Lust auf was Altes? Im Jahr 2026 einen geländegängigen Oldtimer sein Eigen nennen möchte, kann einen Kia Sportage kaufen. Der kam 1994 auf den Markt, ist also voll H-Kennzeichen-tauglich. Als Vitara-Konkurrent gedacht, wurde Generation eins allerdings jäh von uns abgewatscht.
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Kia

Sportage Sportage 1.6 T-GDI 2WD DCT

Kia Sportage
Sie sei zwar billig zu haben, schrieben wir 2003, lasse gebraucht aber auch "fernöstliche Zuverlässigkeit" vermissen. Noch nicht wissend, dass Kia den Sportage bald neu positionieren würde. Ab 2004 bot Nummer zwei weniger Geländetalent, dafür mehr Lifestyle – und wurde damit weltweit erfolgreich. Heute ist Generation fünf am Markt und tritt nach dem Facelift im Vorjahr bei uns zur großen Kaufberatung an.

Innenraum jetzt ohne Klarlack-Oberflächen

Mit der jüngsten Überarbeitung haben die Koreaner einige Schritte in die richtige Richtung gemacht, finden wir. Erstens – unser Autojournalisten-Herz jubelt – flog jeglicher Klavierlack raus. Die hochglanzschwarzen, kratzempfindlichen Oberflächen hat Kia entfernt und weitgehend durch matte Materialien ersetzt. Weiter registrieren wir, dass sie sich in der Kia-Designabteilung wohl auch ein wenig in der Elektrosparte bedient haben. Jedenfalls bringt der Sportage jetzt ein neues zweispeichiges Lenkrad und ein Panoramadisplay mit dünneren schwarzen Rändern mit – ganz wie die EV.
Kia Sportage
Echte Verbesserung: Mit der jüngsten Modellpflege sind die kratzempfindlichen Klarlack-Oberflächen aus dem Sportage verschwunden.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Neben neuen Benutzeroberflächen gibt es auch mehr Funktionen. Der Sportage kann jetzt optional per Ultrabreitband (UWB) entriegelt werden. Praktisch sieht das so aus: Zuerst hinterlegt man den Schlüssel in der digitalen Geldbörse ("Wallet") des Smartphones oder der Smartwatch. Dann kommunizieren die Geräte miteinander, wenn wir uns dem Auto nähern, und der Sportage entriegelt automatisch.Der digitale Schlüssel kann auch mit anderen geteilt werden.

Ein- und Ausparken per Fernbedienung

Schade: Das ganze Paket ist derzeit ausschließlich für die Top-Linie GT-line zu haben und steckt dann auch noch im großen Assistenzpaket, das je nach Motorisierung rund 2000 Euro kostet. Im gleichen Paket zu haben ist zusätzliche Fahrassistenz, mithilfe derer der Sportage seine Geschwindigkeit an neue Tempolimits nun vollautomatisch anpasst und Spurwechsel selbst durchführt. Voraussetzung dafür ist, dass eine Hand am neu gestalteten und jetzt kapazitiven Lenkrad bleibt. Eine leichte Berührung am Lenkrad reicht nun – kein Gezupfe mehr, um der Elektronik die eigene körperliche wie mentale Anwesenheit zu beweisen.
Kia Sportage
Für die Hybridmodelle ist "Remote Parking" verfügbar. Der Fahrer muss den Knopf auf der Fernbedienung gedrückt halten und in der Nähe bleiben. Dabei geht es nur vorwärts und rückwärts.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Einen weiteren Trick hat der Sportage schon länger drauf. Mit großem Parkpaket gerüstet, kann er per Fernbedienung in oder aus Lücken rangieren, die zum Aussteigen zu eng sind. Man muss allerdings in der Nähe bleiben. Außerdem funktioniert das Ganze nur über ein paar Meter. Mit dem eigenen Sportage Gassi gehen ist also leider nicht drin.

