Der elektrische Antrieb ist weiter auf dem Vormarsch. Vom Kleinstwagen bis zum Luxus-SUV – das Angebot an E-Autos wird immer größer. Sportwagen wie der Audi e-tron GT profitieren vom spontanen Ansprechverhalten und dem hohen Drehmoment des E-Antriebs.

Die zurzeit besten E-Autos

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Audi Q4 e-tron
BMW iX
Hyundai Ioniq 5
Kia Niro EV
Kia EV6
Mazda MX-30
Opel Corsa-e
Skoda Enyaq iV
Tesla Model 3
Toyota bZ4X
Zur Positionierung weiterer E-Modelle werden sogar neue Marken gegründet, wie Hyundai mit Ioniq, Seat mit Cupra und Volvo mit Polestar zeigen. Dank fortschreitender Batterietechnologie und gleichzeitiger Ausweitung der Lade-Infrastruktur werden Elektroautos eine immer größere Alternative zum Verbrenner.

Elektroautos sind zurzeit gefragt

Dieser Trend zeigt sich auch in der Neuzulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Im Kalenderjahr 2021 wurden die Benziner erstmals von den elektrifizierten Antrieben überholt – und dieser Trend scheint sich fortzusetzen.
Laut KBA-Statistik lag der Anteil der Neuzulassungen benzinbetriebener Pkw bis November 2022 (34,2 Prozent, 798.920 Einheiten) ebenso klar unter Vorjahresniveau (37,1 Prozent) wie der Anteil von neuen Diesel-Pkw (438.349 Einheiten; 18,8 Prozent Anteil gegenüber 20,0 Prozent im Vorjahr).
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Ganz anders das Bild bei den alternativen Antrieben: 30,7 Prozent der Neuwagenkäufer legten sich bis November 2022 insgesamt 717.161 Hybridfahrzeuge zu (plus 49 Prozent). 366.234 verkaufte rein batteriebetriebene Elektro-Pkw (BEV) bedeuteten 15,7 Prozent Marktanteil (plus 44,0 Prozent).
Von den Hybrid-Pkw sind 292.292 Fahrzeuge Plug-in-Hybride mit Stecker; ihr Anteil wuchs um 59,8 Prozent auf nunmehr 12,5 Prozent aller Neuzulassungen. Final vergleichbar mit dem Vorjahr sind die Zahlen aber nicht, da derzeit noch keine Zulassungszahlen zum Dezember 2022 vorliegen.

Bildergalerie

Hyundai Ioniq 6
Opel Astra Electric
Maserati GranTurismo
Kamera
Alle neuen E-Autos im Überblick

Diese drei E-Autos werden 2023 wichtig

Opel Astra Electric – erster E-Kombi einer deutschen Marke

Mit dem Astra Electric schlägt Opel das nächste Kapitel auf und zeigt den Kompakten erstmals auch als vollelektrische Variante. Neben der Kompakt-Limousine wird auch der Sports Tourer mit E-Antrieb vorfahren, was ihn zum ersten Elektro-Kombi einer deutschen Marke macht.
Unter dem Blech des Astra Electric arbeitet die Stellantis-Technik, die auch im Jeep Avenger und Peugeot e-308 verbaut ist. Bedeutet: ein Elektromotor an der Vorderachse, 156 PS und maximal 270 Nm Drehmoment. Kleiner Fun-Fact am Rande: Damit hat der Elektro-Astra 10 Newtonmeter mehr als seine Technik-Geschwister.

VW ID.3 Facelift – neuer Look und überarbeiteter Innenraum

Mit dem ID.3 brachte VW das erste Auto auf den Markt, das auf der neuen Elektro-Plattform MEB aufbaut. Mit dem für 2023 angekündigten Facelift soll neben leichten äußerlichen Änderungen vor allem an der häufig kritisierten Innenraumqualität gearbeitet werden – höherwertige (und vegane) Materialien sollen eingesetzt werden.
Im Frühjahr 2023 wollen die Wolfsburger den frischen ID.3 präsentieren, die ersten Auslieferungen sollen aber erst Ende des Jahres erfolgen. Der aktuelle Einstiegspreis für den ID.3 liegt bei 43.995 Euro, eine kleine Preis-Korrektur nach oben wäre denkbar.

