Jaguar Land Rover: Neue Innenraum-Technik

Jaguar Land Rover: Neue Innenraum-Technik

JLR möchte den Innenraum revolutionieren

Jaguar Land Rover arbeitet an einer neuen Art der Fahrzeugelektronik. Mit ihr sollen Dekore zu Bildschirmen und Touchflächen werden. Erste Infos!
Um nichts weniger als die Revolution im Fahrzeuginnenraum geht es derzeit bei Jaguar Land Rover. Die Briten arbeiten an einer Technologie namens LESA (Lightweight Electronics in Simplified Architecture), die bislang unter anderem in OLED-Fernsehern zum Einsatz kam. Die Technik soll es unter anderem erlauben, Dekore auf Wunsch zum Display werden zu lassen. So könnte ein Holzdekor in Zukunft zum Navigationsbildschirm werden und nach Gebrauch wieder vollständig neutral im Raum verbleiben. Den Designern wären somit völlig neue Möglichkeiten gegeben, die Innenräume von Fahrzeugen zu gestalten. Neben der Anzeige von Informationen sind auch ein neuartiges Ambientelicht, Touchflächen zur Bedienung, knopflose Armaturenbretter oder eine neue Art der Lenkradheizung möglich.

CAD-Programm hilft bei LESA

Die Engländer wollen ihren Designern mit LESA mehr Freiheiten geben und Bauteile leichter machen.

Damit sich ein Teil elektrifizieren lässt, beispielsweise ein Dekor-Element, "faltet" ein CAD-Programm das Bauteil in der Entwicklung von einem dreidimensionalen Modell in eine zweidimensionale Fläche auseinander. Anschließend werden die normalerweise verkabelten Elektronikteile auf die flache Fläche gedruckt und die Komponenten vormontiert. Nun faltet das CAD die Baugruppen zurück in ein 3D-Modell. Jetzt kann das Bauteil gefertigt werden, und zwar mitsamt der Elektronik, die nun in der Struktur verankert ist. Wann die Technik in Serie geht, ist noch unklar. Einen Prototyp gibt es aber schon. Jaguar Land Rover hat ein LESA-Bedienelement hergestellt, das sich im Dachhimmel des Fahrzeugs befindet. Es wiegt über 60 Prozent weniger als ein konventionelles Bauteil mit gleichem Funktionsumfang. Außerdem schrumpft die Bauteilgröße von 50 auf 3,5 Millimeter. Zusammengefasst: Wenn die Technik serienreif wird, könnte annährend jedes Bauteil mit Elektronik bestückt werden.

Technik soll Fahrzeuge effizienter machen

Neben der neuen Designfreiheiten danke LESA-Technik soll sich der Leichtbau vor allem auch positiv auf den Verbrauch auswirken. Fahrzeuge mit E-Antrieb könnten bei gleicher Akkukapazität weiter fahren, Modelle mit Verbrennungsmotor erhielten dadurch mehr Reichweite pro Tankfüllung. Das gilt natürlich nur, wenn viele Teile diese Technik im Fahrzeug nutzen.

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