Platzangebot fällt klassengemäß aus

Das Platzangebot im Innenraum geht derweil noch immer als absolut klassengemäß durch. Die Lehne hinten lässt sich in der Neigung verstellen, auch bei Dingen wie einer Mittelarmlehne hinten hat Kia nicht geknausert. Allerdings wird bei den Mildhybriden etwas Kofferraum für die Unterbringung von Akku, Lüfter und Steuerelektronik verbraucht. Plug-in und Hybrid bieten etwas mehr Volumen. In der Praxis dürfte das kaum ins Gewicht fallen.
Kia Sportage
Viel Platz in Reihe zwei: Auch im Fond ist der Kia Sportage geräumig. Der Knieraum (Autor: 1,73 m) ist über jeden Zweifel erhaben.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Welche der fünf Ausstattungslinien soll es sein? Unser Tipp: Wer gemäßigte Ansprüche hat und nicht auf die vollständige Assistenz-Armada angewiesen ist, tut gut daran, es bei der zweitniedrigsten Linie Vision zu belassen. Der Aufpreis zur Basis hält sich hier in Grenzen (1750 Euro), dafür ziehen mit Sitz-und Lenkradheizung, Regensensor, Klimaautomatik und weiteren Dingen wichtige Komfort-Features ein, die quasi jeder gut gebrauchen kann. Parkpiepser, Rückfahrkamera, Keyless Go und ein Festeinbau-Navi hat schon die Basis Core serienmäßig.

Ausstattungspakete und Extras

Ausstattungspakete und Extras
Komfort
Komfort-Paket: Sitzbezüge aus Stoff mit Kunstlederapplikationen, Vordersitze el. einstellbar, Beifahrersitz höhenverstellbar, getönte Scheiben ab B-Säule
x
990 Euro
x
x
x
Beifahrersitz höhenverstellbar
x
Komfort-Paket
Klimaanlage/Klimaautomatik zweizonig**/ dreizonig
•/x/x
x/•/x
x/•/x
x/•/x
x/x/•
Panorama-Sonnendach ✔
x
x
1200 Euro
1200 Euro
1200 Euro
Sitzheizung vorn + Lenkradh./Sitzh. hinten
x/x
•/x
•/1390 Euro
•/•
•/•
Sitzbelüftung vorn
x
x
1390 Euro
x
1390 Euro
Sicherheit/Assistenz
Aktiver Totwinkelass./+ Monitoranzeige
x/x
x/x
890 Euro/x
990 Euro/x
2090 Euro
Parksensoren hinten + Rückfahrkamera/ 
360-Grad-Kameras
•/x
•/x
•/2090 Euro
•/x
•/2090 Euro
Keyless Go/Digitaler Fahrzeugschlüssel
•/x
•/x
•/x
•/x
•/2090 Euro
Tempomat adapt. mit Stop-&-Go-Funktion, navigationsbasiert***/Autobahnassistent 2.0
•/x
•/x
•/2090 Euro
•/990 Euro
•/2090 Euro
Infotainment
Apple CarPlay, Android Auto, Onboard-Navi
Head-up-Display
x
x
890 Euro
x
2090 Euro
Kombiinstrument teildigital/volldigital
•/x
•/x
x/•
x/•
x/•
Smartphone-Ladeschale (15 W), induktiv
175 Euro
175 Euro
Soundsystem 6 Lautsprecher/8 Lautsprecher (Harman/Kardon)
•/x
•/x
•/690 Euro
•/x
•/690 Euro
Optik
Ambientebeleuchtung
x
x
Dachhimmel in Grau/Schwarz
•/x
•/x
•/x
x/•
x/•
Getönte Scheiben ab B-Säule
x
Komfort-Paket
Moderat aufgepimpt, riecht der Sportage also schon alles andere als nach Verzicht, ist mit Doppelkupplung (150-PS-Benziner) aber schon für unter 38.000 Euro zu haben – Listenpreis, versteht sich. Damit mag der Kia vielleicht nicht mehr ganz der ultimative Schnapper von früher sein, bleibt im Vergleich mit der deutschen Konkurrenz aber fair kalkuliert. Ein vergleichbar ausstaffierter VW Tiguan (1.5 eTSI, 150 PS) kommt rund 5000 Euro teurer.