Polestar 3 – Elektro-SUV mit über 600 Kilometern Reichweite

Polestar baut ein SUV. Bereits mit ihren ersten beiden Modellen hat die Volvo-Tochter Eigenständigkeit bewiesen, jetzt erweitert sie ihre Modellpalette um den Polestar 3. Zum Marktstart im vierten Quartal 2023 wird das SUV ausschließlich in der "Long Range Dual Motor"-Variante bei den Händlern stehen. Bedeutet: zwei E-Maschinen mit zusammen 490 PS und 840 Nm maximalem Drehmoment.
Gegen Aufpreis wird noch ein Performance-Paket erhältlich sein, dann bringt es der Polestar 3 auf bis zu 517 PS. Dank eines 111 kWh großen Akkus sind mit dem 2,5-Tonnen-SUV bis zu 610 Kilometer Reichweite nach WLTP drin. Wer den Polestar 3 sein Eigen nennen möchte, sollte aber nicht zu knapp bei Kasse sein, denn der Basispreis liegt bei 89.900 Euro.

Sie interessieren sich für ein E-Auto? Das sollten Sie wissen!

➤ Umweltbonus hilft sparen: Wer sich für ein neues E-Auto interessiert, der kann dank der erhöhten Elektro-Kaufprämie bis Ende 2022 mit einem Zuschuss von bis zu 9000 Euro rechnen, ab 2023 sind es dann maximal 6750 Euro. Die Förderung für Plug-in-Hybride wird Ende 2022 komplett eingestellt.
➤ Kostenvergleich bringt Klarheit: Ob sich der Umstieg von einem Auto mit Verbrennungsmotor hin zur E-Mobilität lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab – zum Beispiel von den Unterhaltskosten (zum Kfz-Versicherungsvergleich) oder von den Reparaturkosten (zum großen Kostenvergleich).
➤ Steuervorteile für E-Autos: Reine Elektroautos sind von der sonst üblichen Kfz-Steuer befreit. Hinzu kommt: Seit 1. Januar 2019 werden Dienstwagen mit E-Antrieb durch die 0,25-Prozent-Regelung für vollelektrische Firmenfahrzeuge steuerlich bevorteilt.
➤ E-Kennzeichen für E-Autos: Auch das sogenannte E-Kennzeichen bringt dem E-Autobesitzer einige Vorteile.
➤ Die Treibhausgasquote (kurz: THG-Quote) ist eine interessante Fördermöglichkeit für Besitzer von Elektroautos. Weil das E-Auto lokal emissionsfrei unterwegs ist, können E-Mobilisten die THG-Quote verkaufen, was mehrere Hundert Euro im Jahr einbringen kann.

So hoch ist die Umweltprämie bis 31.12.2022*

Fahrzeugtyp
Netto-Listenpreis Basismodell
Bundesanteil (verdoppelt)
Herstelleranteil (netto)
Gesamt (netto)
Abzweigung
Elektroauto (BEV)
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto (BEV)
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid
Abzweigung
bis 40.000 Euro
40.000 bis 65.000 Euro
bis 40.000 Euro
40.000 bis 65.000 Euro
6000 Euro
5000 Euro
4500 Euro
3750 Euro
3000 Euro
2500 Euro
2250 Euro
1875 Euro
9000 Euro
7500 Euro
6750 Euro
5625 Euro

Elektro-Kaufprämie 2023 und 2024*

Fahrzeugtyp
Netto-Listenpreis (Basismodell)
Geplanter Bundesanteil ab 01.01.2023
Herstelleranteil (netto) ab 01.01.2023
Gesamt (netto) ab 01.01.2023
Geplanter Bundesanteil ab 01.01.2024
Herstelleranteil (netto) ab 01.01.2024
Gesamt (netto) ab 01.01.2024
Abzweigung
Elektroauto (BEV)
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto (BEV)
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto (BEV) ab 01.01.2024
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid
Abzweigung
bis 40.000 Euro
40.000 bis 65.000 Euro
bis 45.000 Euro
alle Preisklassen
4500 Euro**
3000 Euro**
nicht mehr gefördert
2250 Euro**
1500 Euro**
nicht mehr gefördert
6750 Euro**
4500 Euro**
nicht mehr gefördert
3000 Euro***
nicht mehr gefördert
1500 Euro***
nicht mehr gefördert
4500 Euro***
nicht mehr gefördert

Was Sie zum Laden von E-Autos wissen sollten

➤ Wie steht es um die Ladeinfrastruktur in meiner Gegend?
➤ Wie funktioniert das Laden und Bezahlen an einer öffentlichen Ladesäule?
➤ Wie finde ich einen Weg durch den Lade-Tarifdschungel?
➤ Was ist beim Laden an einer Schukosteckdose zu beachten?
➤ Wie komme ich günstig zu einer Wallbox für das Laden zu Hause?

Von

Sebastian Friemel