
Porsche Cayenne Electric
Generation 1
: ab 2026Alle Infos zum Modell

Vorstellung
Vorstellung

Cayenne Electric läuft parallel zum Verbrenner
Anfang der 2000er erkannte Porsche, dass Sportwagen allein im Modellprogramm nicht wirtschaftlich sind – und stieß mit dem Cayenne ins SUV-Segment vor. Nun startet die vierte Generation der Baureihe – erstmals als E-Auto. Damit ist der Cayenne nach dem Taycan und dem neuen Macan das dritte Elektromodell der Marke.
Dazu sei gesagt, dass die aktuelle, dritte Generation in weiterentwickelter Form noch bis über das Jahr 2030 hinaus auf dem Markt bleiben soll. Der neue Cayenne wird also parallel zum bisherigen Modell angeboten. Neben dem klassischen SUV hat Porsche dem Cayenne Electric jetzt auch eine Coupé-Variante zur Seite gestellt.
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Preis
Preis

Cayenne Turbo Electric ist günstiger als der Verbrenner

Die Rückleuchte wird von einem beleuchteten Porsche-Schriftzug unterbrochen, Felgen gibt's in Größen zwischen 20 und 22 Zoll.
Bild: Porsche AG
Der Cayenne Electric startet bei 105.200 Euro, darüber rangiert der Cayenne S Electric mit einem Grundpreis von 126.400 Euro. Die Topversion Cayenne Turbo Electric kostet mindestens 165.500 Euro – 22.100 Euro weniger als der Verbrenner in der Turbo-Version.
Auch das Cayenne Electric Coupé ist bereits bestellbar. Die Basis ist mit 109.000 Euro insgesamt 3800 Euro teurer als das SUV. Der Cayenne S mit Fließheck startet bei 130.300 Euro. Analog zum SUV ist das Cayenne Turbo Electric Coupé mit einem Grundpreis von 168.500 Euro um 22.700 Euro günstiger als sein Verbrenner-Pendant.
Aktuelle Listenpreise
Auf einen Blick: Hier finden Sie die Preise für alle neu verfügbaren Fahrzeuge.
Stand: 08. Mai 2026
Aufbauart: SUV
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
Listenpreis
Cayenne Electric
442 PS
105.200 €
Cayenne S Electric
666 PS
126.400 €
Cayenne Turbo Electric
1156 PS
165.500 €
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Update28.04.2026
Design
Design
Update28.04.2026

Porsche legt Coupé-Version nach (Update!)
Nachdem Porsche den Cayenne Electric präsentiert hat, folgt nun die Coupé-Variante des großen Stromers. Optisch unterscheidet sie sich vor allem durch die Karosserielinie mit ihrer flach abfallenden Dachpartie. Doch nicht nur das: Mit 1,65 Metern Höhe ist das Coupé 24 Millimeter flacher geworden – ein Unterschied, der sich bei genauem Hinsehen auch im Bereich der Frontscheibe zeigt.
Diese fällt entsprechend flacher aus, was dem Coupé einen dynamischeren Auftritt verleiht. Die niedrigere Karosserie hat zudem noch weitere Vorteile, insbesondere in puncto Aerodynamik. Mit einem cw-Wert von 0,23 ist das Coupé noch etwas windschlüpfriger als das SUV.

