Kfz-Versicherungsvergleich: E-Autos, Verbrenner
Diese E-Autos sind um bis zu ein Drittel bei der Versicherung günstiger

Elektroautos sind zwar in der Anschaffung teurer, bieten dafür aber woanders Sparpotenzial. Auch bei der Kfz-Versicherung ist ordentlich was zu holen. AUTO BILD erklärt, warum.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
- Raphael Schuderer
E-Autos bieten etliche Möglichkeiten zu sparen: Neben Förderprämie, Steuerbefreiung und – ab dem nächsten Jahr – Verschmutzungs-Zertifikathandel haben sie auch in puncto Versicherungen einen Vorteil. Dies ergab eine Studie des Vergleichsportals Verivox. Obwohl für Elektroautos oft deutlich höhere Kaufpreise gezahlt werden, liegen die jährlichen Versicherungsbeiträge teils deutlich niedriger.
Für die Analyse hat Verivox die Versicherungskosten (Haftpflicht und Vollkasko) für ein Elektroauto und ein vergleichbares Fahrzeugmodell mit herkömmlichem Antrieb betrachtet (zum Versicherungsratgeber von AUTO BILD und Verivox). Die Auswertung umfasst rund 400 Tarifangebote von über 70 Versicherern. Ansonsten waren alle Rahmenbedingungen identisch, sechs Fahrzeugpaare wurden geprüft. Ausgewertet wurden die durchschnittlichen Prämien der fünf günstigsten Tarife.
Kfz-Versicherungsvergleich E-Auto/Verbrenner
Elektromodell | Verbrennermodell | Ersparnis E-Auto |
|---|---|---|
BMW i3 | BMW 118i | 241,93 Euro (34 Prozent) |
Renault Zoe | Renault Clio dCi 90 | 144,54 Euro (21 Prozent) |
VW e-Golf 7 | VW Golf 7 | 98,51 Euro (29 Prozent) |
Opel Corsa e | Opel Corsa 1.2 (Modell F) | 79,08 Euro (20 Prozent) |
Smart EQ fortwo | Smart fortwo 1.0 Coupé | 65,31 (28 Prozent) |
Porsche Taycan 4S | Porsche Panamera 4S | 199,21 (22 Prozent) |
Das Ergebnis: Bei ansonsten gleichen Rahmenbedingungen ist die Versicherung für einen Stromer je nach Modell 20 bis 34 Prozent günstiger. Je nach Modell zahlen die E-Autofahrer in den untersuchten Testfällen zwischen 65 und 242 Euro pro Jahr weniger als die Besitzer der Vergleichsfahrzeuge.

Der BMW 1er kostet in der Vergleichsmotorisierung gut 240 Euro mehr an Versicherung als der i3.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Warum sind die E-Autos so günstig in der Versicherung?
"Auf den ersten Blick mag es überraschen, dass sich die teureren Elektrofahrzeuge günstiger versichern lassen, doch das beobachten wir schon seit geraumer Zeit. Um sich in dem neuen Wachstumsmarkt zu positionieren, gewähren einige Anbieter für die Versicherung eines E-Autos attraktive Preisnachlässe", sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. Ob es sich dabei nur um einen vorübergehenden Trend handelt, muss sich noch zeigen. "Stromer werden erst seit kurzer Zeit in großen Stückzahlen verkauft", sagt Schütz. "Daher ist es gut möglich, dass es in den nächsten Jahren, wenn den Versicherern umfassendere Schadenstatistiken vorliegen, bei den Tarifen für Elektroautos noch größere Preissprünge geben wird."
Wer sich ein E-Mobil anschafft, sollte also gerade in den kommenden Jahren genau beobachten, wie sich die Kosten entwickeln und gegebenenfalls die Versicherung wechseln, wenn der eigene Anbieter die Preise anzieht. Ob Elektroauto oder Verbrenner: Die Preisunterschiede in der Kfz-Versicherung sind enorm. Top-Angebote sind im Schnitt etwa 30 bis 40 Prozent günstiger als Tarife im mittleren Preissegment, der Vergleich lohnt sich also (so kündigen Sie den Vertrag richtig).
Soll man den Akku bei einem E-Auto mitversichern?
In einem Elektroauto ist der Akku das mit Abstand teuerste Bauteil. Entsprechend gut sollte er versichert sein. Besonders wichtig sind ein ausreichender Schutz bei Folgeschäden durch einen Kurzschluss oder einen Tierbiss. Ebenso sollten Überspannungsschäden durch Blitzeinschlag gedeckt sein.
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