Kfz-Versicherung: Zubehör in der Kasko

Kfz-Versicherung: Zubehör in der Kasko

Radio, Navi, Räder, was ist versichert?

Die Kfz-Versicherung übernimmt Haftpflichtschäden – und die Kasko auch wetterbedingte oder selbstverschuldete Schäden. Aber was ist, wenn Zubehör abhandenkommt oder beschädigt wird? Was ist mitversichert?
Mit der Vollkasko-Versicherung lassen sich Schäden abdecken, die selbst verursacht sind – zum Beispiel wenn Sie beim Ausparken die Mauer streifen. Die Teilkasko dagegen deckt vor allem unverschuldete Schäden ab: Etwa wenn durch einen Steinschlag eine Scheibe kaputtgeht oder wenn Ihnen ein Wildtier vors Auto läuft und es zum Unfall kommt. Außerdem greift die Teilkasko auch im Falle eines Diebstahls ein. Allerdings fällt nicht sämtliches Autozubehör unter den Versicherungsschutz.

Welches Zubehör wird abgedeckt?

Grundsätzlich greift der Versicherungsschutz nur dann, wenn Zubehörteile eine Straßenzulassung haben – zum Beispiel besondere Räder. Ohne Zulassung dürfen die entsprechenden Teile aber auch gar nicht verwendet werden! Außerdem unterscheiden die Versicherer gerne zwischen Teilen, die fest mit dem Auto verbunden oder nachträglich fest eingebaut sind und losen Dingen, die sich im Auto befinden.
Fest verbaute Teile: Als fest mit dem Auto verbundene Teile zählen unter anderem eingebaute Navigationsgeräte, die Anhängerkupplung, veränderte Fahrwerksteile oder die Lautsprecher. Kommen diese abhanden oder werden sie beschädigt, zahlt die Teilkaskoversicherung üblicherweise den Neuwert.
Nachträglich verbaute Teile: Teile, die nachträglich eingebaut wurden (etwa eine teure Hi-Fi-Anlage, die erwähnten Räder, aber auch Spezialaufbauten wie sie bei Pick-ups häufig vorkommen oder auch eine Panzerglas-Sicherung) sind nicht per se mitversichert. Hier gibt es bei den einzelnen Kfz-Versicherungen große Unterschiede. Relativ häufig wird inzwischen aber eine Deckungssumme für sogenanntes "Sonderzubehör" definiert. Nicht selten zahlen die Versicherungen für Schäden oder den Verlust von entsprechenden Teilen bis zu 3000 Euro.
Lose Teile im Auto: Hier ist der Fall relativ klar: Wer sein Handy, einen Laptop oder die Handtasche im Auto liegen lässt, der bekommt zwar in der Regel den Einbruchschaden ersetzt, nicht aber das Diebesgut. Das gleiche gilt für Zubehörteile wie mobile Navigationsgeräte.

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Kann man zusätzliches Zubehör versichern?

Ja, bei fast allen Versicherungen kann man besonders teure Sonderausstattung, die nicht ohnehin schon im Tarif eingeschlossen ist, gegen einen Aufpreis mitversichern. In der Regel müssen dafür alle Teile mit ihrem Neupreis aufgelistet werden. Vor dem Abschluss einer Versicherung sollte man sich deshalb genau informieren, welche Teile ohnehin schon im Schutzumfang enthalten sind und für welche eine eventuelle Zusatzvereinbarung ausgehandelt werden muss.

Autor: Michael Gebhardt

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