Kindersitz-Test 2018: ADAC & Stiftung Warentest

Kindersitz-Test 2018 ADAC & Stiftung Warentest: Ergebnisse

Drei Kindersitze fallen durch

Im Kindersitz-Test 2018 von ADAC und Stiftung Warentest gibt es drei Verlierer, einer davon birgt ein Sicherheitsrisiko. Die Ergebnisse aller getesteten Modelle.
ADAC und Stiftung Warentest haben im Kindersitz-Test 2018 insgesamt 23 neue Modelle untersucht. Die Kindersitze wurden unter den Gesichtspunkten Sicherheit, Bedienung und Ergonomie bei Crashtests und im Labor getestet. Außerdem flossen der Schadstoffgehalt und die Verarbeitung in die Beurteilung ein. Getestet wurden Modelle verschiedener Hersteller in unterschiedlichen Kindersitz-Gruppen von Babyschalen für Babys unter einem Jahr bis hin zu Kindersitzen für Kinder bis 12 Jahren. Einen eindeutigen Sieger des Kindersitz-Tests 2018 gibt es nicht, das Ergebnis ist größtenteils gut: 17 Sitze wurden mit dem Testurteil "gut" versehen, zwei weitere mit "befriedigend", ein Sitz mit "ausreichend" sowie drei Modelle mit "mangelhaft". Sehen Sie alle Ergebnisse im Detail in der Bildergalerie!

Kindersitz-Test 2018: ADAC & Stiftung Warentest

Drei Sitze verlieren im Kindersitz-Test 2018

Drei Modelle fielen mit dem Ergebnis "mangelhaft" im Kindersitz-Test 2018 durch. Beim Concord Ultimax i-Size riss die Gurthalterung während des Frontalaufpralls, dadurch zerbrach die Sitzschale in mehrere Teile. Das Fazit des ADAC ist klar: "In diesem Kindersitz hätte ein Kleinkind kaum Chancen, bei einem Unfall unverletzt aus dem Auto herauszukommen", heißt es dazu in einer Meldung des Automobilclubs. Der Hersteller Concord reagierte bereits und kündigte an, den Sitz nicht weiter zu produzieren. Zwei weitere Kindersitze fielen im Test wegen zu hoher Schadstoffbelastung durch. Der Avionaut Ultralite enthält ADAC und Stiftung Warentest zufolge zu viel TCPP, ein Flammschutzmittel, das als bedenklich gilt. Der Jané Gravity wies erhöhte Naphtalin-Werte auf, ein Stoff, der in Verdacht steht, Krebs auszulösen. Der mit der Testnote "ausreichend" versehene Kindersitz im Test, der Chicco Cosmos ist mit einem Preis von 119 Euro gleichzeitig der günstigste Sitz im Test. Er bekam vor allem wegen des erhöhten Verletzungsrisikos bei Frontal- und Seitencrashs, mangelnder Stabilität und der komplizierten Bedienung Punktabzüge.

Erster Sitz mit Airbags getestet

Ein Highlight im Kindersitz-Test 2018 ist der erste Kindersitz mit integrierten Airbags, der Maxi-Cosi Axissfix Air. Das Prinzip ist simpel: Sobald die Sensoren an der Sitzhalterung einen Aufprall erkennen, löst das in die Gurte integrierte Airbag-System aus und fängt den Kopf des Kindes ab. Damit werden die Kräfte, die auf Nacken, Hals und Kopf des Kindes einwirken, laut Maxi-Cosi um bis zu 55 Prozent reduziert. Mit einem Preis von 650 Euro ist er zusammen mit dem Britax Römer Swingfix i-Size (Test-Ergebnis "gut") das teuerste Modell im Test. Bis auf wenige Kritikpunkte wie das hohe Gewicht, das durchschnittliche Verletzungsrisiko beim Seitencrash oder das etwas aufwändigere Anschnallen, haben ADAC und Stiftung Warentest nur Lob für den Maxi-Cosi Axissfix Air übrig. Besonders positiv werden das geringe Verletzungsrisiko beim Frontalcrash, die sichere Fixierung des Sitzes, und die besonders einfache und praktische Bedienung hervorgehoben. Testergebnis "gut".

Ein günstiger Kindersitz muss nicht schlecht sein

Die Test-Ergebnisse zeigen, dass sich allein über den Preis keine Aussage zur Qualität der Sitze treffen lässt. Denn auch vergleichsweise günstige Sitze wie der Joie Traver (120 Euro), Recaro Monza Nova Evo (120 Euro), Maxi-Cosi Rock (200 Euro) oder Britax Römer Baby-Safe 2 i-Size (200 Euro) wurden im Kindersitz-Test 2018 mit der Note "gut" versehen. Die mit "mangelhaft" benoteten Sitze sind mit ihren Preisen von 350 bis 400 Euro vergleichsweise mittelpreisig bis teuer. Das zeigt: Ein hoher Preis steht nicht zwangsläufig für hohe Qualität bei Kindersitzen. Deswegen sollten sich Eltern vor dem Kindersitz-Kauf unbedingt umfassend über das Angebot informieren. Dabei helfen Kindersitz-Tests aber auch das Ausprobieren verschiedener Modelle im eigenen Auto. Weitere Tipps für den Kindersitz-Kauf gibt es hier.
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Cybex Sirona S i-Size

Graco Snugride i-Size

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Kiddy Evoluna i-Size 2

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Maxi Cosi Rock

Recaro Monza Nova Evo

Autor: Lena Trautermann

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