Schon die Frontscheibe des Cayenne Electric Coupé macht einen flacheren Eindruck, insgesamt ist das Coupé 24 Millimeter niedriger.
Bild: Porsche AG
Soweit, so gut – eine solche Karosserieform hat aber auch Nachteile, allen voran beim Ladevolumen. Das Cayenne Electric Coupé schluckt mindestens 534 Liter – also rund 247 Liter weniger als das SUV. Bei umgelegter zweiter Sitzreihe stehen bis zu 1347 Liter zur Verfügung.
Optisch schimmert der Taycan durch
Schon beim SUV gilt: Statt einfach eine vergrößerte Version des Macan zu sein, orientiert sich der Cayenne beim Design stärker am Taycan. Die hoch aufstehende Frontpartie verzichtet auf zweigeteilte Scheinwerfer, serienmäßig ist das Modell mit Matrix-LED-Technik ausgerüstet. Optional bietet Porsche HD-Matrix-LED-Scheinwerfer an.
Auch die seitlichen Lufteinlässe und Air Curtains sind an den Taycan angelehnt. Die Aerodynamik steht klar im Fokus: Zahlreiche Designelemente sollen den Luftwiderstand senken und den Cayenne effizienter machen. All diese Optimierungen sorgen dafür, dass der cw-Wert des Cayenne Electric bei nur 0,25 liegt – beachtlich für ein so großes Auto.

Anders als der Porsche Macan verfügt der Cayenne nicht über zweigeteilte Scheinwerfer, Matrix-LED-Technik ist immer Serie.
Bild: Porsche AG
Mit 4,99 Meter Länge ist das E-Auto 55 Millimeter länger als der Verbrenner, Breite und Höhe bleiben nahezu unverändert. Besonders auffällig ist der fast 13 Zentimeter längere Radstand, der vor allem dem Platzangebot im Innenraum zugutekommt.
Abmessungen im Überblick:
- Länge: 4985 mm
- Breite: 1980 mm
- Höhe: 1674 mm (Coupé: 1650 mm)
- Radstand: 3023 mm
- Kofferraumvolumen: 781-1588 l (Coupé: 534 - 1347 l) plus 90 l im Frunk
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Antrieb
Antrieb

Neuer Cayenne S Electric mit mehr Leistung
Wie der Cayenne Electric und der Cayenne Turbo Electric kommt auch der Cayenne S Electric serienmäßig mit Allradantrieb. Die Dauerleistung gibt Porsche mit 544 PS an, im Overboost sollen es bis zu 666 PS sein. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert er in 3,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h.
Der Cayenne Electric bietet eine Dauerleistung von 408 PS, per Launch Control steigt sie auf 442 PS. Tempo 100 ist nach 4,8 Sekunden erreicht, bei 230 km/h endet der Vortrieb.

Der Cayenne Turbo Electric verfügt hinten über seitliche Aero-Blades, um den Luftstrom am Heck zu verbessern. Als Easter Egg stehen die Koordinaten des Porsche-Windkanals auf den Blades.
Bild: Porsche AG
Die Topversion Cayenne Turbo Electric kommt auf eine Spitzenleistung von 1156 PS (857 PS Dauerleistung) und entwickelt bis zu 1500 Nm Drehmoment. Wen diese Zahlen noch nicht beeindrucken, der dürfte spätestens beim Blick auf die Beschleunigungswerte staunen: Von 0 auf 100 km/h geht es in nur 2,5 Sekunden, die 200er-Marke fällt nach 7,4 Sekunden.
Technische Daten im Überblick:
Porsche Cayenne Electric | Porsche Cayenne S Electric | Porsche Cayenne Turbo Electric | |
|---|---|---|---|
Motor | Dual-Elektromotor | Dual-Elektromotor | Dual-Elektromotor |
Antrieb | Allrad | Allrad | Allrad |
Dauerleistung | 300 kW (408 PS) | 400 kW (544 PS) | 630 kW (857 PS) |
max. Leistung im Overboost | 325 kW (442 PS) | 490 kW (666 PS) | 850 kW (1156 PS) |
max. Drehmoment | 835 Nm | 1500 Nm | |
0-100 km/h | 4,8 s | 3,8 s | 2,5 s |
0-200 km/h | 18,4 s | 12,3 s | 7,4 s |
Höchstgeschwindigkeit | 230 km/h | 250 km/h | 260 km/h |
Verbrauch nach WLTP* | 21,8-19,7 kWh/100 km (Coupé: 21,3-19,2 kWh/100 km) | 21,6-19,5 kWh/100 km Coupé: 21,1-18,9 kWh/100 km | 22,3-20,4 kWh/100 km Coupé: 22,0-20,0 kWh/100 km |
Ladeleistung AC | 11 kW | 11 kW | 11 kW |
Ladeleistung DC | 400 kW | 400 kW | 400 kW |
Reichweite nach WLTP* | 643 km Coupé: 661 km | 653 km Coupé: 669 km | 623 km Coupé: 637 km |
Ladegeschwindigkeit DC (10-80 %)* | 16 min | 16 min | 16 min |
Akkukapazität | 113 kWh brutto 107,9 kWh netto) | 113 kWh brutto 107,9 kWh netto) | 113 kWh brutto 107,9 kWh netto) |
800-Volt-Technik mit 400 kW Ladeleistung
So schnell der Cayenne seine Leistung in Vortrieb umsetzt und dabei den Akku leert, so schnell fließt die Energie auch wieder zurück. Dank 800-Volt-Technik lädt er mit bis zu 400 Kilowatt. Der 113-kWh-Akku (107,9 kWh netto) soll in nur 16 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen sein.

