Ein Aquarium im Honda e. Echt jetzt? Nee, aber immerhin glasklare Bewegtbilder. Die kann man auf den zwei großen Bildschirmen in der Mitte des Honda-Cockpits einspielen. Was bringt's? Ach, es beruhigt einfach die Nerven. Ein kleiner Spaß am Rande, klar, aber er zeigt, mit wie viel Liebe zum Detail Honda sein E-Auto gebaut hat. Wie beim in seiner Schlichtheit schon wieder spektakulären Design. Klar, sanft und glatt, mit versenkten Türgriffen und Kameras statt Außenspiegeln.Auch bei der Inneneinrichtung zeigt der kleine Japaner große Klasse. Hier sieht es aus wie in einem dänischen Wohnzimmer – mit großem Flatscreen. Die 1,34 Meter breite Bildschirmlandschaft besteht aus fünf hochauflösenden Displays
Honda e
Kein Witz, aber Spielerei: Auf dem Riesendisplay des Honda e lässt sich ein Aquarium darstellen.
Direkt vor dem Fahrer liegt ein 8,8-Zoll-Schirm mit Infos etwa zu Tempo und Reichweite. In der Mitte dann zwei 12,3-Zoll-Touchscreens für Navi, Multimedia und allerlei Apps – das Aquarium zum Beispiel. Und außen in den Winkeln sitzen zwei Sechs-Zoll-Bildschirme für die Außenspiegelkameras. Dazu wenige Knöpfe und Schalter, in der Mitte fürs Klima und zwischen den Sitzen für Getriebe, Fahrmodus und Feststellbremse. Alles ist geschmackvoll arrangiert, Honda spricht vom Loungecharakter, ausnahmsweise stimmt der Marketingsprech mal.

Bei den Fahrleistungen kann der Honda e überzeugen

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Honda e (2020): Test - Neuvorstellung - Elektro - Info

So fährt Hondas E-Mini

Der Platz geht vorn in Ordnung, man sitzt angenehm hoch auf bequemen Sesseln, die zu tief montierte Bank hinten empfiehlt sich eher für Kinder. Der Kofferraum schluckt 171 Liter. Na ja, was fürs Handgepäck. Die Hinterräder werden von einem E-Motor mit 113 kW (154 PS) angetrieben, mit 1540 Kilo ist der Honda für ein E-Auto fast noch ein Leichtgewicht. Er beschleunigt elektrotypisch ansatzlos und geschmeidig, wieselt mit direkter Lenkung und dem mit 8,60 Meter bemerkenswert kleinen Wendekreis extrem flink und zackig durch den Stadtverkehr, sehr zügig, großer Spaß. Auf Knopfdruck rekuperiert er besonders stark – praktisch bis zu Stillstand. One-Pedal-Driving nennt man das dann, zum Beschleunigen, Bremsen und eben auch Anhalten braucht man nur das Gaspedal, klappt sehr gut.
Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 35,5 kWh, das soll laut Honda für 222 Kilometer reichen. Im Test haben wir eine Reichweite von 216 Kilometern ermittelt – mussten dabei allerdings den Vollgasanteil auf der Autobahn um die Hälfte reduzieren, sonst wäre es knapp geworden mit der nächsten Ladesäule. Im reinen Stadtverkehr sind etwa 150 Kilometer realistisch. Die Preise starten bei 32.997 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 10.666 Euro), beim Testwagen mit dem sehr kompletten Advance-Paket bei 35.921 Euro. Zieht man davon den aktuellen Umweltbonus von 9480 Euro ab, bleiben noch 26.441 Euro. Viel. Aber mit Aquarium. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsrechner.)
Das Fazit: Der Honda e gehört zu den erfreulichsten E-Autos überhaupt. Er hat Stil und fährt sich angenehm. Doch der Preis ist vergleichsweise hoch. AUTO BILD-Testnote: 2-

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Honda e
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Honda e im ersten Test