Kia Picanto: Kaufberatung
Gesucht: Der beste Kia Picanto

Ein bisschen mehr Pfeffer durfte es sein für den Picanto. Kräftigere Schürzen, viel Komfort auf Wunsch, Euro-6-Motoren und ein wuseliger Charakter machen Kias Kleinsten seit dem Facelift noch appetitlicher.
- Julia Winkler
Als Picanto Nummer eins 2004 auf den Markt kam, gewann er auf Anhieb etliche Vergleichstests, etwa gegen den Daihatsu Cuore, den Fiat Panda und den ein Jahr später folgenden Citroën C1. Sein Vorteil: Er bot serienmäßig fünf Türen, punktete mit netter Einrichtung und manierlichem Fahrverhalten bei einem Basispreis von 8700 Euro. Damit war er einer der günstigsten Minis seiner Zeit. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Aktuell steht bereits das Facelift von Generation zwei bei den Händlern, das in dreitüriger Ausführung bei 8990 Euro startet.
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Die Optik wandelt sich von niedlich zu angriffslustig

Der Beifahrersitz ist auf einen 1,80-Meter-Mann eingestellt, doch der Redakteurin bleibt mit ihren 1,67 Metern genug Luft.
Bild: Ronald Sassen
Autsch: Die Heckklappe öffnet nur 1,75 Meter hoch

Sitzfläche aufstellen, Lehne vorklappen, dann ist die Ladefläche eben, und der Kofferraum fasst maximal 870 Liter.
Bild: Ronald Sassen
Die neue Linie bietet rudimentären Basiskomfort

Edition 7-Cockpit aufgerüstet mit Klimaanlage und Radio. Robustes Hartplastik dominiert, wobei die Chromapplikationen für den nötigen Chic sorgen.
Bild: Ronald Sassen
Mit Spirit wird der Picanto zum Komfortbolzen
So aber muss, wer höhere Erwartungen hegt, das Topmodell Spirit wählen, für das noch mal 2700 Euro fällig werden. Rechnet man die 990 Euro für das Emotion-Paket raus, das hier serienmäßig ist, bleiben 1710 Euro, die Kia unter anderem mit aktiven Kopfstützen vorn, Alurädern, Ablagewanne im Gepäckraumboden, Multifunktionslederlenkrad, Bluetooth, zusätzlichen Lautsprechern, elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln, Nebelscheinwerfern, LED-Tagfahrlicht und Chromelementen an der Karosserie rechtfertigt. Das lassen wir gelten. Nicht aber, dass die mit dem Facelift eingeführten Optionen wie beheizbares Lenkrad, Tempomat, Parksensoren hinten (nur in Verbindung mit Sportstoßfängern) und Touchscreen-Navigation samt Rückfahrkamera einzig bei Spirit den Komfort auf die Spitze treiben und ansonsten nicht zur Wahl stehen. Auch das komfortabel arbeitende Start-Stopp-System inklusive Rekuperation ist ausschließlich für Spirit verfügbar. Da Kia alles zudem in Paketen bündelt, blättert man für einen fünftürigen Picanto locker um die 15.000 Euro auf den Tisch, wofür es auch schon einen sinnvoll ausgestatteten Polo gibt. Aus diesem Grund empfehlen wir den Fünftürer als Edition 7 mit Emotion-Paket für verträgliche 11.430 Euro.
Der 1.2er agiert souverän – allerdings wird die Toplinie zur Pflicht

Der Picanto startet mit dem Einliter-Dreizylinder (69 PS) bei 8990 Euro.
Bild: Ronald Sassen
Weitere Infos zum Kia Picanto und seinen wichtigsten Konkurrenten finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
Fazit
Mit der Modellüberarbeitung hat Kia den Picanto ein gutes Stück höher positioniert und bietet für ihn Komfortfeatures wie bei den Großen – allerdings nur optional in der höchsten Ausstattungslinie. Ein Schnäppchen ist der Mini aus Korea so nicht mehr; beschränkt man sich indes auf die wesentlichen Extras, bleibt der Preis moderat. In der Summe erfüllt der Picanto alle Ansprüche an ein Auto, das am liebsten durch die Stadt wuselt. So hält er auch in aktuellen Vergleichstests Peugeot 108, Seat Mii, Renault Twingo und Fiat Panda hinter sich.
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