Highlight in Reihe eins ist das "Flow Display", ein gebogener Bildschirm mit Schnellzugriffen unten. Eine Handauflage vor dem Bildschirm vereinfacht die Bedienung.
Bild: Porsche AG
Die Reichweite des Einstiegsmodells gibt Porsche mit bis zu 643 Kilometern an, der Turbo soll 624 Kilometer schaffen. Überraschend: Trotz Mehrleistung gegenüber der Basis kommt der Cayenne S laut Porsche sogar noch weiter – mit bis zu 653 Kilometern (WLTP) sind noch einmal zehn Kilometer mehr möglich. Zudem ist der Cayenne das erste Porsche-Modell, das sich auch induktiv mit bis zu 11 kW laden lässt.
Beim Cayenne Electric Coupé zeigt sich der größte Unterschied bei der Reichweite, während Leistung und Beschleunigung analog zum SUV ausfallen. Grundsätzlich gilt: Der geringere cw-Wert wirkt sich positiv auf die Gesamtreichweite aus. So soll das Coupé je nach Motorisierung zwischen 637 und 669 Kilometern (WLTP) erreichen.
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Ausstattung
Ausstattung

Neuer Cayenne Electric ist deutlich geräumiger
Obwohl der Cayenne schon immer recht groß war, ging es drinnen – zumindest in Reihe zwei – für Großgewachsene eher eng zu. Nicht so beim Cayenne Electric: Wir steigen ein und fühlen uns direkt wohl. Schon die Rücksitze bieten ordentlichen Seitenhalt, nur der mittlere Platz wirkt eher wie ein Notsitz. Die zweite Reihe ist serienmäßig elektrisch verstellbar, optional sogar beheizt und belüftet.

In Reihe zwei ist der Elektro-Cayenne deutlich geräumiger als der Verbrenner, die Rückbank ist immer elektrisch verstellbar.
Bild: Porsche AG
In einem Porsche sitzt man natürlich am liebsten auf dem Fahrersitz, also wechseln wir eine Reihe nach vorne. Das große Highlight ist das neue "Flow Display" in der Mitte – das größte OLED-Display, das bislang in einem Porsche zum Einsatz kam. Es erstreckt sich gebogen über die Mittelkonsole und bietet im unteren Bereich frei konfigurierbare Schnellzugriffe.
Wie bereits in anderen Porsche-Modellen gibt's auch im elektrischen Cayenne einen Beifahrer-Bildschirm fürs Entertainment während der Fahrt. Fünf sogenannte Themes sorgen für entsprechendes Ambiente an Bord. Dazu kommt ein KI-gestützter Sprachassistent, der Klima, Sitze, Musik oder Navigation per Zuruf steuert, komplexe Anweisungen versteht und Fragen beantworten kann.
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Test
Test

