Elektroauto-Kauftipps
Das sollten Sie vor dem Kauf eines E-Autos beachten

Wer ein Elektroauto kaufen will, sollte die Unterschiede zum Verbrenner kennen. Mit diesen Tipps treffen Sie die richtige Kaufentscheidung!
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Diese Ampel steht dauerhaft auf Grün: Elektroautos werden immer beliebter, denn ihre Reichweite ist ebenso wie das Ladetempo der Akkus inzwischen auf hohem Niveau. Zugleich werden sie erschwinglich, weil viele Autohersteller derzeit durch attraktive E-Auto-Rabatte die Preise senken, außerdem stehen ab sofort bis zu 6000 Euro staatliche Kaufförderung zur Verfügung.
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Kinder im Haushalt
Rechner basiert auf Informationen aus dem Bundesumweltministerium (BMUKN)
Die Marktforschung zeigt: Wer bereits Elektroauto gefahren ist, erkennt meist ihre Vorteile. Wer sich dagegen mit den Qualitäten von E-Autos noch nie beschäftigt hat, steht der Transformation eher skeptisch gegenüber. Autofahrer sind übrigens nach dem Umstieg überwiegend zufrieden mit ihrer Wahl.
Doch kauft man einfach nur ein neues Auto? Ganz so ist es nicht: Elektroautos sind in einigen Details anders als Pkw mit Diesel- oder Benzinmotor. AUTO BILD erklärt, was beim Kauf eines Elektroautos zu beachten ist!
Tipps zum E-Autokauf
Welches E-Auto passt zu mir?
Das Angebot an E-Autos in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren stark vergrößert, auch von großen Herstellern. Vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine wurde mittlerweile jedes Segment zumindest teilweise unter Strom gesetzt. Selbst als Sportwagen wird das E-Auto inzwischen angenommen, wie der große Erfolg des Porsche Taycan beweist.
Checken Sie also, welche Bedürfnisse Sie als Autobesitzer haben: Fahren Sie oft alleine, oder muss die Familie häufig mit? Danach sollten Sie die Größe des Wagens bestimmen. Pendeln Sie nur zur Arbeit? Dann reicht vielleicht ein Kleinwagen wie der Kia EV2, ein Dacia Spring oder ein Citroen ë-C3. Oder stehen häufiger Langstreckenfahrten auf dem Programm? Dann wäre viel Reichweite das Richtige, also eher ein BMW iX50 xDrive, ein VW ID.3 oder ein Tesla Model 3. (Das sind die Reichweiten-Könige der Autobahn.)
Noch besser wäre ein Modell mit 800-Volt-Technik zum Mega-Schnellladen wie der Hyundai Ioniq 5 (lädt 351 Kilometer in 30 Minuten) oder der Porsche Taycan. Denn eine hohe Spannung steigert auch die Ladeleistung, die neben der reinen Reichweite immer wichtiger wird. Oder soll es doch ein Plug-in-Hybrid mit zusätzlichem Verbrennungsmotor an Bord sein?
Welches Fahrprofil habe ich?
Zum Ende der Selbstanalyse sollten Sie sich die Frage beantwortet haben: Welches Fahrprofil habe ich (siehe oben)? Denn danach richtet sich auch die Wahl des Ladeanbieters. Der E-Mobility Excellence Report 2024 (zur gesamten Studie) hat die Bedürfnisse von Vielfahrern, Wenigladern und "Laternenparkern" genau untersucht und die beste Abdeckung sowie die günstigsten Angebote ermittelt.
Wie groß soll der Akku des E-Autos sein?
Auch die Wahl der Batterie Ihres Modellfavoriten kann eine Rolle spielen. Vielleicht muss es nicht unbedingt die größte sein. Denn der Akku ist hauptverantwortlich für den CO2-Fußabdruck eines E-Autos. Allgemein wird bei der Produktion mit 100 Kilogramm des schädlichen Treibhausgases pro Kilowattstunde Kapazität gerechnet. Außerdem steigt bei einem größeren und damit schwereren Akku auch der Energieverbrauch des Fahrzeugs. Hinzu kommt der höhere Bedarf an Rohstoffen, auch an seltenen Erden.
