. Das gilt ebenso für die Bremsleitungen und die Bremsschläuche, deren Mängelquoten auch im hohen Alter stets deutlich unter dem Durchschnitt liegen. Umwelt: Hier sieht es nicht so rosig aus. Motor und Antrieb leiden überdurchschnittlich oft an Ölverlust. Positiv ist dafür das geringe Mängelaufkommen bei den Abgasuntersuchungen.
Bild: Lena Bartelmess

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Fazit: Keine Frage: Opel hat kapiert und die Qualität drastisch verbessert. Das beweist der Astra J mit überdurchschnittlich vielen mängelfreien Fahrzeugen und relativ wenig erheblichen Mängeln.
Bild: Lena Bartelmess

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Toyota Corolla (2002 - 2007): 90 PS (1.4 D-4D) bis 116 PS (2.0 D-4D); ab 1250 Euro • 10 bis 11 Jahre: EM-Quote: 18,8 Prozent (Ø 27,1); durchschnittliche Laufleistung: 116.000 km (Ø 130.000 km).

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Sprichwörtlich zuverlässig, aber auch schmalbrüstiger als die kompakte Konkurrenz zeigt sich der letzte Corolla. Er ist innen nicht nur kleiner, sondern auch die Sitze sind zierlich. Seit 2003 fährt er mit acht Airbags vor. Das Stabilitätsprogramm ESP gibt es bis Juli 2004 nur für die gehobenen Ausstattungslinien.

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Wenig Spaß macht die unpräzise Lenkung, die Benziner fahren hochtourig und wenig elastisch. Die Diesel schaffen immerhin Euro 4. Insgesamt ist man in diesem Corolla aber komfortabler unterwegs als im Vorgänger (Corolla Typ E11).

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Das macht Ärger: Das sogenannte Saughubsteuerventil ist beim 2.0D- 4D (110 PS) recht häufig Grund für Beschwerden. Zudem ärgern sich viele Corolla-Fahrer über verschlissene Kupplungen beim 1.4. Insgesamt jedoch gibt es weniger Mängel, seit sich Toyota der flackernden Scheinwerfer angenommen hat. Allerdings verhageln zwei Rückrufe die gute Bilanz: 2006 gab es einen wegen ausgeschlagener Lenkspindeln, 2012 Materialfehler an der Lenksäule.

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Fahrwerk: Qualität hat einen Namen - beim Fahrwerk lautet der Toyota: Ob Radaufhängungen, Federn, Stoßdämpfer, Antriebswellen, Lenkgetriebe und -gelenke oder Korrosion – die Mängelquoten kommen nirgends auch nur in die Nähe des Durchschnittswerts. Licht: Beim Corolla machen die Scheinwerfer Probleme. Alles in allem leuchtet er aber gut.

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Bremsen: Die Funktion der Fuß- und Feststellbremse ist beim Corolla ein wunder Punkt. Umwelt: Bei der Abgasuntersuchung fallen nur sehr wenige Corolla durch, auch Ölverlust spielt kaum eine Rolle.

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Fazit: Viele Autofans halten Corolla und Auris für langweilig. Aber beim TÜV beweisen sie regelmäßig, dass Toyota Autos bauen kann. Die hohe Zahl von Fahrzeugen ohne Mängel und die geringe Anzahl als erheblich eingestufter Mängel belegen die Solidität der kompakten Toyota, selbst wenn ihre Kilometerleistung deutlich unter den Durchschnittswerten liegt.

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Toyota Avensis (2003 - 2009): 115 PS (2.0) bis 177 PS (2.2 D-CAT); ab 3000 Euro • 8 bis 9 Jahre: EM-Quote: 17,3 Prozent (Ø 20,9); durchschnittliche Laufleistung: 130.000 km (Ø 116.000 km) • 10 bis 11 Jahre: EM-Quote: 18,1 Prozent (Ø 27,1); durchschnittliche Laufleistung: 137.000 km (Ø 130.000 km).

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Erstmals setzte Toyota voll auf Bosch-Technik, bot außerdem erstmals einen Knieairbag an. Dafür fehlte bei den kleineren Maschinen zunächst das ESP. Das Facelift 2006 brachte dem Avensis eine neue Frontschürze, LED-Blinker in den Außenspiegeln sowie Klarglasleuchten. In der Ausstattung Executive waren Xenon-Scheinwerfer Serie. Die hochwertig wirkende Verarbeitung ist im Detail jedoch wackelig, die Sitze sind zu klein und zu dünn gepolstert.