Erste Fahrt im elektrischen Porsche Cayenne
Porsche braucht einen Treffer: Der elektrische Taycan hat an Glanz verloren, der Batterie-Macan seinen Start verstolpert – und die Quittung dafür hat der neue Chef Michael Leiters gerade bei der Jahrespressekonferenz mit einem Gewinnrückgang von 91 Prozent präsentiert. Porsche ist – fast möchte man sagen: mal wieder – vom strahlenden Stern am deutschen PS-Himmel zum Sorgenkind geworden.
Und jetzt soll es ausgerechnet ein Elektroauto richten. Denn alle Last liegt nun auf dem neuen Cayenne, der nicht mit Rückenwind startet, sondern mit Rückstand. Wenn er vor dem Sommer zu Preisen ab 105.200 Euro in den Handel kommt, muss er deshalb einen schweren Karren aus dem tiefen Dreck ziehen. Gut, dass er als erstes E-Auto bis zu 3,5 Tonnen schleppen kann und sich übrigens auch auf schwerem Terrain keine Blöße gibt.
Porsche Cayenne Electric: volle Leistung, volle Verantwortung
Immerhin haben die Schwaben den Cayenne für seine Rolle als Rettungswagen gut gerüstet und sind in die Vollen gegangen: Es gibt ihn deshalb immer mit einem 113 kWh großen Akku, der im besten Fall für 642 Norm-Kilometer reicht. Selbst die Basisversion hat schon 408 PS, der Cayenne S kommt auf 666 PS, und der Turbo startet mit einer Peak-Leistung von 1156 PS und treibt so die Inflation der Leistung beim E-Auto munter voran.

Der elektrische Cayenne streckt sich auf 4,99 Meter Länge.
Bild: Porsche
Das süße Gift der hohen PS-Dosis verfehlt seine Wirkung nicht: Wer mit dem neuen Topmodell unterwegs ist, erlebt deshalb den vielleicht dynamischsten Geländewagen in dieser Klasse und fährt jedem Lamborghini Urus, jedem Aston Martin DBX und erst recht dem Bentley Bentayga davon.
Selbst im 911 muss man sich sputen, wenn man die neuen Aeroblades studieren und darauf die Koordinaten des Windkanals in Weissach erkennen will, die beim Turbo seitlich für eine höhere Stabilität und einen geringeren cw-Wert aus dem Heck fahren. Denn dank maximal 1500 Nm Drehmoment sind die 2,5 Sekunden von 0 auf 100 ernst gemeint – genau wie die maximal 260 km/h.
Fährt wie ein Sportwagen, denkt wie ein SUV
Aber es geht nicht nur um brachiale Beschleunigung, die sich beim E-Modell leider schnell abnutzt – selbst wenn Porsche dafür einen ganz eigenen Soundtrack komponiert und beim Turbo im Sportmodus sogar erfreulich viel V8-Brabbeln hineinmischt. Der Cayenne beeindruckt vor allem, weil er eine Lenkung hat, die so präzise ist wie die des Elfers, dank Hinterachslenkung so handlich ist wie ein Macan, erst elektrisch und dann mechanisch mit dem Biss einer Bulldogge verzögert und mit seinem adaptiven, hydraulischen Fahrwerk eine Straßenlage bietet, bei der man glatt vergisst, dass man auf einem Hochsitz durch die Gegend jagt.
Derart aufgerüstet, fühlt man sich im Zentrum der Kraft und hat den Koloss spielend unter Kontrolle: Mit spitzen Fingern und leichtem Fuß dehnt man den Grenzbereich immer weiter und nimmt lieber den kurvigsten als den kürzesten Weg ans Ziel – zumindest, solange keine Mitfahrer mit labilem Magen an Bord sind.

