Kia ProCeed vs. Mercedes CLA SB

Kia ProCeed, Mercedes CLA Shooting Brake: Test

Das Duell der schönen Shooting Brakes

Für einfache Kombis sehen Kia ProCeed und Mercedes CLA SB zu spektakulär aus. Und machen viel zu viel Spaß! AUTO BILD hat die beiden Schönheiten verglichen.
Platz 1 mit 531 von 800 Punkten: Mercedes CLA 250 Shooting Brake. Fährt souverän, erstaunlich gute Fahrleistungen, gelungene Motor-Getriebe-Kombi. Aber unverschämt teuer.
Platz 2 mit 523 von 800 Punkten: Kia ProCeed GT1.6 T-GDI. Mit Spaßgarantie! Etwas weniger geschliffen als der Benz. Klasse Preis, tolle Ausstattung. Und sieben Jahre Garantie!
Ja, was denn nun? Sind das Limousinen, Coupés, Schräghecks oder doch etwa Kombis? Kia und Mercedes sehen den ProCeed und den CLA am liebsten als Shooting Brake, der Benz trägt es ja auch im Namen. Diese Karosserieform stammt aus England, meint ursprünglich Autos mit zwei Türen und einer kombiähnlichen Heckklappe, mit denen die Landlords ihre Jagdutensilien transportierten. Berühmtester Shooting Brake war sicherlich der auf Basis des Aston Martin DB5. Auch Lancia Beta HPE, Reliant Scimitar oder Volvo P1800 ES stehen für die Form.

Unter dem Blechkleid des CLA SB steckt eine A-Klasse

Geschmacksache: Der CLA Shooting Brake ist wohl die schönste Modellvariante der A-Klasse.

Kia hat den ProCeed vom Kompaktklasse-Ceed abgeleitet, wo er neben Fünftürer und Kombi angeboten wird. Der CLA Shooting Brake stammt von der A-Klasse ab, gehört dort wie Fünftürer und CLA Coupé zum Programm. Die Formgestalter dürften in beiden Fällen Spaß bei der Arbeit gehabt haben, mit ihrer jeweils tief heruntergezogenen Front, der niedrigen Dachlinie, dem schmalen Fensterband und dem schräg abfallenden Heck fallen Kia und Benz richtig auf. Schön? Das liegt im Auge des Betrachters, langweilig jedenfalls nicht. Das Platzangebot ist ganz ordentlich – besser als vielleicht erwartet. Nur im Fond wird es eben etwas knapper mit der Kopffreiheit. Eingerichtet sind beide sehr ansehnlich, besonders im Kia finden sich viele liebevolle Details: farbenfrohe Digitalinstrumente, griffige Sportsitze, Alu-Pedalerie, viele rote Nähte (im GT alles Serie).

Gebrauchtwagensuche: Mercedes CLA 250 Shooting Brake

Beim Fahren macht der ProCeed GT richtig Spaß

Kia ProCeed GT (2020): Dauertest - erster Eindruck - Info

So macht sich der Kia im Dauertest

Im noch einen Hauch feineren Mercedes fällt natürlich besonders das Breitwandkino mit den zwei 10,25 Zoll großen Displays für Instrumente und großes Navi auf (3076 Euro). Hinter den großen Heckklappen warten dann zwei schluckfreudige Lastenabteile: In den Benz passen 505 Liter, in den Kia sogar stattliche 594. Befeuert wird der ProCeed von einem 1,6-Liter-Turbo mit 204 PS, hier mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (2000 Euro). Eine schöne Kombination. Der Vierzylinder ist ein munteres Kerlchen, holt bis etwa 1800 Touren noch mal kurz Luft und geht dann herzhaft zur Sache. Dabei röhrt und knurrt er furchterweckend – jedenfalls für PlayStation-Fans. Das Getriebe reagiert aufmerksam, schaltet allerdings häufiger als im Benz, wirkt unruhiger.

Gebrauchtwagensuche: Kia ProCeed

Der ProCeed geht zackig ums Eck, fühlt sich flott und leichtfüßig an, wiegt ja auch 162 Kilo weniger als der CLA. Macht Spaß! Kia hat ihn betont stramm abgestimmt, er federt steifer und holpriger als der Mercedes, auf langen Strecken muss man das mögen. Herausragend: die Bremsen. Der ProCeed stand beim Stopp aus Tempo 100 mit warmen Bremsen schon nach 33,4 Metern.

Beim Preis hat der Mercedes keine Chancen gegen den Kia

Unglaublich: Der getestete CLA war über 20.000 Euro teurer als der voll ausgestattete ProCeed GT.

Der CLA kann das allerdings (fast) genauso gut, stand warm nach 33,7 Metern. Sein 2,0-Liter-Turbo mit 224 PS macht richtig Druck, spricht noch direkter und kraftvoller an als der Kia, der CLA ist mess- und fühlbar zügiger unterwegs. Seinen Anteil daran hat auch das schnelle DSG. Dabei fährt er sich flüssig und souverän, liegt gelassener als der Kia, federt sensibler. Dazu kommt ein klasse Lenkung, fest und präzise. Ein Vorteil ist auch der Allradantrieb 4Matic des Testwagens. Teuer (2202 Euro), aber gut. So untersteuert er – gerade im direkten Vergleich – eben weniger als der frontgetriebene Kia. Der CLA im Test-Trimm steht mit sagenhaften 55.090 Euro in der Liste. Das sind über 20.000 Euro mehr als beim komplett ausgestatteten Kia für 34.980 Euro. Alles klar damit? Nicht ganz. Der Mercedes gewinnt trotzdem noch, mit acht Punkten Vorsprung: Er erfüllt die Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM, der Kia 6d-TEMP – das macht zehn Punkte Unterschied.
Das Fazit: Der Kia mit auffälligem Design, liebevollen Details und wildem Motor ist ein echter Sympathieträger. Die acht Punkte Unterschied zum Benz sind gerade mal ein Prozent unserer Wertung. Aber klar, der extrem teure CLA ist routiniert gemacht und liefert beeindruckende Fahrleistungen.
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Autoren: , Dennis Heinemann

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