Giamaro Albor (2025)
2000-PS-Hypercar mit Mars-Bezug

Bild: Jan Götze
Lamborghini Huracán Sterrato und Porsche 911 Dakar haben es vorgemacht: Höhergelegte Sportwagen, die auch für leichtes Gelände nicht zu schade sind, liegen im Trend. Der (zugegebenermaßen kleine) Kundenkreis schätzt vor allem die Alltagstauglichkeit, denn Sterrato und Dakar sind deutlich nutzbarer als ein Huracán STO oder ein 911 GT3 RS. Das italienische Unternehmen Giamaro Automobili will dieses Konzept auf die Spitze treiben!
Erst vor wenigen Wochen sorgte der Newcomer aus Italien mit dem Katla getauften Erstlingswerk für weltweites Aufsehen. Das Rezept des Katla ist denkbar einfach: Er soll das stärkste Hypercar überhaupt sein. Sein von Grund auf neu entwickelter 7,0-Liter-V12 wird von vier Turboladern zwangsbeatmet und soll es in der stärksten Leistungsstufe auf unglaubliche 2157 PS sowie 2008 Nm Drehmoment bringen. Noch ist der Katla nicht serienreif, doch die ersten Kundenfahrzeuge sollen 2027 ausgeliefert werden. Das zumindest verspricht Firmengründer Giacomo Commendatore.
Als ob das Projekt eines über 2000 PS starken Hypercars nicht schon ambitioniert genug wäre, hat Giamaro Automobili am selben Abend überraschend ein zweites Modell enthüllt. Dabei handelt es sich um ein Auto, das sogar den 2157 PS starken Katla in den Schatten stellt. Sein Name? Albor! Benannt nach Albor Tholus, einem Vulkan auf dem Mars. Die Idee? Ein Auto, das mit jeglichen Konventionen brechen soll!

Die Front des Giamaro Albor erinnert entfernt an Lamborghini. Besonders markant sind die schlitzartigen Leuchten und die mittigen Lufteinlässe.
Bild: Jan Götze
Welcher Schöpfer beschreibt sein eigenes Auto als sinnlos?
Laut Commendatore handelt es sich um ein einzigartiges, zweitüriges Hypercar mit viel Bodenfreiheit, das er selbstironisch als "absolut sinnlos" beschreibt. Doch genau das soll den Reiz des Albor ausmachen. Und machen Sie also bloß nicht den Fehler, die Wörter SUV und Albor zusammen in den Mund zu nehmen – das hört Commendatore gar nicht gerne. Erinnert uns irgendwie stark an die Konkurrenz aus Maranello, die beim Ferrari Purosangue ebenfalls nie offiziell von einem SUV sprechen.
Sieben Liter großer V12-Quadturbo
Zwar teilen sich Albor und Katla das gleiche Carbon-Monocoque, doch davon ist nichts zu erkennen. Während der Katla mit typischen Hypercar-Proportionen aufwartet, mutet der vom Turiner Designstudio Camal gezeichnete Albor auf den ersten Blick fast schon skurril an. Die zerklüftete Front erinnert an Lamborghini. Besonders charakteristisch sind die schlitzartigen Scheinwerfer und die mittigen Lufteinlässe, die erhöhte Bodenfreiheit fällt erst bei genauem Hinschauen auf.
Spätestens im Profil wird es jedoch richtig wild: Farblich abgesetzte Radläufe und riesige Räder versprühen SUV-Vibes, doch der Albor ist ein zweitüriges Coupé. Fondtüren? Gibt es nicht, denn hinter Fahrer und Beifahrer soll der gleiche Siebenliter-V12 mit 120 Grad Bankwinkel und vier innenliegenden Turboladern sitzen, der in Zusammenarbeit mit Italtecnica entwickelt wurde.

Giamaro-Gründer Giacomo Commendatore beschreibt den Albor selbstironisch als "sinnlos".
Bild: Jan Götze
Handfestes, zum Beispiel Leistungsdaten, verrät Giamaro noch nicht, doch es darf davon ausgegangen werden, dass die beim Albor ähnlich bahnbrechend ausfallen werden wie beim Katla. Konkret dürfte das bedeuten: 2000 PS plus! Damit der V12 mit ordentlich Kühlluft versorgt wird, sind zwei auffällige Lufthutzen auf dem Dach und zwei weitere auf den hinteren Kotflügeln platziert. Die Ansaugung über dem Dach ist aus der Heckansicht sogar noch prägnanter als der XXL-Diffusor (der abseits befestigter Straßen sicherlich nicht so geeignet ist) und die rechteckigen Endrohre im AMG-Look.
Kommt der Albor in Serie?
Das hier gezeigte Auto ist übrigens ein frühes, noch nicht fahrbereites Modell ohne Innenraum. Das liegt daran, dass zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht final entschieden ist, ob der Albor in Serie gehen wird. Oberste Priorität hat der Katla. Sollten sich jedoch genügend Kunden für dieses "sinnlose" Auto finden, so werde eine Kleinserie des Albor in Erwägung gezogen, verrät Commendatore im Rahmen der Präsentation in Modena.
Fazit
Eine Marke, zwei spektakuläre Modelle! Giamaro will richtig Gas geben. Sollte der Albor in dieser Form auf den Markt kommen, würde er tatsächlich mit allen Konventionen brechen und wäre im positivsten Wortsinn sinnlos. Es scheint, als suche Firmengründer Giacomo Commendatore die Herausforderung!
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