Der Porsche Cayenne Turbo Electric hat eine Anhängelast von 3,5 Tonnen.
Bild: Porsche
Dabei hilft im Zweifel eine eigene App, die Porsche speziell für Genussfahrer programmiert hat und die im neuen Cockpit ihre perfekte Bühne findet. Schließlich macht der Cayenne auch bei der Digitalisierung Fortschritte: Er leistet sich nicht nur neue Software, sondern auch neue Hardware und kommt deshalb mit einem einzigartigen Display, das sich im sanften Bogen über die gesamte Mittelkonsole legt und auf den ersten Blick mächtig was hermacht – selbst wenn man sich an die Bedienung erst einmal gewöhnen muss.
Mehr Platz, mehr Komfort, mehr Cayenne
Aber keine Sorge – Porsche hat den Cayenne nicht zum Ego-Shooter gemacht, sondern beweist mehr Mitgefühl für die Mitfahrer denn je: Denn nachdem schon die ersten drei Cayenne immer auch die alltagstauglichsten und familienfreundlichsten Porsche ihrer Zeit waren, haben sie zudem noch mal an seinen Nehmerqualitäten gefeilt.
Der elektrische Cayenne streckt sich deshalb um knapp sechs Zentimeter auf 4,99 Meter, hat fast 13 Zentimeter mehr Radstand und bietet innen entsprechend mehr Platz, vor allem in der zweiten Reihe. Außerdem bietet er 781 bis 1588 Liter Kofferraum und hat im Bug noch einmal 90 Liter Stauraum. Der Frunk öffnet sich wie von Geisterhand, wenn man über das Wappen wischt.
Schnell laden, teuer parken
Schnell ist der Cayenne übrigens nicht nur auf der Straße, sondern auch beim Laden: Bis zu 400 kW schafft der 800-Volt-Akku und liefert damit 300 Kilometer in zehn Minuten. Und wo man beim Macan noch auf den 22-kW-Lader für zu Hause warten muss, ist der beim Cayenne Standard. Dafür haben sie sich für das dicke Ding ein anderes Extra ausgedacht: Als erstes E-Auto kann der Cayenne, was die elektrische Zahnbürste oder das Handy schon lange können – er lädt kabellos.
Dafür braucht es allerdings für wenig bescheidene 5000 Euro eine Induktionsplatte am Boden und für noch einmal 2000 Euro das Gegenstück am Vorderwagen. Wer abends dann präzise genug einparkt, hat morgens automatisch ein volles Auto.

Bis zu 400 kW schafft der 800-Volt-Akku beim Laden und liefert damit 300 Kilometer in zehn Minuten.
Bild: Porsche
Ja, über das im Windkanal optimierte Design kann man trefflich streiten – aber auch das gehört bei Porsche im Allgemeinen und beim Cayenne im Besonderen zu jedem Generationswechsel. Doch unstrittig fährt der neue Cayenne besser denn je und ist obendrein noch praktischer geworden. Und selbst der Preis ist diesmal kein Showstopper. Klar sind 105.200 Euro fürs Basismodell verdammt viel Geld und die 165.500 Euro für den Turbo eine Ansage. Aber es sind eben auch nur 4000 Euro mehr als für den Einstiegs-Benziner. Und obwohl der elektrische Turbo 25 Prozent mehr Leistung hat als der stärkste Plug-in-Benziner, ist er sogar rund 20.000 Euro billiger.
Aber wird das reichen? Kann überbordende Leistung die bei allen Elektroautos arg unterdrückten Emotionen kompensieren? Und bekommen die Schwaben endlich die erodierenden Restwerte in den Griff, die E-Autos doch wieder zu Verbrennern machen – nur, dass sie Geld verbrennen statt Benzin?
Auch wenn sie der Kundschaft den Umstieg sogar bald mit den ersten elektrischen Türen im Modellprogramm buchstäblich leicht machen wollen, haben sie daran offenbar selbst ihre Zweifel. Deshalb wollen sie den Fehler nicht wiederholen, den sie damals beim Macan gemacht haben: Statt allein auf die E-Version zu setzen, halten sie es mit dem Sprichwort "Aller guten Dinge sind drei" und lassen Benziner und Plug-in-Hybride bis mindestens zum Ende des Jahrzehnts weiter im Programm.
Fazit von Thomas Geiger: Spektakuläre Fahrleistungen, hoher Alltagsnutzen und elektrisch auf der Höhe der Zeit – der neue Cayenne ist aktuell wahrscheinlich das beste E-SUV in der Oberliga, dem zumindest diesseits von China keiner gefährlich werden kann. Und trotzdem wird er es schwer haben, weil E-Motoren bei der Elite nach wie vor nicht so leicht zünden wie Achtzylinder – und weil auch reiche Raser rechnen können und deshalb bei den Restwerten kein Vermögen verbrennen wollen.
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Alles zum Porsche Cayenne
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- Design
- Antrieb
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Technische Daten im Überblick
Listenpreis
- 105.200 – 165.500 €
Leistung
- 442 – 1.156 PS
Höchstgeschwindigkeit
- 230 – 260 km/h
Elektrische Reichweite
- 565 – 588 km
Verbrauch (kombiniert)
- 19,5 – 20,4 kWh/100 km
0 – 100 km/h
- 2,5 – 4,8 s
Kofferraumvolumen
- 747 – 1.588 l
Anhängelast
- 750 – 3.000 kg
Technische Daten & Varianten

