IM L6: nächste Akku-Evolution aus China
Auch IM aus China bietet 1000 Kilometer Elektro-Reichweite

Der IM L6 lässt mit einer Halb-Feststoffbatterie aufhorchen: Die 130-kWh-Batterie in der chinesischen E-Limousine sorgt für eine Mega-Reichweite von 1000 Kilometern. Alle Infos!
Bild: IM Motors
China gibt weiter Vollgas in Sachen käufliche E-Mobilität: Jetzt sorgt IM Motors mit dem IM L6 für Aufsehen. Grund eins: Das Fahrzeug hat den Elchtest ohne Fahrer mit 71 km/h bestanden.
Aber viel wichtiger: Das Auto besitzt eine 130-kWh-Batterie mit einer Mega-Reichweite von 1000 Kilometern. Das wäre der nächste Evolutionssprung im Bereich der batteriebetrieben Elektromobilität. Zum Vergleich: Der Mercedes EQS hat einen 108 kWh großen Akku – bisher einer der größten auf dem Markt.
IM L6 mit Halb-Feststoffakku
Spannend: Der Superakku arbeitet mit 900 Volt. Mit 400 Kilowatt können in nur zwölf Minuten 400 Kilometer Reichweite hinzugefügt werden. Die Technologie dahinter: sogenannte Semi-Solid-State-Zellen, also eine Halb-Feststoffbatterie. Sie verwendet sowohl die bekannten Lithium-Ionen als auch die Technik der Feststoffbatterie, an der diverse Autobauer, unter anderem auch Volkswagen-Partner PowerCo, aktuell intensiv forschen. Auch Nio hat kürzlich die Serien-Produktion eines solchen Akkus mit sogar 150 kWh Speicherkapazität angekündigt.
Dabei ist der IM L6 sogar bezahlbar: Die Standardversion soll in China umgerechnet 31.800 US-Dollar kosten, die High-Performance-Variante 41.480 Dollar und die Lightyear-Max-Variante (jene mit dem 130-kWh-Energiespeicher) umgerechnet 45.640 Dollar. Die beiden günstigeren Ausstattungsvarianten des IM L6 sind mit konventionellen 90-kWh- und 100-kWh-Akkus ausgerüstet.
Auch sonst ist die Limousine auf dem neuesten Stand: Der IM L6 ist mit Nvidia Orin X, Qualcomm 8295 und LiDAR ausgestattet. An Bord sind innovative Funktionen wie Multi-Angle Carlog (Verwendung von eingebauten Kameras zur Aufzeichnung von Vlogs im Auto) und City Drive (Bereitstellung von lokalen Inhalten auf dem Autodisplay). Zudem ist das Auto mit der DZT-Dynamikverfolgungstechnologie ausgestattet, die gefährliche Objekte mit einer 360-Grad-Kamera identifiziert.
IM L6: autonomer Krabbengang
Doch damit nicht genug: Die Chinesen bauen auch die Chassis-Technologie VMC (Vehicle Motion Control) ein. Heißt: Das Fahrzeug ist ausgestattet mit Hinterradlenkung, intelligenter elektronischer Dämpfung, Luftfederung und mehr. Der Clou: Damit kann der IM L6 Manöver wie den "Krabbengang" durchführen, der bei engen Kurven und anspruchsvollem Einparken verwendet wird.
Der sogenannte "Hurricane-Motor" kann den Wagen von 0 auf 100 km/h in 2,74 Sekunden beschleunigen. Das Allradmodell verfügt über zwei Motoren mit je 200 kW und 379 kW. Topspeed: 268 km/h. Für die Single-Motor-Modelle werden Varianten mit 216 kW, 248 kW und 300 kW angeboten.
IM Motors ist ein Zusammenschluss von SAIC Motor Corporation Group, Zhangjiang High-Tech Park und Alibaba Group. Ziel: mit Größen wie Tesla und Nio zu konkurrieren. Im Jahr 2023 verkaufte IM insgesamt 38.253 Einheiten. Zum Vergleich: Tesla brachte im gleichen Zeitraum über 645.000 Einheiten an seine Kunden.
Service-Links
