Honda HR-V: Kaufberatung
Gesucht: Der beste Honda HR-V

Mit dem ersten HR-V von 1998 bis 2006 wollte Honda das Kompakt-SUV-Segment mitbegründen. Die jetzt eingeführte zweite Generation muss das Feld nun gegen starke Konkurrenz von hinten aufrollen. Wir wollen sehen, ob sich die lange (Denk-) Pause gelohnt hat.
- Attila Langhammer
Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, als das Segment der Kompakt-SUV noch gänzlich unbekannt war, da präsentierte Honda erstmalig einen HR-V. Ein avantgardistisch gezeichnetes Automobil – dreitürig, höhergelegt, mit dynamischem Keilprofil, automatisch zuschaltendem Allrad und aufwendiger De-Dion-Hinterachse. Honda wollte damit im Revier des erfolgreichen Toyota RAV4 wildern und wachsen. Aber vor 15 Jahren waren die Kunden anscheinend nicht bereit für den modernen Light-Geländewagen im schicken Blechkleid. Auch eine praktischere fünftürige Variante – ab 2001 – nachzureichen brachte nicht den gewünschten Erfolg. 2006 wurde die Produktion des ersten HR-V eingestellt. Acht Jahre später – Hersteller, die ein Kompakt-SUV im Sortiment führen, lassen die Korken im Dauerfeuer knallen – enthüllt Honda auf der L. A. Auto Show 2014 den zweiten HR-V. Der hat äußerlich wie technisch viel von der Originalität des Vorgängers eingebüßt. Er sieht gefälliger aus, sucht die unauffällige Ähnlichkeit der Konkurrenten aus Deutschland – Opel Mokka – und mehr noch der aus Japan – Mazda CX-3. Die angetriebene De-Dion-Hinterachse ist einer technisch weniger komplexen H-Verbundlenkerachse gewichen, weil in Deutschland keine Allradvariante angeboten wird.
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Die "Magic Seats" schaffen Raum für Sperrgut

Das Cockpit ist klar strukturiert und übersichtlich. Die Materialvielfalt – Glas, Klavierlack, harter und weicher Kunststoff – wirkt allerdings wahllos.
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Vollen Assistenzumfang gibt's ab der Linie Elegance

Der intelligente Tempomat koppelt den Geschwindigkeitsbegrenzer an die Informationen der Verkehrszeichenerkennung.
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Karge Wahl zwischen einem Benziner und einem Diesel

Nur für den Benziner ab der zweiten Ausstattungslinie zu haben: Das CVT-Getriebe samt Schaltwippen am Lenkrad für 1300 Euro.
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Weitere Infos zum Honda HR-V und seinen wichtigsten Konkurrenten finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
Fazit
Überzeugend geriet der Innenraum des HR-V: aufgeräumtes Cockpit, clevere "Magic Seats", Durchlademöglichkeit über 2,40 Meter mit dem umklappbaren Beifahrersitz. Auch Fahrwerk und Geräuschdämmung sind gelungen. Dagegen wirkt das Design des Neuen recht mutlos, die Motorenpalette fantasielos. Wobei die beiden Antriebe einem überwiegend urbanen Einsatzgebiet vollauf gerecht werden.
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