Wer also beispielsweise das E-Auto als Zweitwagen oder ausschließlich zum Pendeln einplant, sollte vielleicht die kleinere Akkuvariante nehmen. Wer dagegen oft mehr als 250 Kilometer am Stück fahren muss, sollte sich mit einer größeren Batterie mehr Sicherheit und Flexibilität verschaffen. Auswahl gibt es genug: Fast alle gefragten Stromer werden mittlerweile mit mindestens zwei Batteriegrößen angeboten. Hier empfiehlt es sich, den größten Akku auszuwählen, der mit Ihrem Budget möglich ist. Das erhöht die Lebensdauer (weil weniger Ladezyklen erreicht werden) und den Fahrkomfort (weil Sie bei Langstreckenfahrten weniger Ladestopps machen müssen), außerdem stärkt es den Restwert im Fall eines Wiederverkaufs.
Warum macht die Batterie E-Autos teuer?
Wer ein neues Elektroauto kaufen möchte, sieht sich noch immer mit einem relativ hohen Kaufpreis konfrontiert. Allerdings wird die Diskrepanz zu Fahrzeugen mit Verbrennermotoren durch die Elektro-Kaufprämie gemindert. Preistreiber Nummer eins ist nach wie vor der Akku, das teuerste Bauteil beim Elektroauto. Er macht gut ein Drittel der Produktionskosten aus (das kosten Tausch-Akkus).
Aber es gibt gute Nachrichten für alle Elektroauto-Interessenten: Die Akku-Preise sinken seit Jahren kontinuierlich. Schon in wenigen Jahren könnte die Marke von 50 Euro pro Kilowattstunde Kapazität unterschritten werden. So will VW den Preis mit Einheitsakkus drücken. Und bald werden die Karten mit den deutlich sichereren und effizienteren Feststoff-Akkus neu gemischt.
Wie schätzt man Reichweite und Batterie richtig ein?
Elektroauto-Käufer sollten nicht am Akku sparen, denn von ihm hängt die Reichweite ab. Nach Möglichkeit sollte er immer zwischen 20 und 80 Prozent aufgeladen sein. Es ist ganz natürlich, dass sich seine Kapazität mit der Zeit verringert. Bei einer Lebensdauer von acht bis zehn Jahren büßt der Akku bis zu 30 Prozent seines Speichervolumens ein, je nach Ladeart, Zahl der Ladezyklen oder Fahrstil. Auch bei Kälte sinkt die Reichweite schnell (Reichweiten-Tipps für den Winter).
Aufschluss über den Zustand der Batterie gibt der sogenannte State-of-Health-Wert (SoH), also das Verhältnis der aktuell maximal nutzbaren Kapazität zur Nennkapazität. Gebrauchtwagenkäufer sollten einen Test in einer Markenwerkstatt machen lassen (30 bis 60 Euro) oder das Serviceheft nicht vergessen. Die meisten Hersteller (VW, Renault, BMW, Mini, Skoda, Peugeot, Citroën, Hyundai, Fiat, Jaguar, Audi, Mercedes, Nissan, Opel, Mazda, Honda, Volvo, Porsche) geben eine Batterie-Garantie über acht Jahre und 160.000 Kilometer, viele mit garantierter Speicherleistung von 70 Prozent.
Wichtig: Bei der Reichweite nicht allein auf die Herstellerangaben verlassen. Diese sind meist unter realitätsfernen Bedingungen erhoben worden und können im Alltag nicht erreicht werden. Deswegen ist es ratsam, sich vor dem Kauf beim Händler nach der Reichweite im Realbetrieb zu erkundigen. Dann sollte aufgrund des Kapazitätsverlustes noch mal etwa ein Drittel Puffer eingeplant werden. Wer den Wagen also für mindestens 100 Kilometer am Tag nutzt, sollte ein Auto mit mindestens 150 Kilometern (realer) Reichweite kaufen. Dann macht das Elektroauto auch ein paar Jahre später noch Freude.
Welche Förderung gibt es beim Kauf von E-Autos?
Aktuell fördert der Bund den Kauf eines neuen Elektroautos mit bis zu 6000 Euro. Wer einen Plug-in-Hybriden kauft, erhält bis zu 4500 Euro. Die Förderung ist gestaffelt nach Einkommen, zusätzlich erhöht sich der Bonus bei bis zu zwei Kindern im Haushalt. Es gibt keinen Deckel beim Fahrzeugpreis, somit werden alle vollelektrischen Fahrzeugmodelle gefördert. Bei PHEV-Modellen ist die Förderung beschränkt auf einen Schadstoffausstoß von maximal 60 g CO2 pro Kilometer oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 km.