Sondermodell mit rund 1500 Euro Preisvorteil

Mit Spirit (5450 Euro) und der sportlich angehauchten GT-line (9700 Euro) pirscht sich Kia dann schon etwas näher an preisliches VW-Territorium heran. Dass es auch Kundschaft zu geben scheint, die beim Sportage wenig knauserig vorgeht, bestätigt ein Blick in Kias Zubehör-Programm. In dem findet sich für den Benziner tatsächlich eine "Performance-Abgasanlage" für sagenhafte 2485 Euro! Prost Mahlzeit!
Kia Sportage
Das vermeintliche Leder ist Kunstleder und der GT-Line vorbehalten. Das Gestühl bietet ausreichend Seitenhalt. Eine elektrische Sitzverstellung ist Serie ab Spirit, kann für Vision dazubestellt werden.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Derzeit ergänzt auch noch das Sondermodell Black Edition das Programm, baut auf Spirit auf und bietet zusätzlich eine Lederausstattung, Sitzheizung hinten und 19-Zoll-Räder. Um dem Namen gerecht zu werden, gibt es dazu allerlei schwarze Akzente und einen gewissen Preisvorteil, der so um die 1500 Euro liegen dürfte. Ausdrücklich empfehlen können wir das Harman/Kardon-Soundsystem für 690 Euro. Es klingt druckvoll genug und weniger verwaschen als bei den älteren Systemen der Koreaner, die wir noch im Ohr haben.

Fünf Antriebe stehen zur Auswahl

Was die Antriebe angeht, stellt Kia auch im Jahr 2026 noch eine erfreuliche Bandbreite bereit. Will heißen: In der Basis gibt es so-gar noch Handschaltung in Form eines Sechsgang-Getriebes für Benziner und Diesel. Für alle Sportage gilt: Die Geräuschdämmung ist top. Wo alte Kia gern mal etwas dünnblechig wirkten, lässt der Sportage mittlerweile weder bei Motoren- noch bei Windgeräuschen etwas anbrennen. Das trägt zum allgemein guten Qualitätseindruck bei und verhilft zu besserer Reisetauglichkeit.

Ein Diesel ist weiterhin im Programm

Wer viel auf Langstrecken unterwegs ist, kann beim Sportage noch immer auch auf einen Dieselmotor zurückgreifen. Der 1,6-Liter-CRDi passt für uns mit seiner gelassenen Art am besten zum gar nicht mal so sportlichen Sportage. Mit 136 PS gerüstet, überfordert er das SUV nicht gerade, aber es reicht. Allenfalls oberhalb von Tempo 130 fehlt auf der Autobahn etwas Druck. Wer damit leben kann, wird mit schmalen 5,7 Liter Verbrauch (getestet mit Doppelkupplung) belohnt. Das kann sich sehen lassen, auch im Vergleich zur Konkurrenz.
Kia Sportage
Gute Wahl für Vielfahrer: Der Diesel reißt mit seinen 136 PS keine Bäume aus, aber es reicht. Und mit 5,7 l/100 km ist er sparsam.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Der 1,6-Liter-Benziner (150 oder 180 PS) zählt ziemlich eindeutig zum alten Schlag Turbo. Auf einen Tritt aufs Gas folgt im Drehzahlkeller ein eher träger Antritt – danach beißt sich der Vierzylinder fest und zieht durchaus kräftig durch. An der Tanksäule bedeutet das: 7,5 Liter im Test schwellen innerorts auch mal auf neun oder zehn Liter an – ohne dass der Sportage dafür objektiv betrachtet mit richtig pompösem Vortrieb belohnen würde.
Wer richtig vorwärtskommen will, muss also drehen. Dagegen kann auch das serienmäßige Mildhybridsystem (48 Volt) am Ende des Tages kaum etwas ausrichten. Beim Allradler (180 PS) haben wir 7,7 Liter gemessen. Wer ihn ordert, bekommt einen zusätzlichen 4WD-Lock-Modus mitgeliefert, der eine Art Sperre zur Hinterachse simuliert und dauerhaft mehr Kraft nach hinten schickt.

Vollhybrid sorgt für gute Fahrleistungen

Kias Interpretation eines Vollhybrids setzt dann wieder auf ein anderes Konzept. Ein Sechsstufen-Automatikgetriebe hilft hier eher dem Fahrkomfort als dem Verbrauch auf die Sprünge. Während der Doppelkuppler gern etwas ruckartig anfährt, bleibt hier alles ruhig. Darüber hinaus sind die 239 PS Systemleistung tatsächlich kein reiner Papiertiger. Gerade in Zwischenspurts boostet die 65-PS-E-Maschine kräftig mit und verleiht dem Sportage eine erstaunliche Agilität.
Kia Sportage
Unsere Empfehlung für den sportlichen Fahrer: In der Vollhybrid-Version des Kia Sportage steckt am meisten Fahrspaß.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Auch hier hält sich das Sparpotenzial allerdings in Grenzen: Mit 7,2 Litern bleibt der Hybrid nur wenige Zehntelliter unter dem Verbrauch seiner Geschwister – und genehmigt sich rund einen Liter mehr als die Hybrid-Konkurrenz à la Toyota. Der E-Motor fungiert hier insgesamt also eher als Komfort- denn als Öko-Boost.

