Fahrbericht Mazda MX-30

Fahrbericht Mazda MX-30

Mazda MX-30: Test, Elektroauto, SUV, Crossover

Der Fahrspaß kommt im ersten Elektro-Mazda nicht zu kurz

Ende September 2020 kommt der Crossover Mazda MX-30 auf den Markt. AUTO BILD hat das elektrische Erstlingswerk der Japaner schon jetzt getestet.
Der Weg, den Mazda bei seinem elektrischen Erstlingswerk geht, ist mutig: Der 4,39 Meter lange MX-30 setzt neben dem auffĂ€lligen Design mit langer Haube, Kontrastdach und gegenlĂ€ufig öffnenden TĂŒren sowie einem schicken Innenraum vor allem auf Fahrspaß. Und da haben die japanischen Entwickler durchaus einen guten Job gemacht. Es sollte allerdings nicht allzu sportlich werden.

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Der knapp 1,7 Tonnen schwere Fronttriebler ĂŒberzeugt mit seinem schicken Auftritt, reichlich Schub von unten und seiner direkten Lenkung. Gelungen abgestimmt ist auch das Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn inklusive unteren Dreieckslenkern und einer Verbundlenkerachse. Der MX-30 ist straff, aber nicht sportlich. So soll es sein – und das können sie bei Mazda. Auf der kurvigen Landstraße punktet der kleine Crossover mit der Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control, die im Verbund mit der ausgewogenen Achslast und dem tiefen Schwerpunkt fĂŒr dynamischen Fahrspaß sorgt. Das 310 Kilogramm schwere Akkupaket mit einer KapazitĂ€t von 35,5 kW liegt flach im Wagenboden und soll im Optimalfall laut Mazda fĂŒr 262 Kilometer reichen. Rund 200 Kilometer erscheinen realistischer.

Der Antrieb des MX-30 reicht fĂŒr die Stadt locker aus

Mazda MX-30 (2020): Test - erste Fahrt - SUV - Elektro - Info

Mazda bringt sein erstes Elektroauto – wir sind es gefahren!

So flott und spaßig man mit ihm unterwegs sein kann, fĂŒr lange Strecken ist der Japaner damit nicht wirklich geeignet. Aber das soll er auch gar nicht sein: Mazda sieht das Haupteinsatzgebiet des MX-30 in der Stadt. Dort reicht der Antrieb mit 143 PS (107 kW) und 271 Nm locker aus. In 9,7 Sekunden beschleunigt der Wagen auf 100 km/h, bei 140 km/h greift die Elektronik in den Vortrieb ein. Damit ließe sich sogar auf der Autobahn hin und wieder entspannt mitschwimmen. Ganz lautlos ist der MX-30 ĂŒbrigens nicht unterwegs: Wenn man aufs rechte Pedal tritt, surrt der Wagen mit steigendem Tempo kĂŒnstlich vor sich hin. Das stört nicht besonders, lĂ€sst sich leider aber auch nicht abstellen. Apropos abstellen: An einer SchnellladesĂ€ule mit 50 kW ist ein leerer Akku in nur einer halben Stunde wieder voll geladen.

Auf den hinteren PlÀtzen wird es etwas eng im Mazda

Einsatzgebiet City: Mazda sieht den MX-30 vornehmlich im urbanen Umfeld – das passt zu dem Crossover.

Die Ausstattung ist mit Navigationssystem, LED-Scheinwerfern, Einparkhilfe, Head-up-Display und zahlreichen Fahrerassistenzsystemen bereits beim Basismodell sehr ordentlich. Dazu gibt es einen schicken Innenraum, der durchaus an aktuelle Volvo-Modelle erinnert: Helle Sitze mit Textil- und LedereinsĂ€tzen, dazu wenige Schalter und praktische Ablagen – alles sehr reduziert und nĂŒchtern. Etwas betagt wirkt das Cockpit, wo ein zentrales Digitaldisplay von zwei analogen Anzeigen umrahmt wird. Das Multifunktionsdisplay mit der guten Sprachsteuerung könnte grĂ¶ĂŸer sein. Genau wie das Platzangebot in Reihe zwei, wo man sich wegen der abfallenden Dachlinie und der nicht zu öffnenden kleinen Fenster in einer engen Höhle wĂ€hnt. Nettes Detail, aber nicht wirklich praktisch: die gegenlĂ€ufig öffnenden TĂŒren, die auch der RX-8 schon hatte.
Seinen Marktstart feiert der Mazda MX-30 am 25. September 2020, der Vorverkauf lĂ€uft bereits. Der Basispreis von 33.134 Euro fĂŒr die sogenannte First Edition reduziert sich dank der ĂŒppigen staatlichen FörderprĂ€mie von 9480 Euro auf 23.654 Euro. Das Verkaufsziel von 2500 Einheiten in diesem Jahr ist realistisch.

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Autor: Stefan Grundhoff

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