Ladesäulen und Wallbox: Wie man öffentlich und privat laden kann
Neben dem Thema Reichweite sollte auch das Laden in die Kaufentscheidung für oder gegen das Elektroauto einfließen. Vor dem Kauf eines Elektroautos sollte man sich über die Ladeinfrastruktur in der Umgebung informieren. Am besten sollte zu Hause eine Möglichkeit zum Laden verfügbar sein. Hier eignet sich sehr gut eine Wallbox – eine spezielle Ladestation für E-Autos.
Diese privaten Ladepunkte kosten grob zwischen 500 und 2000 Euro, die Installation noch einmal 1000 bis 2000 Euro. Das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) zum Ausbau der Elektromobilität sichert seit dem 1. Dezember 2020 Eigentümern wie Mietern das Recht, am Stellplatz in der Garage oder auf dem Grundstück eine Ladesäule zu installieren (mehr Infos). Und es erleichtert generell bauliche Veränderungen.
Ein Elektroauto lässt sich meist auch an der Haushalts-Steckdose aufladen, das sollte jedoch eher die Ausnahme sein als die Regel. Der Vorgang dauert viele Stunden und belastet den Anschluss. Manche Anschlüsse (z. B. in älteren Gebäuden) sind dafür gar nicht geeignet. Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, sollte klären, ob es dort eine Möglichkeit zum Nachladen gibt (so geht Laden am Arbeitsplatz).
Welches Ladekabel ist das richtige?
Wie schnell und effizient ein E-Auto lädt, hängt von drei Faktoren ab: Lademöglichkeit, Ladesystem im Auto und die Kabel-Stecker-Kombinationen. Kurze Kabel sind leicht und verschwenden keinen Platz im Kofferraum. Wenn aber beispielsweise eine öffentliche Stromstation von einem Verbrenner zugeparkt ist, hilft nur ein extralanges Ladekabel, um an Saft zu kommen. Der Nachteil: Lange Leitungen wiegen schwer, sind sperrig und teurer. Außerdem steigt mit der Kabellänge die Verlustleistung. Wer zu Hause lädt, der sollte das Kabel so kurz wie möglich wählen. Für den mobilen Einsatz empfiehlt sich die Faustformel: Breite plus Länge des Autos gleich Kabel-Mindestmaß (diese Steckertypen gibt es).
Spirale oder glattes Kabel? Letzteres lässt sich leichter am und ums Auto herum verlegen, landet dafür aber gern im Dreck. Spiralkabel ziehen sich immer auf ihr kleinstes Packmaß zusammen und lassen sich luftig verlegen. Allerdings können sie den Lack und Anbauteile des Autos gefährden. Außerdem verbrauchen sie mehr Material, sind darum teurer und haben höhere Widerstände. Auf dem Markt verlieren sie an Bedeutung.
Wann lohnt es sich, ein E-Auto zu leasen?
Eine Möglichkeit, den Preis beim Kauf eines Elektroautos zu drücken, ist das Leasing. Auch das wird von der Kaufförderung preislich begünstigt. Man sollte beim Leasing immer bedenken, dass bei Rückgabe des Autos noch zusätzliche Kosten im drei- bis vierstelligen Bereich anfallen, weil Schäden beglichen werden müssen, die im Leasingzeitraum entstanden. Selbst kleinste Lackkratzer werden in Rechnung gestellt.
Welche Steuervorteile und andere Privilegien gibt es?
Wie bei der Anschaffung greift der Staat auch beim Unterhalt E-Autokunden unter die Arme. So sind E-Autos die ersten zehn Jahre nach dem Neukauf von der Kfz-Steuer befreit, danach werden lediglich 50 Prozent fällig. Bei der Dienstwagenbesteuerung müssen bei reinen E-Autos unter 100.000 Euro Bruttolistenpreis nur 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises angesetzt werden (ab Erstzulassung, gilt bis 2030). Beträgt der Bruttolistenpreis mehr als 100.000 Euro, werden 0,5 Prozent angesetzt. Bei Plug-in-Hybriden sind es ebenfalls 0,5 Prozent.
Auch beim kostenlosen Laden auf der Arbeit genießen Elektroauto-Besitzer Steuervorteile: Räumt der Arbeitgeber eine Möglichkeit ein, das E-Auto kostenfrei aufzuladen, muss der Gratis-Strom in der Steuererklärung nicht als geldwerter Vorteil angegeben werden.