Motorisierungen und Preise

Motorisierungen und Preise
Motor/Hubraum
R4, Turbo + MH/1598 cm³
R4, Turbo + MH/1598 cm³
R4, Turbo + E-M./1598 cm³
R4, Turbo + E-M./1598 cm³
R4, Turbo + MH/1598 cm³
Getriebe
6-Gang/7-G.-Doppelkupplung
7-Gang-Doppelkupplung
6-Gang (7-G.-Doppelkupplung)
6-Stufen-Automatik
6-Stufen-Automatik
Leistung
110 kW (150 PS)
132 kW (180 PS)
100 kW (136 PS)
176 kW (239 PS)
212 kW (288 PS)
max. Drehmoment
250 Nm
265 Nm
280 (320) Nm
380 Nm
380 Nm
Vmax
193 km/h
203 km/h
180 (180) km/h
206 km/h
206 km/h, 140 rein elektrisch
0–100 km/h
9,7 (9,4) s
9,8 s
11,4 (11,4) s
7,9 (8,1) s
7,5 (7,8) s
Zuglast gebremst/ungebremst
1650/750 kg
1650/750 kg
1950/750 (1650/750) kg
1510/750 kg
1210/750 kg
Normverbrauch (WLTP)/100 Kilometer
7,2 (7,3) l Super
7,8 l Super
5,1 (5,5) l Diesel
5,8 (6,5) l Super
3,3 l Super + 11,2 kWh
Testverbrauch/100 Kilometer
7,5 l Super
7,7 l Super
(-) 5,7 l Diesel
7,2 (-) l Super
4,9 l Super + 8,7 kWh
Leergewicht (Werksangabe)
1552-1708 kg
1590-1750 kg
1665-1795 kg
1733-1863 kg
1842-1956 (1896-2010) kg
Preise
Core
Vision
Spirit
Black Edition
GT-line
33.990 Euro (-)
35.640 Euro (37.640 Euro)
39.440 Euro (41.840 Euro)
- (42.550 Euro)
- (45 340)
-
40.540 Euro
44.740 Euro
45.450 Euro
48.240 Euro
- (-)
37.840 Euro (39.840 Euro)
44.040 Euro
-
47.540 Euro
38.990 Euro
40.990 Euro (43.490 Euro)
45.190 Euro (47.690 Euro)
45.900 Euro (48.400 Euro)
48 690 (51 190)
43.100 Euro (-)
45.100 Euro
49.300 Euro
-
52.500 Euro
Fazit
Als Fronttriebler mit Doppelkupplung fährt der Sportage flott, aber etwas hektisch. Das hat zum einen mit dem ruckig anfahrenden Getriebe selbst, aber auch mit der eher explosiven Kraftentfaltung zu tun, wenn das Turboloch einmal überwunden wurde.
Als Allradler etwas geerde-ter mit besserer Traktion, aber auch einem halben Liter höherem Verbrauch. Die Mehrleistung ist kaum wahrnehmbar, lediglich der Topspeed liegt 10 km/h höher. Einen Vorteil bei der Anhängelast bringt das 4WD-System nicht.
Der langsamste Sportage fährt mit am harmonischsten. Der Diesel gefällt mit gleichmäßiger Kraftent-faltung und geringem Durst. Das Nageln ist hörbar, wurde aber gut wegge-dämmt. Auf der Autobahn bei Tempo 130 gut sechs Liter Verbrauch.
Der Hybrid überzeugt weniger mit seinem Verbrauchsvorteil als mit dem angenehm kraftvollen Vortrieb. Die Automatik sorgt für mehr Fahrkomfort. Rein elektrische Fahrpha-sen treten jedoch verglichen mit anderen Vollhybriden recht selten auf.
Der Plug-in ist anders gepolt als der Vollhybrid – die Elektronik bemüht sich stets, den Sportage möglichst oft rein elektrisch anfahren zu lassen. Mit leerem Akku verbraucht man allerdings stattliche 8,1 Liter. An der Ladesäule zieht der Sportage mit bis zu 7,2 kW.
Zudem schlägt das Konzept im Vergleich zum kleinen Benziner mit Automatik mit immerhin 3500 Euro zu Buche. Angesichts des geringen Verbrauchsvorteils eine Investition, die man so schnell nicht wiedersehen dürfte. Auch beim Restwert stehen die Hybride nicht besser da als die Benziner, sagt Schwacke. Am schwächsten schneidet der Plug-in-Hybrid ab.

