Mit Solarenergie durch den Alltag fahren? Diese Vorstellung soll mit dem Lightyear One noch 2022 Wirklichkeit werden. Das niederländische Start-up setzt auf ein eigenes Antriebskonzept und möchte bei den Leistungsdaten lieber mit Reichweite glänzen als mit Beschleunigungswerten. Die Produktion soll noch 2022 im finnischen Uusikaupunki anlaufen.
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725 km Reichweite bei einem Verbrauch von 8,3 kWh/100 km – bei diesen Daten spielt die Effizienz des Fahrzeugs eine entscheidende Rolle. Mit Blick auf die Form des Wagens wird sofort klar: Hier haben die Aerodynamiker das Sagen gehabt. Der Lightyear wirkt wie aus einem Guss und verzichtet auf Sicken und Kanten im Blech. Das sorgt für eine besonders ruhige Luftumströmung und so für weniger Luftwiderstand. Der cW-Wert des E-Autos liegt deshalb unter 0.20.
Lightyear One
Der Innenraum des Lightyear ist hell und bietet bis zu fünf Personen Platz.

Jede Menge Platz im Innenraum

Die Formgebung erinnert sehr an die Mercedes-Studie EQXX, nur dass Lightyear sein Fahrzeug schon 2021 der Öffentlichkeit gezeigt hat und damit wohl eher den Schwaben als Inspiration gedient haben könnte. Auf aktive Aerodynamik verzichtet das Start-up, die hinteren Radkästen sind teilweise verkleidet, und statt der Türgriffe gibt es nur noch Knöpfe. Mit etwas über fünf Metern Länge und 1,90 Metern Breite ist der One nicht wirklich als Stadtauto geeignet. Dafür sollen bis zu fünf Personen Platz finden und ihr Gepäck in einem 780 Liter großen Kofferraum unterbringen können.

Vier Einzelmotoren und rund 60 kWh Akkukapazität

Vier Radnabenmotoren treiben den Lightyear One an. Damit unterschiedet sich der Niederländer deutlich vom Wettbewerb, der meist auf einen Motor pro Achse setzt. Im One soll eine ausgeklügelte Motorsteuerung für eine stets angepasste Drehmomentverteilung sorgen. Zur Akkugröße schweigt das Unternehmen, allerdings lassen die Fahrdaten eine Schätzung zu: Rund 60 kWh nutzbare Akkukapazität könnte das Modell besitzen.
Lightyear One
Die Dachlinie ist fließend und geht beim Lightyear One elegant in das Heck über. Gut zu Erkennen: die Solarzellen.

Solarzellen auf dem Fahrzeugdach

Der Stromspeicher lässt sich mit 3,7 kW zu Hause, mit 22 kW an öffentlichen Ladesäulen und mit bis zu 60 kW am Schnelllader wieder auffüllen. Das ist aber nicht immer nötig. Denn Lightyear setzt auf eine Vielzahl von Solarzellen auf dem Fahrzeug, die dem One unter idealen Bedingungen bis zu 12 km Reichweite pro Stunde spendieren sollen. Heißt: Egal ob das Auto fährt oder vor dem Büro steht, an sonnigen Tagen wird der Akku ständig aufgeladen.

Hoher Preis, Auslieferung bereits im Sommer 2022 

Der Lightyear One ist bereits jetzt vorbestellbar. Die First Edition soll für 150.000 Euro erhältlich sein. Die erste Auflage des solarbetriebenen E-Autos ist auf 946 Exemplare limitiert, bereits im Sommer 2022 soll die Auslieferung starten.