Weitere Vorteile genießen E-Auto-Besitzer vor allem in einigen Innenstädten. So dürfen sie mancherorts kostenlos parken und die Busspur benutzen. In vielen Parkhäusern sind kostenfreie Parkplätze mit Ladesäulen für Elektroautos eingerichtet. Auf vielen öffentlichen Parkplätzen parken E-Autos – zumindest während des Ladevorgangs – frei.
Wie hoch fällt die Kfz-Versicherung bei Elektroautos aus?
Bei der Versicherung des Elektroautos gilt wie bei jedem anderen Fahrzeug: vorab Tarife vergleichen! Viele Versicherungen sind für E-Autos inzwischen oftmals teurer als für Benziner. Der Grund: Statistiken zeigen den Versicherern, dass Elektroautos zwar seltener in Unfälle verwickelt sind, Reparaturen dann aber häufig deutlich teurer ausfallen. Die jeweilige Einordnung resultiert aus den gemeldeten Unfallschäden der vergangenen Jahre für ein Modell.
Verpflichtend ist auch bei E-Autos nur die Haftpflichtversicherung. Allerdings ist eine Vollkasko-Police ratsam. Wichtig: Der Versicherungsschutz sollte den Akku vollumfänglich mit abdecken. Dazu zählen auch Schäden durch Bedienfehler, wie zum Beispiel durch eine Tiefentladung.
Geringe Wartungs- und Betriebskosten beim Elektroauto?
Ein eindeutiger Preisvorteil des Elektroautos im Gegensatz zu einem Verbrenner ergibt sich aus den geringeren Wartungs- und Reparaturkosten. Typische Verschleißteile wie Zahnriemen, Zündkerzen oder Kupplung fallen weg, wie auch Schmierstoffe und Kühlwasser. Auch Ölwechsel gibt es nicht. Die Bremsen verschleißen dank Rekuperation langsamer. Natürlich steht auch hier einmal jährlich die Inspektion ins Haus, doch sie ist gut ein Drittel günstiger als bei einem vergleichbaren Verbrenner.
Allerdings sollte man sich im ländlichen Raum vor der Anschaffung nach einer kompetenten Werkstatt erkundigen – wer nicht für jede kleine Wartung zur teuren Markenwerkstatt fahren will, könnte in Schwierigkeiten kommen, denn noch sind Techniker mit der nötigen Expertise nicht flächendeckend vorhanden.
Der wichtigste Kostenpunkt für die Fraktion Pro-E-Mobilität ist aber die Energie. Strom für Elektroautos ist immer günstiger als Benzin oder Diesel, auch wenn die Stromkosten schwanken und zuletzt gestiegen sind. Hilfe liefert der Energiekostenvergleich, der an jeder großen Tankstelle in Deutschland aushängt. Mit dem Finden des günstigsten Stromtarifs und Alternativen wie zum Beispiel ein heimisches Solardach lässt sich zusätzlich Geld sparen.
Zusammenfassung: Diese Fragen helfen bei der Entscheidung für oder gegen ein E-Auto
- Hat mein zukünftiges Elektroauto genügend Reichweite für die täglich bzw. regelmäßig gefahrene Strecke – auch im Winter?
- Bei der Einschätzung hilft die Reichweiten-Angabe des Herstellers nach WLTP. Aber Achtung: Der Wert wird unter Laborbedingungen ermittelt, im Realbetrieb genügt der Akku zumeist nur im Schnitt für etwa zwei Drittel dieser Distanz. Das betrifft die meisten Fabrikate. Ein Tipp: Kaufen Sie immer den größeren Akku – das erhöht den Komfort, weil seltener Ladestopps notwendig sind. Wer jetzt schon an den übernächsten Schritt denkt: Ein größerer Akku erleichtert auch den Wiederverkauf.
- Passt das Fahrprofil zum Elektroauto? Wer gerne lange am Stück Auto fährt, kommt mit einer relativ geringen Reichweite vermutlich nicht hin.
- Genügt die Ladegeschwindigkeit? Elektroautos sind heute serienmäßig mit Wechselstrom- und Gleichstromladeanschluss ausgestattet. Immer noch rüsten viele Hersteller ihre Modelle beim Wechselstrom nur für Ladeleistungen bis 11 kW aus, Stand der Technik wären 22 kW.
