Kia Optima: Vorstellung
Neuer Anlauf für Kia

Große Limousinen aus Korea waren bei uns stets Ladenhüter. Doch Kia gibt nicht auf: Wenn die Deutschen schon nicht den Magentis mögen, dann vielleicht ja seinen schicken Nachfolger, den Optima.
Wer in Deutschland Stufenhecklimousinen verkauft, die nicht Audi, BMW oder Mercedes heißen, erzielt bestenfalls Achtungserfolge. Oft sogar noch nicht mal das: 227 Käufer haben sich 2009 für einen Kia Magentis entschieden. Ein Witz. Das koreanische 4,80-Meter-Schiff besitzt damit Exotenstatus, liegt im Seltenheits-Ranking gleichauf mit sündteuren Italo-Sportlern à la Maserati GranTurismo und Ferrari California. Dass der Nachfolger Optima (Markteinführung Frühjahr 2011) über Nacht zum Bestseller wird, glaubt zwar auch bei Kia keiner. Weil das Blechkleid unter dem Einfluss von Designchef Peter Schreyer jedoch nicht nur seine Biederkeit abgestreift, sondern überraschend sogar Sex-Appeal gewonnen hat, dürfte ihm jedoch gelingen, was der glücklose Magentis niemals schaffte: Hälse verdrehen. Selbst das eine oder andere "ah" und "oh" ist drin, wenn sich die Wagenschläge öffnen.
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Bild: Werk
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Allzu hoch will Kia allerdings nicht pokern. War beim Magentis noch ein V6 im Angebot, gibt es das Top-Triebwerk in Zukunft nur noch in den USA. Nach Deutschland rollt der Optima mit Vierzylindern, einem 163 PS starken Zweiliter-Benziner und einem neuen 1,7-Liter-Turbodiesel, der 115 PS leistet und Verbrauchswerte mit einer Fünf vorm Komma möglich machen soll. Später könnte auch eine Hybridvariante nachgeschoben werden, die die Koreaner fertig entwickelt haben. Das Basismodell rollt auf 17-Zoll-Rädern; Soundsystem, Klimaanlage, Bordcomputer und ein sechsfach verstellbarer Fahrersitz sind Serie. Für die höheren Ausstattungsstufen bietet Kia zudem schlüssellosen Zugang, klimatisierte Ledersessel, ein zweigeteiltes Panoramadach sowie ein Navigationssystem mit Sprachbedienung an. Die Preise sind noch nicht kalkuliert, dürften aber knapp über Vorgängerniveau starten, also bei rund 23.000 Euro.
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