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Kommod dahingleiten kann der Avensis, sportliches Fahren ist nicht so sein Ding. Wir empfehlen den 1,8-Liter- Benziner mit 129 PS. Wer es spritziger mag, wählt besser die 2.2-D- 4D-D-CAT-Maschine (heißt wirklich so) mit 177 PS.
Bild: Thomas Ruddies

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Das macht Ärger: Eine ganze Menge: Die hakelige Schaltung oder unter grauem Star leidende Xenonscheinwerfer der Jahre 2003 bis 2007 – ihre Projektionslinsen trüben ein. Der ADAC meldet verstopfte Rußfilter und AGR-Ventile sowie defekte Generatoren.

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Fahrwerk: Das schlechteste Ergebnis ist das Vorhandensein von Rost an jedem Tausendsten der acht- bis neunjährigen Avensis – genau Durchschnitt. In allen anderen Punkten wie Radaufhängungen, Federn oder Lenkung ist der Avensis weitaus besser. Licht: Mit dem Avensis sehen Sie schlechter – die Scheinwerfer machen in allen Jahrgängen zu viele Probleme, ab der zweiten HU auch die Rückleuchten. Besser: die Lichteinstellung und die Blinker.
Bild: Toni Bader

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Bremsen: Die Wirkung der Betriebsbremse müssen die Prüfer am Avensis nur selten monieren, eher steht die Feststellbremse in der Kritik: Beim T25 liegen ihre Mängel signifikant über dem Durchschnitt. Sonst alles gut. Umwelt: Auspuffanlage? Vorbildlich solide. Abgasuntersuchung? Nur selten ein Problem. Umweltschäden wegen Ölverlust? Doch nicht beim Avensis! In diesem Kapitel beweisen sich die Mittelklasse-Toyota als wahre Umweltengel – der grüne Daumen geht hoch!
Bild: Toni Bader

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Fazit: Wären da nicht die leidigen Probleme mit den Scheinwerfern, gäbe es gar nichts zu kritisieren. Vor allem die Solidität des Fahrwerks beeindruckt, da können sich einige Premiumhersteller noch eine Scheibe abschneiden. Wer also mit dem unfassbar biederen Image dieser Vorzeige-Euro-Japaner leben kann, macht einen guten Fang.
Bild: Thomas Ruddies

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VW Golf (2007 - 2009): 80 PS (1.4) bis 200 PS (2.0 TSI) • 10 bis 11 Jahre: EM-Quote: 23,6 Prozent (Ø 27,1); durchschnittliche Laufleistung: 125.000 km (Ø 130.000 km).
Bild: Toni Bader

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Erst 2007 brachte VW den Variant für den bereits 2003 erschienen Golf 5. Größer als sein Vorgänger, um den Anschluss an die geräumigere Konkurrenz wiederzufinden; komplett neu konstruiert mit einer hochmodernen Vierlenker-Hinterachse, die Fahrdynamik und Komfort zuträglich sein soll. Nicht mehr ganz so gediegen: die Verarbeitung.
Bild: Toni Bader

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Fahren wie ein Golf, das genügt als Lob. Motortipps: den 1,6-Liter-Benziner für alle Fälle, aber bitte nicht als FSI, der mag kein E10. Sonst TDI für Langstreckler. Seit 2006 bereichern Downsizing-Benziner das Angebot, die als TSI niedrigen Benzinverbrauch mit dem Drehmoment eines TDI verbinden.
Bild: Toni Bader

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Das macht Ärger: Die Steuerkette des 1.4 TSI, die Fünfgang-Schaltgetriebe von 1.4, 1.6 und TDI, von außen durchgegammelte Wasserkühler, Schäden am Bremsdruckgeber, poröse Zündkabel, defekte Zündspulen und kontaktgestörte Zündschlösser. Interne Serviceaktionen betrafen Radios, die ausgeschaltet Strom zogen, und defekte Luftzusatzheizungen des TDI. Bei diesen Motoren gibt es auch gelegentlich Probleme mit undichten Pumpe-Düse-Elementen sowie defekten Turboladern.
Bild: Sven Krieger

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Fahrwerk: Rost kennt der Golf so gut wie gar nicht. Dafür fallen die Antriebwellen häufiger mit erheblichen Mängeln auf. Licht: Das Kapitel Licht meistert der Golf 5 deutlich besser als die meisten geprüften Fahrzeuge. Das Abblendlicht ist in der Regel korrekt eingestellt und blendfrei. Kaum Probleme macht die vordere Beleuchtung, das Gleiche gilt für die Heckleuchten.
Bild: Toni Bader

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Bremsen: Bei der Bewertung der Fußbremsenwirkung gibt es keine Schwächen. Die Bremsleitungen sind rostfrei, nur die Bremsschläuche fallen auf und werden doppelt so häufig bemängelt. Die Mängelquote der Bremsscheiben ist besser als der Durchschnitt. Umwelt: Die AU besteht der Golf meistens klaglos. Probleme mit dem Motormanagement treten ebenfalls kaum auf. Die Auspuffanlagen sind solide und präsentierten sich bis ins hohe Alter als weitestgehend unauffällig. Gammel oder Undichtigkeiten können die TÜV-Prüfer hier nur selten feststellen.
Bild: Sven Krieger

