Ein neuer Lotus hat Seltenheitswert. Mit entsprechendem Enthusiasmus präsentieren die Briten ihr neues Top-Modell Eagle, das im Herbst 2009 auf den Markt kommt, auf der British Motor Show in London (23. Juli bis 3. August 2008). Der 2+2-Sitzer löst den Excel ab, es ist das erste neue Modell nach 13 Jahren. Optisch hält der Zweitürer wenig Überraschungen parat, der Eagle wirkt wie eine gestreckte Elise. Unter der Haube wirbelt ein 3,5-Liter-V6 mit 280 PS und variabler Ventileinstellung, der von Toyota zugeliefert wird. Er soll den Briten in weniger als fünf Sekunden auf 100 km/h und dann weiter bis auf etwa 250 km/h beschleunigen. Lotus kombiniert den Motor mit einem Sechsgang-Getriebe, der Gangwechsel erfolgt über Schaltpaddles am Lenkrad. Wie alle Lotus setzt auch der Eagle auf konsequenten Leichtbau, die Kunststoffkarosserie ist auf einem Alu-Chassis platziert.
Bei allen Bemühungen um Gewichtsreduzierung gewährt Lotus den Passagieren doch ein gewisses Maß an Luxus: Innen dominieren Leder und Aluminium, auf Wunsch halten ein Navigationssystem, eine Bluetooth-Freisprechanlage oder ein High-End-Audiosystem von Alpine Einzug. Blaue LED hinterleuchten die Instrumente. Die hinteren Sitze sind laut Lotus für "kleinere Erwachsene oder Kinder auf kurzen Strecken" geeignet, sogar Isofix-Verankerungen für Kindersitze sind an Bord. Der Kofferraum fasst zwei Golfbags, genauere Angaben macht Lotus nicht. Auch die Preise behält Lotus vorerst für sich.