Kia in Seoul 2009
Doppeltes Heimspiel

Sieben Jahre nach dem Start bringt Kia den neuen Sorento. Premiere feiert das SUV – genau wie die Oberklasse-Studie Vision VG KND-5 – beim Heimspiel auf der Seoul Motor Show 2009.
- Stephan Bähnisch
Bisher galt der neue Kia Sorento als Geheimsache. Doch jetzt kommt Licht ins Dunkel, das Korea-SUV steht in ganzer Pracht auf der Seoul Motor Show (2. bis 12. April 2009). Mit 4,69 Meter Länge ist der Sorento nochmal größer als der Vorgänger (plus zehn Zentimter) und nimmt bis zu sieben Personen mit auf die Reise. Statt auf einen Leiterrahmen setzen die Koreaner jetzt auf eine selbsttragende Karosserie, die Maxime heißt also weg vom Offoader hin zum "Onroader" mit mehr Fahrkomfort. Chef-Designer Peter Schreyer hat ein Lächeln in die Front gezaubert, indem er in den geschwungenen Grill weit nach hinten gezogene Scheinwerfern integrierte. Dunkle Einfassungen für die Nebelscheinwerfer lassen den neuen Sorento noch sportlicher wirken. Dazu erscheint die Seitenlinie mit schmaleren Fenstern filigraner und dynamischer. Das Heck mit einer kleineren Scheibe und breiten C-Säulen geriet hingegen sehr massig und dürfte die Sicht nach hinten einschränken. Die Technik teilt sich der Sorento II mit dem Hyundai ix55, der in den USA bereits seit 2007 als Veracruz verkauft wird und jetzt auch bei uns um Kundschaft buhlt.
Allrad auf Wunsch

Bild: Werk

Bild: Werk
Oberklasse nicht für Europa
Dass Kia auch die Oberklasse nicht vergessen hat, beweist die Studie "VG". Bereits Ende 2009 soll die 4,95 Meter lange Limousine den Heimatmarkt erobern, ein Export nach Europa ist derzeit nicht angedacht. Kein Wunder, denn der aktueller Oberklasse-Vertreter Opirus ist hierzulande ein echter Ladenhüter. In Seoul steht die neue Business-Class noch mit dem geheimnisvollen Kürzel KND-5 und laut Kia mit "dem Gesichtsausdruck eines fauchenden Tigers". Trotz der Länge und des langen Radstandes von 2,85 Metern ist das neue Flaggschiff nur 1,48 Meter hoch, bei der Studie betonen fette 20-Zöller die sportliche Erscheinung. Auffällig sind die LED-Frontscheinwerfer und das große Panorama-Glasdach, das nahtlos an die Winschutzscheibe anschließt. Standesgemäß fällt auch der Antrieb aus: Unter der langen Haube sitzt ein 3,5-Liter-V6, der seine Kräfte an eine Sechsgang-Automatik schickt. Zum Innenleben des futuristisch anmutenden "VG" macht Kia keine Angaben, auffällig sind die wenigen Bedieneinheiten und der prominent platzierte Starterknopf in der Mitte des Armaturenträgers.
Service-Links