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Fazit: Ganz frei von Mängeln ist selbst Deutschlands Gebrauchtwagen Nummer eins nicht. Aber alles in allem macht der Golf seine Sache gut. Dass die TÜV-Prüfer die Plakette aufgrund von erheblichen Mängeln verweigern, kommt deutlich unter Durchschnitt vor. Entsprechend ist die Quote mängelfreier Fahrzeuge besser als bei anderen. Der Golf ist beim TÜV eine sichere Bank.
Bild: Sven Krieger

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VW Golf (2009 - 2013): 80 PS (1.4) bis 160 PS (1.4 TSI); ab 6500 Euro • 4 bis 5 Jahre: EM-Quote: 7,6 Prozent (Ø 10,1); durchschnittliche Laufleistung: 73.000 km (Ø 74.000 km) • 6 bis 7 Jahre: EM-Quote: 10,5 Prozent (Ø 15,2); durchschnittliche Laufleistung: 93.000 km (Ø 92.000 km) • 8 bis 9 Jahre: EM-Quote: 15,8 Prozent (Ø 20,9); durchschnittliche Laufleistung: 117.000 km (Ø 116.000 km).
Bild: Sven Krieger

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Mehr Golf-V-Facelift als neues Modell, da wichtige Abmessungen vom Vorgänger übernommen wurden. Die meisten Fahrwerksteile haben identische Ersatzteilnummern. Klima gehört zur Serie, und ein Knieairbag ergänzt die Sicherheitsausstattung. Bei den Motoren wurden alle Diesel auf das laufruhigere Common-Rail-Einspritzverfahren umgestellt, bei den Benzinern kamen weitere sparsame TSI-Versionen hinzu.
Bild: Sven Krieger

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Komfortabel ist er und dabei nicht unsportlich. Meistverkaufter Motor ist der 1.4 mit 80 PS. Es gibt etliche Benziner, Diesel und auch einen Autogasantrieb. Als Golf für alle Fälle empfiehlt sich der 1.4 TSI mit 122 PS.
Bild: Sven Krieger

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Das macht Ärger: Steuerketten an den 1.2- und 1.4-TSI-Motoren können reißen und Motorschäden verursachen. Klagen über verschlissene Sitzbezüge, gelockerte Fensterschacht-Dichtleisten und defekte Zündschlösser sind nicht selten. Ein Rückruf betraf 2012 den Ladedrucksteller des 1.2 TSI, Ende 2011 ging es um Risse in den Hochdruckleitungen des 2.0 TDI und 2009 um Fehlmeldungen der Bremse und zerbröselnde Fensterheber. Die 1.6 TDI erhielten reihenweise neue Motorsteuergeräte, weil sie bei Frost nicht ansprangen.
Bild: Toni Bader

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Fahrwerk: Rost kennt der Golf 6 so gut wie gar nicht. Der Sechser leistet sich im fünften und neunten Jahr Schwächen an den Achsfedern und den Dämpfern, hier liegt der Wert über dem Durchschnitt. Bei den Antriebswellen ist der Golf 6 im neunten Jahr auffällig. Licht: Beim Licht ist der Golf deutlich besser als die meisten. Das Abblendlicht ist in der Regel korrekt eingestellt und blendfrei. Kaum Probleme macht die vordere Beleuchtung, das Gleiche gilt für die Heckleuchten.
Bild: Toni Bader

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Bremsen: Bei der Bewertung der Fußbremsenwirkung leistet sich der Golf 6 keine Schwächen. Die Bremsleitungen sind rostfrei und werden so gut wie nie bemängelt. Die Mängelquote der Bremsscheiben ist besser als der Durchschnittswert. Umwelt: Golf 6 sind oft nicht ganz stubenrein, bei Fünf- und Neunjährigen wird auffällig oft Ölverlust an Motor und Antrieb diagnostiziert. Die AU besteht der Golf meistens klaglos. Motormanagementprobleme treten ebenfalls kaum auf. Die Auspuffanlagen sind solide und präsentierten sich bis ins hohe Alter als weitestgehend unauffällig. Gammel oder Undichtigkeiten können die TÜV-Prüfer hier nur selten feststellen.
Bild: Toni Bader

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Fazit: Ganz frei von Mängeln ist selbst Deutschlands Gebrauchtwagen Nummer eins nicht. Aber alles in allem macht der Golf seine Sache gut. Dass die TÜV-Prüfer die Plakette aufgrund von erheblichen Mängeln verweigern, kommt deutlich unter Durchschnitt vor. Entsprechend ist die Quote mängelfreier Fahrzeuge besser als bei anderen. Der Golf ist beim TÜV eine sichere Bank.
Bild: Toni Bader
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