Porsche Cayenne Electric 1, SUV
Bauzeitraum: seit 11/2025
1 Kraftstoffart
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
0–100 km/h
Reichweite
Listenpreis
Cayenne Electric seit 11/2025
442 PS
4,8 s
577 km
105.200 €
Cayenne S Electric seit 03/2026
666 PS
3,8 s
588 km
126.400 €
Cayenne Turbo Electric seit 11/2025
1156 PS
2,5 s
565 km
165.500 €
Porsche Cayenne Electric Bilder
Diese Reise wurde unterstützt von Porsche. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
Porsche Cayenne Electric

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Anfang der 2000er erkannte Porsche, dass Sportwagen allein im Modellprogramm nicht wirtschaftlich sind – und stieß mit dem Cayenne ins SUV-Segment vor. Nun startet die vierte Generation der Baureihe, erstmals als E-Auto. Damit ist der Cayenne nach dem Taycan und dem neuen Macan das dritte Elektromodell der Marke. Dazu sei gesagt, dass die aktuelle, dritte Generation in weiterentwickelter Form noch bis über das Jahr 2030 hinaus auf dem Markt bleiben soll. Der neue Cayenne wird also parallel zum bisherigen Modell angeboten.
Bild: Porsche AG

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Anstatt eine vergrößerte Version des Macan darzustellen, geht der Cayenne beim Design eher in Richtung des Taycan. Sprich: Die hoch aufstehende Frontpartie bekommt keine zweigeteilten Scheinwerfer, serienmäßig ist das SUV mit Matrix-LED-Technik ausgerüstet. Optional verpasst Porsche dem Cayenne HD-Matrix-LED-Scheinwerfer. Auch die seitlichen Lufteinlässe und Air Curtains sind an den Taycan angelehnt.
Bild: Porsche AG

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Die Aerodynamik steht besonders im Fokus, zahlreiche Designelemente sollen den Luftwiderstand senken und den Cayenne effizienter machen. All diese Optimierungen sorgen dafür, dass der cw-Wert des Cayenne Electric bei nur 0,25 liegt – beachtlich für ein so großes Auto. Mit 4,99 Meter Außenlänge ist das E-Auto ganze 55 Millimeter länger als der Verbrenner, Breite und Höhe bleiben nahezu unverändert.
Bild: Porsche AG

