Ja, ich habe auch zu denen gehört, die anfangs auf den Mercedes A 180 eingedroschen haben: Plastiklenkrad, Rüttel-Fahrwerk, billig wirkende Details – für mich war das einfach kein echter Mercedes. An vielem, was ich damals kritisiert habe, halte ich noch heute fest. Eins der größten Ärgernisse: die Rundumsicht beziehungsweise deren weitgehendes Nichtvorhandensein.
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Mercedes A-Klasse im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt
Überbreite B- und C-Säulen verschlucken beim Abbiegen und Rückwärtsrangieren Fußgänger, Radfahrer und ganze Autos. Gefährlich! Doof auch, dass der Heckwischer bei Schmuddelwetter nur ein Sichtfeld von der Größe eines DIN-A4-Blatts freiräumt – aktuell besonders, da die Rückfahrkamera seit Kurzem an einer altersbedingten Sehschwäche leidet.

Die A-Klasse toppt den Golf um 130.000 Kilometer

Womit wir beim Alter wären – und damit wieder beim Thema "echter Mercedes". Inzwischen weiß ich: Der A 180 ist doch einer. Je länger er im Fuhrpark läuft, desto mehr offenbart er eine typische Tugend der Stuttgarter Marke: Zähigkeit.
Mercedes A-Klasse 180
Schwarzes Loch: Kleine Scheiben, breite Dachholme und große Fondkopfstützen behindern die Sicht nach hinten.

Zwar hat der Alltag optisch ein paar Spuren hinterlassen. Aber technisch wirkt der Benz auch nach neun Jahren und fast zehn Erdumrundungen kaum ermüdet. Während sich unser Golf bei Kilometer 287.147 mit Motorschaden verabschiedet hat, wird ihn der A 180 demnächst um 130.000 Kilometer übertrumpfen. Respekt!
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Der Mercedes A 180 im AUTO BILD-Dauertest

Dauertest-Start: 10. Januar 2013
Preis des Testwagens mit Extras: 26.000 Euro
Bisher gefahren: 399.700 km
Testverbrauch: 6,5 l S/100 km
Top: Langlebige Technik, kräftiger, sparsamer Turbobenziner, gute Freisprechanlage
Nicht so gut: Miserable Rundumsicht, ruppiges Fahrwerk, Innenraum nichts für Leute mit Platzangst