CA-MiEV, XL 1 und e-XIV: Viele Namen heutiger Automodelle hinterlassen auch bei Experten nur Fragezeichen. Ein Ärgernis, findet AUTO BILD-Redakteur Boris Pieritz.
Boris Pieritz
Meine vierjährige Tochter liebt Buchstabensuppe. Trotz ihres zarten Alters gelingt es ihr häufig, die Einzelteile ihres Namens aus der Brühe zu fischen und die Buchstaben in richtiger Reihenfolge auf den Tisch zu pappen. So geht man professionell mit Konsonanten und Vokalen um.
Ich liebe Automessen. Doch trotz meines fortgeschrittenen Alters gelingt es mir oft nicht, mir einen Reim aus den Namen neuer Fahrzeuge zu machen. Beispiele gefällig? Auf dem Genfer Salon 2013 erwarten uns am Stand von Mitsubishi die Zungenbrecher CA-MiEV und GR-HEV. Die klingen eher nach einem Grippe-Virus als nach einer automobilen Weltpremiere. Gesundheit!
Kommt mit der Buchstabensuppe bei modernen Modellnamen nicht klar: AUTO BILD-Redakteur Boris Pieritz steht eher auf Giulia und Colt.
VW und Renault zeigen stolz XL1 und Xmod. Hallo? "X" scheint in zu sein. Was mir Hyundai mit HED-7 i-flow, Peugeot mit 208 XY (Steigerung von X?) oder SsangYong mit e-XIV und SIV-1 unlängst sagen wollten, begreife ich ebenso wenig. So geht man nicht professionell mit Konsonanten und Vokalen (und Zahlen) um! Liebe Autobauer, hört mit dieser Nomenklatur des Wahnsinns auf und verpasst euren Fahrzeugen wieder wohlklingende Schriftzüge wie Giulia, Colt oder Prinz. Die versteht jeder.