- Ähnliches gilt fürs Schnellladen: So kann zum Beispiel der Akku vom Kleinwagen Opel Corsa Electric mit maximal 100 kW Gleichstrom aufnehmen, was eine Ladezeit von ca. 30 Minuten bedeutet. Beim sehr günstigen Kleinstwagen Dacia Spring sind es bei maximal 40 kW Ladeleistung mindestens 37 Minuten. Wer auf Zwischenstopps schneller laden möchte, sollte sich nach einem anderen Modell umschauen.
- Welche Möglichkeiten zum Laden gibt es in Ihrer unmittelbaren Umgebung? Können Sie zu Hause laden? Ohne die richtige Ladeinfrastruktur – dazu gehört die Möglichkeit, eine eigene Wallbox zu nutzen – droht Frust. Zumindest aber höhere Kosten, denn öffentliches Laden kann – je nach Anbieter in der Umgebung – ein Drittel bis doppelt so teuer sein wie häusliches Wallbox-Laden mit privatem Stromvertrag.
- Erkunden Sie also vor dem Elektroauto-Kauf Ihre direkte Umgebung nach Ladestationen. Prüfen Sie die Auslastung und schauen Sie nach den Tarifen. Je nach Wohnort kann das öffentliche Laden bedeuten, zu unbequemen Zeiten den Wagen nach dem Laden abholen und umparken zu müssen, um keine Park- oder Blockiergebühren zu zahlen. Tipp: Am günstigsten lädt man öffentlich derzeit bei Lidl und Kaufland (Schwarz-Gruppe) sowie Aldi Süd: Dort kostet das Laden 29 ct/kWh.
- Wie groß muss das Auto sein? Möglicherweise sollen mehrere Personen mitfahren oder Gegenstände transportiert werden. Inzwischen gibt es in fast allen Segmenten – vom Kleinwagen bis zum großen SUV – entsprechende Elektromodelle.

Auf einigen Parkplätzen parken Elektroautos während des Ladevorgangs kostenfrei. Aber danach werden deftige Blockiergebühren erhoben.
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- Erhoffe ich mir einen Kostenvorteil? Wer mit dem Elektroauto sparen will, sollte alle Kosten durchrechnen und mit einem Verbrenner vergleichen. Dabei sollten Sie beachten: Können Sie nicht zu Hause laden, werden die Energiekosten höher ausfallen, da öffentliches Laden teurer ist.
- Kann ich von Zuschüssen profitieren? Vorab unbedingt über aktuelle Prämien, Hersteller-Boni und Steuervorteile informieren.

Zum Nachladen sollte zu Hause am besten eine Wallbox installiert sein. Wer keine Möglichkeit hat, privat zu laden, zahlt deutlich mehr für Fahrstrom.
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- Lohnt es sich, das Auto zu leasen? Auch dafür gibt es die Förderung. Vorteil des Leasings: Wer zweifelt, kann hier in begrenztem Zeitraumen folgenlos ausprobieren, ob die neue Mobilität für ihn geeignet ist. Aber es gibt auch einen Nachteil: Bei Rückgabe des Fahrzeugs fallen regelmäßig zusätzliche Kosten im drei- bis vierstelligen Bereich an, weil während der Nutzung aufgetretene Schäden vom Leasingnehmer kompensiert werden müssen. Diese Nachzahlung sollte man nicht unterschätzen.
- Habe ich eine kompetente Werkstatt in erreichbarer Nähe? Auch Elektroautos müssen regelmäßig in die Inspektion, oft allein schon, um die Batteriegarantie zu gewährleisten. So muss der Toyota bZ4X einmal im Jahr oder alle 15.000 km zur Inspektion. Wenn Sie von einer längeren Haltedauer ausgehen, sollten Sie nach einem guten Fachbetrieb Ausschau halten, der spezialisiertes Personal für Hochvolt-Fahrzeuge vorhält. Das gilt insbesondere für Markenwerkstätten, die in Garantiefällen ansprechbar und erreichbar sein sollten.
- Wer komplett emissionsfrei fahren möchte, sollte seinen Stromvertrag ändern. Denn nur mit "grünem" Strom, also Energie aus erneuerbaren Ressourcen, ist das E-Auto wirklich umweltfreundlich.
Kommentar
Zurzeit denken viele Autofahrer erstmals über den Kauf eines Elektroautos nach. Nur Mut! In vielen Dingen ist die neue Mobilität einfacher und komfortabler, vor allem aber günstiger. Aber es gibt ein paar Details, die man kennen sollte. Etwa daran zu denken, dass es entweder eine Wallbox oder eine häufig verfügbare Ladestation in Spaziernähe braucht.
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