Leapmotor: E-Autos kommen nach Deutschland
Diese Modelle von Leapmotor sind ab September 2024 da

Leapmotor bricht mit seinen E-Autos nach Europa auf! Der chinesische E-Autobauer setzt mit starken Partnern auf Erfolg im hart umkämpften Markt.
Bild: Leapmotor
- Manuel Bauer
Mit satten Strafzöllen will die EU chinesische Autobauer davon abhalten, ihre vom chinesischen Staat subventionierten Fahrzeuge zu Dumpingpreisen auf den europäischen Markt zu spülen und lokale Unternehmen unter Druck zu setzen. Das funktioniert nur teilweise. Mit Leapmotor bringt nun ein weiterer Aufsteiger aus Fernost seine ersten Fahrzeuge in den hiesigen Handel.
Das Unternehmen mit Hauptsitz im chinesischen Hangzhou bildete im Oktober 2023 ein Joint Venture mit dem Stellantis-Konzern, um seine Autos nach Europa zu bringen. Der Branchengigant, der so gewichtige Marken wie Opel, Fiat und Citroën besitzt, hält 51 Prozent der Anteile an dem gemeinsamen Unternehmen Leapmotor International mit Sitz in Amsterdam.
Erste Modelle starten im September 2024
Bereits im September 2024 sollen mit dem Kleinwagen T03 und dem SUV C10 zwei erfolgreiche Leapmotor-Modelle auf den europäischen Markt kommen. Die ersten 800 Fahrzeuge sind laut "elektroauto-news.net" bereits unterwegs. Zum Auftakt erscheinen sie demnach in neun europäischen Ländern – darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Spanien. Um die Strafzölle auf Direktimporte abzufedern, lässt Stellantis Bausätze der Autos im polnischen Tychy zusammenschrauben.
Der Leapmotor T03 ist ein kleiner Fünftürer mit einer Reichweite von 265 Kilometern nach WLTP-Standard, der zwar das A-Segment vertritt, aber den Komfort eines B-Segment-Fahrzeugs bieten soll. Er tritt in direkte Konkurrenz zum Dacia Spring, der in Frankreich ab rund 18.000 Euro zu haben ist.
Leapmotor C10 als Tesla-Model-Y-Konkurrent
Der Leapmotor C10 hingegen positioniert sich in einer Reihe mit Tesla Model Y und VW ID.4. Das 4,73 Meter lange und 1,90 Meter breite SUV ist mit einem 231 PS starken Hinterradantrieb ausgestattet und schafft mit seinem knapp 70 Kilowattstunden großen Akku bis zu 420 Kilometer nach WLTP-Standard. In China ist das Modell auch in einer Range-Extender-Variante mit einem kleinen Benzinmotor erhältlich, der die Batterie aufladen kann. Ob dieses Modell den Sprung nach Europa schafft, prüfen Stellantis und Leapmotor laut Bericht noch.
Fest steht: Mit seinen vergleichsweise erschwinglichen Preisen und dem Stellantis-Konzern im Rücken könnte sich Leapmotor als gefragte Marke auf dem europäischen Markt etablieren.
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