Plug-in-Hybrid schafft 63 Kilometer rein elektrisch

Wer es richtig ernst meint mit der Elektrifizierung, wird also erst beim Plug-in-Sportage fündig. Der fährt sich schon mit leerem Akku deutlich hybridiger, legt von der Ampel meist elektrisch los und greift auf bis zu 288 PS zurück. Auch hier bündelt eine Sechsstufenautomatik die Kräfte. Man tut allerdings gut daran, die E-Reichweite von 63 Kilometern durch regelmäßiges Nachladen (mit bis zu 7,4 kW) nicht ganz zur Neige gehen zu lassen.
Kia Sportage
Für den Sportage bietet Kia keine reine Elektrovariante an. Wer es dennoch maximal elektrifiziert möchte, wählt den Plug-in-Hybriden.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Ansonsten zahlt man in Form von 8,1 Liter Verbrauch natürlich den Preis für all die Technik, die der dann knapp zwei Tonnen schwere Sportage mit sich herumschleppt. Und: Beim PHEV schrumpft das Tankvolumen auf 42 Liter. Viel mehr als 500 Kilometer Reichweite am Stück wären so bei leerem Akku also nicht drin. Auch der Plug-in ist als AWD zu haben.
An dieser Stelle wollen wir dem Sportage dann noch einmal anrechnen, dass unter dem ”AWD”-Kürzel auch ein richtiger Allradantrieb steckt. Rein elektrische Systeme, also nur mit E-Motor an der Hinterachse, kommen den Koreanern bislang nicht ins Haus. Da macht der Sportage seinem Ur-Ur-Opa also alle Ehre – und fast alles andere macht er um einiges besser.

Tipps: der Richtige für Ihr Fahrprofil

Der Wenigfahrer begnügt sich mit der Basis und wählt heutzutage wohl die Doppelkupplung. Dazu empfehlen wir die Vision-Linie und das Komfort-Paket für 990 Euro inklusive E-Sitzen, höhenverstellbarem Beifahrersitz und getönten Scheiben ab der B-Säule. Sitz- und Lenkradheizung sind auch hier schon serienmäßig verbaut. AUTO BILD-Empfehlung: 1.6 T-GDI (150 PS) DCT 2WD Vision ab 37.640 Euro.
Der Vielfahrer findet beim Diesel das größte Sparpotenzial vor. Wer lieber gleitet als rast, ist hier richtig und kann auf Reichweiten von rund 950 Kilometern zurückgreifen. Wer eher innerorts unterwegs ist, sollte dagegen auch einen Blick auf den Hybrid werfen – oder den Plug-in. Erst als GT-line ist die volle Assistenz verfügbar. AUTO BILD-Empfehlung: 1.6 CRDi 2WD DCT (136 PS) GT-line ab 47.540 Euro.
Der sportliche Fahrer fährt am ehesten Hybrid. Er bringt das beste Leistungsgewicht mit, bleibt mit 1,8 Tonnen rund 150 Kilogramm leichter als der Plug-in. Trotzdem: Ein richtig hottes SUV ist der Kia so natürlich nicht. Was derartige Ansprüche angeht, hat man bei Kia im rein elektrischen Segment mittlerweile mehr zu bieten. AUTO BILD-Empfehlung: Hybrid 4WD (239 PS) ab 51.190 Euro.

Fazit

von AUTO BILD
Viele neue, mit dem Facelift eingezogene Features wie den Handy-Schlüssel und die neue Fahrassistenz koppeln die Koreaner an die Top-Linien. Weil im Grunde alle Extras gut funktionieren und ihr Geld wert sind, kann man das durchaus machen. Wer kleinere Ansprüche hat, sollte es bei der Linie Vision belassen und vielleicht noch ein paar Kreuzchen machen. Sparfüchse schielen aufs Vorfacelift – denn soo viel fehlte dem eigentlich auch nicht. Wenn brav gewartet wurde, gelten auch dort sieben Jahre Garantie.