Matchbox arbeitet mit Hochdruck am Comeback! Während Hot Wheels immer wieder mit spektakulären Aktionen wie der Hot Wheels Legends Tour auf sich aufmerksam macht, ist es um die seit 1953 existierende Marke Matchbox zuletzt ruhig geworden. 
Das soll sich jetzt ändern, denn das seit 1997 zu Mattel gehörende Unternehmen will in Zukunft nur noch nachhaltige Produkte herstellen. Den Anfang macht der gerade erst auf Mitte 2022 verschobene Tesla Roadster!

Erst vor wenigen Wochen hat Matchbox die "Best of Europe"-Serie gezeigt. Als Hommage an die bekanntesten Automarken aus Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Russland können Fans und Sammler kultige Modelle wie den Land Rover Defender, den Mini Cooper oder auch den VW Golf I GTI im Maßstab 1:64 erwerben. Doch das war erst der Anfang. Jetzt hat Mattel veröffentlicht, wohin die Reise für Matchbox geht. Unter dem Slogan "Auf der Fahrt in eine bessere Zukunft" sollen Kindern spielerisch lernen auf Nachhaltigkeit zu achten und so die Umwelt zu schützen. Dazu bestehen die neuen Matchbox-Autos und zukünftige Spielsets zu 100 Prozent aus recycelten, recycelbaren oder biobasierten Kunststoffmaterialein. Auf diese Weise soll auch Matchbox dazu beitragen, das von Mattel auserkorene Unternehmensziel, bis 2030 ausschließlich nachhaltige Materialien zu verwenden, zu erreichen.
Matchbox Tesla Roadster
Für den Tesla Roadster setzt Matchbox auf neue Materialien.

Matchbox Tesla Roadster besteht zu 99 Prozent aus recycelten Materialien

Ab 2022 sollen die ersten vollkommen nachhaltig produzierten Modellautos erhältlich sein. Dazu passend hat Matchbox verkündet, dass das erste Modell der sogenannten "Basic Car Collection" die Neuauflage des Tesla Roadster sein soll. Genau wie bei echten Fahrzeugen, stellt auch Matchbox Konzeptautos der späteren Serienmodelle her. AUTO BILD durfte bereits eines der Vorserien-Modelle des Tesla Roadster im Maßstab 1:64 genauer unter die Lupe nehmen. Das Ergebnis ist überraschend: Auf den ersten Blick unterscheidet sich der weiße Tesla Roadster nicht von anderen Matchbox-Modellen. Die Karosserie besteht zu 62,1 Prozent aus recyceltem Zink. Bodenplatte und Reifen sind zu 36,9 Prozent aus recyceltem Kunststoff hergestellt, nur die Achsen bestehen weiterhin aus Edelstahl. Schon in Konzeptform ist der Tesla Roadster somit zu 99 Prozent recycelbar und wurde ganz offiziell als klimaneutral zertifiziert.
Matchbox Tesla Roadster
Die Verpackung des Matchbox Tesla Roadster ist aufwendig und komplett plastikfrei.

Während das detailgetreue Modell des Tesla Roadster sich von der Haptik nicht von aktuell erhältlichen Matchbox-Modellen unterscheidet, ist die Verpackung komplett neu. Vorbei sind die Zeiten der sogenannten Blisterkarten, einer Pappkarte mit durchsichtiger Plastikhülle, durch die das Modellauto schon im Laden bewundert werden kann. Der Tesla Roadster ist deutlich aufwendiger eingepackt: Er kommt in einer Klappbox aus Pappe und ist noch mal in einem sogenannten "Packaging Sleeve" eingehüllt, natürlich alles nachhaltig und völlig ohne Plastik. Positiver Nebeneffekt: Sammler dürfte diese neue Verpackung an die frühen Pappschachteln der 60er-/70er-Jahre Matchbox-Modelle erinnern.

Diese Modelle kommen 2022 auf den Markt

Neben dem Tesla Roadster hat Matchbox bereits zwei weitere Modelle der "Basic Car Collection" verraten: Den Honda Clarity und den elektrischen Van International eStar. Außerdem wird ein Fünferpack bestehend ausschließlich aus Elektro- und Hybridmodellen erhältlich sein. Während die klimaneutralen Modelle, genau wie der echte bis zu 400 km/h schnelle Tesla Roadster, erst 2022 auf den Markt kommen werden, hat Matchbox ab sofort bereits mehrere lizensierte Modelle des "Power Grab"-Sortiments im Angebot, die zwar noch nicht zu 100 Prozent aus recycelbaren Materialien bestehen, die aber zumindest schon mit der plastikfreien Pappverpackung erhältlich sind.