Drei kompakte SUVs im Test

Honda HR-V, Opel Grandland X, Skoda Karoq: SUVs im Test

Honda HR-V fordert Karoq und Grandland X

Dank neuem Turbo-Benziner mit 182 PS wittert der Honda HR-V gegen Skoda Karoq und Opel Grandland X seine Chance. Unser Vergleich klärt die Sache.
Platz 1 mit 546 von 750 Punkten: Skoda Karoq 2.0 TSI DSG 4x4. Viel Platz, sportlich und komfortabel. Hoher Verbrauch. Grundpreis (für den 1.0 TSI): 22.490 Euro (bei Carwow ab 19.191 Euro)


Platz 2 mit 508 von 750 Punkten: Opel Grandland X 1.6 Direct Injection Turbo. In vielen Punkten hinterm Karoq, in Summe deutlich zurück. Grundpreis (für den 1.2 Turbo mit 130 PS): 24.700 Euro (bei Carwow ab 20.788 Euro)


Platz 3 mit 500 von 750 Punkten:
Honda HR-V 1.5 VTEC Turbo. Am sportlichsten abgestimmt, doch alles andere als ein Allround-Talent. Grundpreis: 27.990 Euro (bei Carwow mit einer Ersparnis ab 5081 Euro)


Mangelnde Motivation lässt sich diesen drei kompakten SUVs nicht unterstellen. Mit ordentlichen Platzverhältnissen und guter Variabilität bei sozial- und stadtverträglichen Abmessungen wollen sie es am liebsten allen recht machen. Und mit den von uns getesteten Top-Benzinern locken sie obendrein auch noch leistungshungrige Fahrer. So weit der gemeinsame Nenner, auf den sich Honda HR-V, Opel Grandland X und Skoda Karoq schnell einigen. Ansonsten kennzeichnet unser Trio viele Unterschiede. Und das beginnt bereits beim Antrieb.

Der Motor des HR-V macht richtig Spaß

Der 1,5 Liter kleine Turbo des Honda hängt vorzüglich am Gas, das kurze Getriebe passt gut dazu.

Skoda gibt den Karoq 2.0 TSI nur mit Doppelkupplung und Allrad aus den Händen. Automatik und Frontantrieb sind wiederum fest mit dem 1,6-Liter-Turbo des Grandland X verknüpft. Und Honda stellt uns mit dem HR-V den einzigen Schalter ins Testfeld. Den gibt es optional zwar mit CVT-Getriebe, wie beim Opel ist aber auch beim Japaner kein Allrad verfügbar. Dafür ist der HR-V mit lediglich 1,3 Tonnen ein wahres Leichtgewicht. Der fast 1600 Kilo schwere Karoq spielt dagegen die Rolle des kleinen Pummelchens. Und auch wenn er weder so aussieht noch sich so fährt – beim Verbrauch wird deutlich, wer die meisten Pfunde rumschleppen muss. Durchtrainiert auf der Waage, ein Heißsporn auf der Straße. Der nur 1,5 Liter kleine Turbo des Honda hängt vorzüglich am Gas, lässt sich lustvoll ausdrehen. Und mit dem kurz übersetzten und angenehm zu schaltenden Sechsganggetriebe geht der HR-V in jeder Lebenslage flink ans Werk.

Im Karoq reisen die Passagiere am bequemsten

Video: Skoda Karoq (2017)

Connectivity-Test im Karoq

Doch dadurch büßt er bereits einiges an Komfort ein. Schon bei 80 km/h liegen im sechsten Gang über 2000 Touren an, die Kurbelwellen im Skoda und im Opel plätschern da noch ganz entspannt durch die Ölwanne. Entsprechend hoch ist das Geräuschniveau. Beim Dialog auf der Autobahn (Tempo 130) brüllen HR-V-Insassen schon gegen 71 Dezibel an. Wenig Verwöhntalent bietet auch das bockige Fahrwerk. Über die Güte des Straßenbelags informieren Federn und Dämpfer ungefiltert. Da verwundert es fast schon, dass keinerlei Knistern, Knarzen und Klappern aus den Tiefen der HR-V-Karosserie zu vernehmen ist. Karoq und Grandland sind diesbezüglich mitteilsamer. Dennoch empfiehlt sich vor allem der Skoda für den Langstreckeneinsatz. Trotz Sportline-Paket legt er ganz feine Manieren an den Tag, woran sein gut abgestimmtes Verstellfahrwerk großen Anteil trägt. Dazu stützen seine gemütlichen Sportsitze noch besser als das HR-V-Gestühl. Die Sitze im Opel bieten dagegen wenig Seitenhalt. Und so arbeitet der Rücken auf kurvigen Strecken permanent gegen die Fliehkräfte der eigenen Pfunde an.
Viel Gelassenheit strahlt der TSI des Skoda aus, spätestens sobald der alberne Soundgenerator deaktiviert wurde. Man spürt es kaum, doch die Testwerte beweisen, dass der Zweiliter in Verbindung mit dem verschliffen arbeitenden DSG richtig gut geht. Gegenteilig der Opel, der sich zwar schneller anfühlt, es aber nicht ist. Stattdessen wird der 1.6er mit steigender Drehzahl dröhnig, überträgt Vibrationen in Lenkrad sowie Sitze und nervt ab 4000 Touren mit hochfrequentem Turbopfeifen.
Das Fazit von Stefan Novitski: "Neben dem Preis gefällt am HR-V der kräftige und sparsame Motor. Zur richtig runden Sache wird er damit aber genauso wenig wie der Grandland X. Ein wirklich stimmiges Gesamtbild liefert hier allein der Karoq."
Alle Details zum Test gibt es in der Bildergalerie.

Drei kompakte SUVs im Test

Honda HR-V Opel Grandland X Skoda KaroqHonda HR-VOpel Grandland X

Autoren: Dennis Heinemann,

Stichworte:

SUV

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