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Besonders bemerkenswert ist der fast 13 Zentimeter längere Radstand, der vor allem für mehr Platz im Innenraum sorgt. Obwohl der Cayenne schon immer recht groß war, ging es drinnen – zumindest in Reihe zwei – für Großgewachsene eher eng zu. Nicht so beim Cayenne Electric: Wir steigen ein und fühlen uns direkt wohl. Schon die Rücksitze bieten ordentlichen Seitenhalt, nur der mittlere Platz wirkt eher wie ein Notsitz.
Bild: Porsche AG

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Die zweite Reihe ist serienmäßig elektrisch verstellbar, optional sogar beheizt und belüftet. In einem Porsche sitzt man natürlich am liebsten auf dem Fahrersitz, also wechseln wir eine Reihe nach vorne. Das große Highlight ist das neue "Flow Display" in der Mitte – das größte OLED-Display, das bislang in einem Porsche zum Einsatz kam. Es erstreckt sich gebogen über die Mittelkonsole und bietet im unteren Bereich frei konfigurierbare Schnellzugriffe.
Bild: Porsche AG

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Wie bereits in anderen Porsche-Modellen gibt's auch im elektrischen Cayenne einen Beifahrer-Bildschirm fürs Entertainment während der Fahrt. Fünf sogenannte Themes sorgen für entsprechendes Ambiente an Bord. Dazu kommt ein KI-gestützter Sprachassistent, der Klima, Sitze, Musik oder Navigation per Zuruf steuert, komplexe Anweisungen versteht und Fragen beantworten kann.
Bild: Porsche AG

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So viel Komfort bringt allerdings auch eine Menge Gewicht mit sich. Glücklicherweise hat Porsche dafür gesorgt, dass man das im Alltag nicht so stark zu spüren bekommt. Unterm Blech des Cayenne steckt die PPE-Plattform, allerdings hat sich im Vergleich zum Macan einiges getan. Die Motoren sind komplett neu – zumindest an der Hinterachse. Darüber hinaus wurde am Akku gearbeitet und die Ladetechnik modifiziert.
Bild: Porsche AG

8/11
Zwei Versionen wird es zum Marktstart geben, beide mit Allradantrieb: Die Basis kommt mit einer Dauerleistung von 408 PS, inklusive Launch Control steigt die Leistung auf 442 PS und 835 Nm maximales Drehmoment. Das reicht für 4,8 Sekunden bis Tempo 100 und 230 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Bild: Porsche AG

9/11
Doch das eigentliche Highlight ist die Topversion Cayenne Turbo. Dank neuer, noch leistungsfähigerer E-Maschinen kommt der Turbo auf eine Spitzenleistung von 1156 PS (Dauerleistung 857 PS) und entwickelt bis zu 1500 Nm Drehmoment. Wen diese Zahlen noch nicht beeindrucken, der wird spätestens angesichts der Beschleunigungswerte mit dem Kopf schütteln. Nur so viel: Von null auf hundert geht's in nur 2,5 Sekunden, die 200er-Marke fällt nach 7,4 Sekunden. Damit ist der vollelektrische Cayenne schneller als der hybridunterstützte 911 Turbo S.
Bild: Porsche AG

10/11
So schnell wie der Cayenne seine Leistung in Vortrieb umwandelt und damit den Akku leert, so fix kommt die Energie auch wieder rein. Dank der 800-Volt-Technik der PPE-Basis lädt er mit bis zu 400 Kilowatt – ebenfalls ein Bestwert bei Porsche. Damit ist der 113-kWh-Akku (107,9 kWh netto) in nur 16 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen.
Bild: Porsche AG

11/11
Die Reichweite des Einstiegsmodells gibt Porsche mit 642 Kilometern an, der Turbo soll 623 Kilometer schaffen. Gleichzeitig kann der Cayenne als erstes Modell von Porsche auch mit bis zu 11 kW induktiv geladen werden. Die gewaltige Lücke zwischen den zwei Startmotorisierungen lässt vermuten, dass künftig noch mehr Varianten folgen werden – zunächst müssen aber diese beiden reichen.
Bild: Porsche AG
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