Mercedes-Maybach: Faszination, Maybach 57, Maybach 62, Zeppelin, Landaulet

Maybach: Faszination, Maybach 57, Maybach 62, Zeppelin, Landaulet

Maybach: Einstige Ladenhüter werden jetzt zu Sammlerstücken

Seit Maybach nur noch eine Ausstattungsvariante ist, geht es rauf und runter mit der Traditionsmarke. Doch gerade die einstigen Ladenhüter gewinnen jetzt an Wert!
Um die Jahrtausendwende wollte Daimler seiner Pkw-Sparte mit der Marke Maybach die strahlende Krone aufsetzen. Doch der scheinbar perfekte Plan platzte, und die Luxusmodelle standen sich die Reifen platt. Mittlerweile ist Maybach nur noch eine Ausstattungsvariante der Mercedes S-Klasse und des SUV-Pendants GLS. So auch bei der Neuauflage der S-Klasse, die Anfang September 2020 vorgestellt wird und noch im November 2020 zu den Händlern rollen soll. Die Maybach-Varianten werden im Frühjahr 2021 nachrücken. Und sie halten an einer Tradition fest: Es sind die einzigen Ausführungen der S-Klasse, die nach wie vor über einen doppelt aufgeladenen Zwölfzylinder verfügen. Erstmals wird es beim neuen Modell auch die Kombination aus V12 und Allradantrieb geben.
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Geplant war das alles einmal anders. 1000 bis 1500 Fahrzeuge oder deutlich mehr wollte Mercedes unter dem Markennamen Maybach pro Jahr verkaufen. Doch nachdem das Luxusdoppel aus Maybach 57 und Maybach 62 im Jahr 2002 eine glorreiche Premiere feierte, geschah nicht mehr viel. Die Nachfrage war kleiner als klein – und so gab es jahrelang keinen Nachfolger. Sogar fest eingeplante Modellpflegen blieben aus.

Maybach mit alter Mercedes-Technik

Die Technik von Maybach 57 und 62 stammte teilweise noch aus der S-Klasse der 80er-Jahre.

Ein Problem: Die elitäre Kundschaft verstand den historischen Bezug der Marke Maybach zu seinem Namensgeber Wilhelm Maybach nicht. Und andere Luxusmodelle von Rolls-Royce oder Bentley machten schlicht mehr her. Auch technisch war der Maybach unterlegen. Er basierte zwar auf der S-Klasse (W 220), die Technik ging teilweise aber sogar auf das Vorgängermodell der Baureihe W 140 zurück, die Ende der 80er entwickelt wurde. Zudem wurde bei den Panzerungen geschlafen. Da die Maybach-Modellreihe an sich als reines Luxusfahrzeug und nicht als Staatslimousine konzipiert wurde, konnte sie nicht als Panzerversion geordert werden und war für viele Könige, Kaiser und Staatsoberhäupter damit außen vor.

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Aber: Dadurch, dass sie so selten verkauft wurden, sind die Maybach-Modelle eine echte Wertanlage. Mit steigender Nachfrage und entsprechenden Preisen ist insbesondere bei besonders exklusiven Ausstattungen oder Sondermodellen zu rechnen. Neben dem offenen Maybach Landaulet gab es zum Ende der 2010er eine exklusive Serie von hundert Modellen mit dem traditionsreichen Zeppelin-Signet auf dem Kühler. In den 30er-Jahren war der Maybach Zeppelin das automobile Gegenteil zur Weltwirtschaftskrise. Die Schönen und Reichen zeigten nur allzu gerne, was sie hatten – zum Beispiel eine exklusive Luxuslimousine.

Maybach "Zeppelin" mit mehr Leistung

Blick in den Innenraum des Maybach Zeppelin: Die Füße ruhen auf echten Lammfellen.

Im Vergleich zum Standard-Maybach bietet der V12 des modernen Zeppelin ein leichtes Leistungsplus von 28 PS auf 640 PS. Der Vortrieb ist mit 1000 Nm Drehmoment trotz knapp drei Tonnen Leergewicht bis 250 km/h brachial. Derweil genießen Fahrer und Gefahrene im Innenraum den grandiosen Maybach-Luxus – nur eben noch etwas exklusiver als gewöhnlich. Dazu tragen weniger die Zeppelin-Schriftzüge im Interieur als vielmehr die verwendeten Materialien und Farben bei. Der Preis für einen Maybach 57 Zeppelin im Jahr 2009: mindestens 483.140 Euro. Die standesgemäße Langversion 62 Zeppelin kostete beeindruckend exklusive 563.108 Euro. Immerhin: Schon 1931 hatte die Karosserie des Maybach Zeppelin DS8 33.200 Reichsmark gekostet. Warten wir also mal auf die neue Generation.

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Autor: Stefan Grundhoff

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